Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Gianina Ernst: Das deutsche Olympia-Küken

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Mit 15 Jahren in Sotschi dabei  

Das deutsche Olympia-Küken

08.02.2014, 13:19 Uhr | t-online.de, dpa

Gianina Ernst: Das deutsche Olympia-Küken. Gianina Ernst freut sich auf die Olympischen Winterspiele. (Quelle: imago)

Gianina Ernst freut sich auf die Olympischen Winterspiele. (Quelle: imago)

Sie ist die Jüngste im deutschen Olympia-Team und schielt schon auf das Podest: Gianina Ernst. An Silvester wurde sie erst 15 Jahre alt, doch der Schanzen-Floh kennt weder Nervosität noch Scheu vor den großen Namen. Dabei muss ihr der bevorstehende Auftritt bei der olympischen Premiere der Skispringerinnen wie ein Märchen vorkommen. "Es ist ein Traum, in Sotschi dabei zu sein", sagte Ernst.

Die 1,56 Meter große Teenagerin sorgte gleich bei ihrem Weltcup-Debüt in diesem Winter für einen Paukenschlag. Rang zwei beim Auftakt in Lillehammer bedeutete das Ticket zu den Winterspielen und stellte ihr Leben auf den Kopf. "In der Schule haben mir die Lehrer und viele Leute, die ich gar nicht kenne, gratuliert. Es war ein cooler Tag", berichtete Ernst.

Plötzlich steht die Schülerin im Rampenlicht - und findet sich in dieser Rolle ganz gut zurecht. "Es macht mir Spaß, Interviews zu geben", erzählte sie unlängst. Dabei wirkt sie genauso souverän wie auf der Schanze. "Ich habe meine Nervosität ganz gut im Griff. Kurz vor dem Sprung versuche ich, an nichts zu denken. Denn wenn der Kopf frei ist, springe ich am besten", verriet sie.

"Sie ist ein pfiffiges Mädchen"

Bundestrainer Andreas Bauer ist begeistert von Ernst. "Sie ist ein pfiffiges Mädchen, dass sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt", sagte Bauer und beschrieb ihre Vorzüge so: "Sie hat für ihr Alter schon eine sehr gute Absprungdynamik. Und eine gute V-Symmetrie, das heißt, sie hat aerodynamisch eine gute Flugqualität. Und sie kann im hohen Weitenbereich den Telemark setzen. Sie bringt also sehr viel mit."

Kein Wunder, wurde Ernst der Leistungssport doch praktisch in die Wiege gelegt. Vater Joachim ging einst bei der Vierschanzentournee vom Bakken und war 1982 deutscher Skisprung-Meister. Mutter Cornelia Thomas gehörte in den 1980er Jahren zu den besten Schweizer Langläuferinnen. Bei der WM 1982 in Oslo kreuzten sich die Wege der Eltern, die eine Großfamilie gründeten.

Punktlandung beim Mindestalter

Gianina, die in ihrer Freizeit gern schwimmt und liest oder mit Mama Cornelia durch die Loipe stapft, ist das jüngste von sechs Kindern. Behauptungswillen bringt sie da fast zwangsläufig mit. Den beweist sie nun auch im Sport.

Ein gutes Timing bewies sie bisher nicht nur auf der Schanze, sondern auch bei ihrer Geburt. Hätte sie das Licht der Welt nach der Silvesternacht 1998 erblickt, wäre die Tür nach Sotschi verschlossen geblieben. Denn das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat ein Mindestalter vorgegeben - und das trifft Ernst auf den Tag genau. Vielleicht gelingt ihr ja auch in Sotschi eine Punktlandung.


Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
UMFRAGE
Sind die neuen Wettbewerbe (wie Skispringen der Frauen) eine Bereicherung für Olympia?
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal