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Tischtennis-EM 2013: Deutschland holt doppeltes Gold


Historischer Erfolg
Tischtennis-Teams holen doppeltes Gold

Von dpa
Aktualisiert am 08.10.2013Lesedauer: 2 Min.
Die deutschen Tischtennis-Herren feiern den EM-Sieg in Österreich.Vergrößern des BildesDie deutschen Tischtennis-Herren feiern den EM-Sieg in Österreich. (Quelle: dpa-bilder)
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Deutschlands Tischtennis-Teams haben durch ihr erstes Gold-Double in der 55-jährigen EM-Geschichte chinesische Verhältnisse auf dem Kontinent geschaffen. Die Herren um den Olympia-Dritten Dimitrij Ovtcharov feierten im Finale der Titelkämpfe im österreichischen Schwechat trotz der Absage von Rekordchampion Timo Boll durch ein 3:1 gegen Griechenland ihren sechsten Mannschafts-Triumph in Folge.

Ovtcharov: "Ohne Wenn und Aber das beste Team"

"Wir hatten vorher nicht ausschließen wollen, dass ein solch überragendes Ergebnis möglich sein könnte. Besonders beeindruckend an diesem für das deutsche Tischtennis einmaligen Ergebnis ist die Souveränität und Ausgeglichenheit unserer Mannschaften, die beide Gold hundertprozentig verdient haben", kommentierte DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig die an Chinas Weltmeister-Teams erinnernde Dominanz der Mannschaften der Bundestrainer Jörg Roßkopf (Herren) und Jie Schöpp (Damen).

Die Herren verloren auf dem Weg zum Titel trotz Bolls Absage sogar nur ein Match - durch Patrick Baum im Finale. "Der Titel ist für uns eine sehr schöne Bestätigung, dass wir viele sehr gute Spieler haben und nicht nur Timo und mich. Wir haben unterstrichen, dass wir ohne Wenn und Aber das beste Team in Europa sind", sagte Ovtcharov, der mit der 1:0-Führung die Grundlage für den Doppelsieg legte.

Im Finale wurde Ovtcharov mit zwei Siegen zum Matchwinner, Patrick Franziska holte den wichtigen Punkt zum 2:1. "Ich freue mich für die Mannschaft. Sie hat sich den Titel verdient. Wie sie Timos Ausfall verkraftet hat und ihr Potenzial abgerufen hat, verdient hohe Anerkennung", sagte Coach Roßkopf.

Mannschaftsgeist bringt den Damen den Sieg

Kurz zuvor hatte das deutsche Damen-Team mit Tischtennis "made in China" nach 15 Jahren den EM-Thron zurückerobert. Im Finale besiegte die mit insgesamt drei gebürtigen Chinesinnen gespickte Mannschaft den dreimaligen EM-Champion Rumänien 3:1 und feierte damit insgesamt etwas überraschend ihren insgesamt fünften Triumph. Entsprechend groß war der Jubel im Damen-Team nach dem entscheidenden Matchball durch Han Ying. "Zwischendurch dachte ich: Wenn Rumänien so gut ist, müssen wir es einfach akzeptieren. Es ist ein Traum. Es gibt nichts Schöneres für einen Trainer. Man erlebt die Spielerinnen jeden Tag, wie hart sie arbeiten. Dass sie dann ihren Traum verwirklichen ist wunderbar", sagte Schöpp, die 1998 in Eindhoven noch als Spielerin mit Nicole Struse und Olga Nemes am bis dato letzten EM-Titel beteiligt gewesen war.

Schöpp stellte den Teamgeist ihrer Spielerinnen als einen der Hauptgründe für den Triumph vor den Toren Wiens heraus: "Wir haben einen großem Zusammenhalt, feuern uns ständig an und bauen uns in schwierigen Situationen wieder auf", sagte die frühere Europe-Top-12-Siegerin. Han Ying, die bereits den ersten Punkt geholt hatte, sprang nach dem letzten Ballwechsel in die Luft. "Ich zittere immer noch am ganzen Körper", sagte die deutsche Matchwinnerin.

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