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Bei den Bayern-Fans macht sich Skepsis breit

04.08.2013, 17:56 Uhr | t-online.de

Bei den Bayern-Fans macht sich Skepsis breit. Pep Guardiola formte den FC Barcelona zur besten Vereinsmannschaft der Welt. Jetzt will er auch mit dem FC Bayern eine Erfolgsära starten. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Pep Guardiola formte den FC Barcelona zur besten Vereinsmannschaft der Welt. Jetzt will er auch mit dem FC Bayern eine Erfolgsära starten. (Quelle: GEPA pictures/imago)

Von Thomas Tamberg

Menschen stehen Veränderungen meist skeptisch gegenüber. Alles Neue ist erst einmal nicht so gut wie das Altbewährte. Insbesondere, wenn das Alte so erfolgreich war und es im Fall des FC Bayern die erfolgreichste Saison der Klubgeschichte bescherte. Das Alte, das war das System von Jupp Heynckes. Das Neue, das ist die Spielauffassung von Pep Guardiola. Seit über einem Monat schwingt der Star-Trainer beim Triple-Sieger das Zepter. Doch die anfängliche Heldenverehrung scheint bei vielen Bayern-Fans verflogen zu sein. Eine Woche vor dem Bundesliga-Start hat sie Platz gemacht für jede Menge Skepsis.

Dachte man nach dem Telekom Cup, als Teams wie Gladbach (5:1) und Hamburg (4:0) in jeweils 60 Minuten Spielzeit zerlegt wurden, die Bayern wären unter Guardiola bereits in eine neue Umlaufbahn geschossen, dämpften die jüngsten Ergebnisse doch die immense Erwartungshaltung.   

Erste Zweifel tauchen auf

Nach der ernüchternden 2:4-Niederlage im Supercup gegen Borussia Dortmund und zwei eher glanzlosen Siegen im Audi Cup gegen schwache Brasilianer aus Sao Paulo (2:0) und gegen die zweite Garnitur von Manchester City (2:1) ist die Anfangseuphorie weg.

Guardiola: "Martinez ist noch nicht in Top-Form"

Der Bayern-Coach sieht bei dem Spanier zum jetzigen Zeitpunkt noch Luft nach oben.

Bayerns Coach sieht beim Spanier noch Luft nach oben.


Zwar wird die Idee Guardiolas, wie die Bayern in Zukunft spielen sollen, immer deutlicher erkennbar, doch ob es der Weisheit letzter Schluss ist? t-online.de-User Ingo A. bringt die Sorgen vieler Bayern-Fans während des Spiels gegen Manchester City auf den Punkt. "Was nützt es, wenn man wie in der 1. Halbzeit eine Mannschaft mit 70 Prozent Ballbesitz an die Wand spielt, aber keine hundertprozentige Torchance herausspielt."   

Mehr Zielstrebigkeit unter Heynckes

Gegen die Engländer war offensichtlich, dass es in Guardiolas 4-1-4-1-System vor allem um Ballbesitz geht. Bevor eine Offensivkraft selbst in aussichtsreicher Position den Torabschluss sucht, wird der Ball lieber noch einmal auf die Flügel oder in den Rückraum gepasst. Unter Heynckes wurde viel häufiger in höchstem Tempo der direkte Weg zum Tor gesucht. Daraus entstanden öfter große Tormöglichkeiten als aktuell mit Guardiolas Spielweise. Zumal Heynckes auch auf einen echten Stoßstürmer setzte, der Spanier indes nicht. Erst als er mit Mario Mandzukic gegen Sao Paulo und Manchester City eine echte Spitze einwechselte, wurde es besser. Der Kroate brachte mit jeweils einem Treffer die Bayern auf die Siegerstraße.

Dazu kommt noch, dass der Coach viele Dinge verändert hat, die vor wenigen Wochen noch als Garant für den Dreifacherfolg galten und in Stein gemeißelt schienen. So gibt es keine Doppelsechs mehr und Philipp Lahm, der beste Rechtsverteidiger der Welt, findet sich plötzlich im Mittelfeld wieder. Javi Martinez spielt dafür in der Innenverteidigung. Und Bastian Schweinsteiger weiß nach eigener Aussage noch nicht genau, wo er spielen wird. Auch andere Spieler müssen plötzlich auf ungewohnten Positionen ran, weil Guardiola die Flexibilität liebt.

Schon einmal schlechte Erfahrung gemacht

Der 42-Jährige hat mit Barcelona 14 Titel in vier Jahren gewonnen. Er dürfte also wissen, was er tut. Der Cruyff-Schüler gilt als weltbester Trainer. Wenn er nicht in der Vorbereitung kräftig testen kann, wann dann? Titel werden nicht im August vergeben, sondern erst neun Monate später. Viel Zeit, um das neue System zu perfektionieren. Man sollte also Geduld und Vertrauen ins Guardiolas Revolution haben.

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Aber genau bei dem Wort "Revolution" bekommen die meisten Bayern-Fans vor Nervosität feuchte Hände. Sie hatten mit Jürgen Klinsmann schon einmal einen Revoluzzer, der ebenfalls mit gewaltigen Vorschusslorbeeren an der Säbener Straße aufschlug und alles durcheinander wirbelte. Nach nicht einmal einem Jahr wurde er wieder rausgeschmissen. Das Chaos wurde einfach zu groß. Allerdings hat Guardiola schon mal darauf verzichtet, kleine schwarze Stiere auf dem Trainingsgelände aufzustellen. Das macht Hoffnung.

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