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Olympia 2014: Die Olympische Fackel legt eine Rekordreise zurück

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Feuer für 4,5 Millionen Euro  

Olympische Fackel legt eine Rekordreise zurück

06.02.2014, 19:12 Uhr | t-online.de, dpa

Olympia 2014: Die Olympische Fackel legt eine Rekordreise zurück. Kein Weg zu weit: Die Olympische Fackel zu Gast auf dem Elbrus, der mit 5642 Metern der höchste Berg des Kaukasus und Russlands ist. (Quelle: dpa)

Kein Weg zu weit: Die Olympische Fackel zu Gast auf dem Elbrus, der mit 5642 Metern der höchste Berg des Kaukasus und Russlands ist. (Quelle: dpa)

Länger, weiter, höher, teurer: Bereits vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele hat Russland mit einem Fackellauf der Superlative für einige Rekorde gesorgt. In den vergangenen 123 Tagen war das Feuer im All, am Nordpol und auf Bergen, es durchquerte neun Zeitzonen, von der Ostsee bis zum Pazifik. "Wahrhaft einzigartig" sei die Reise der Fackel durch den größten Flächenstaat der Erde, sagte Kremlchef Wladimir Putin. Die Stafette zeige der Welt, "was Russland zu bieten hat". Und das ist vor allem Geld - die 22. Winterspiele in Sotschi werden mit Kosten von rund 37 Milliarden Euro teurer als alle bisherigen Winterspiele zusammen.

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Für den Lauf wurden insgesamt 15.000 Fackeln hergestellt - zu einem Stückpreis rund 300 Euro. Rund 14.000 Läufer trugen die 1,5 Kilogramm schwere Fackel aus Aluminium, die eine Feder des Feuervogels aus russischen Märchen symbolisiert. Nach insgesamt 65.000 Kilometern kommt das Feuer am Freitag endlich im Fischt-Stadion von Sotschi zur Eröffnungsfeier an.

Damit stellen die Russen die Rekorde der Kanadier in den Schatten, die erst vor vier Jahren mit einer 45.000 Kilometer langen Inlandsreise und 12.000 Fackelträgern neue Bestmarken aufgestellt hatten.

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Privatfeuerzeug zündet Fackel wieder an

Begonnen hatte der Lauf am 7. Oktober mit einem Flop - ausgerechnet am 61. Geburtstag von Putin, als dessen Prestigeprojekt die Wettkämpfe an der Schwarzmeerküste gelten. Nach einer Olympia-Gala mit Putin auf dem Roten Platz in Moskau lief Weltklasse-Schwimmer Schawarsch Karapetjan mit der brennenden Fackel los, aber der gebürtige Armenier kam nicht weit. Noch auf dem benachbarten Kreml-Areal erlosch das Original-Feuer aus der griechischen Stadt Olympia.

Mit seinem Privatfeuerzeug zündete ein Sicherheitsbeamter die Fackel kurzerhand wieder an. "Da war sonst keiner", sagte Karapetjan später. "Für solche Fälle haben wir eigentlich Reservefackeln", sagte Sotschi-Organisationschef Dmitri Tschernyschenko. Die Transportfahrzeuge hätten aber nicht im Kreml parken dürfen. Gleich am nächsten Morgen, noch in Moskau, ging das Feuer erneut aus.

Erstmals bis ins Weltall

Scheinbar nichts ließ Russland aus: Die rund einen Meter hohe Olympia-Fackel aus Silbermetallic und Rot reiste in der Transsibirischen Eisenbahn, wurde von einem Kamel transportiert, und auch die 75-jährige Galina Konewa, Mitglied der Oma-Band Buranowskije Babuschki vom Eurovision Song Contest 2012, durfte sie halten.

Sogar bis zu den Sternen ließ Russland das Olympia-Symbol fliegen. Mit einer Sojus-Rakete, die die Raumfahrtbehörde Roskosmos eigens mit dem Sotschi-Logo beklebte, hob die Fackel im November vom Weltraumbahnhof Baikonur ab. Wenige Tage später stiegen erstmals in der Geschichte zwei Kosmonauten mit ihr ins All aus. Dass die Fackel nicht brannte, war diesmal beabsichtigt - es wäre gefährlich und technisch aufwendig gewesen. Etwa 400 Kilometer über Sotschi machten Fjodor Jurtschichin und Michail Tjurin ein Foto für die Ewigkeit.

"Inszenierung passt zu Russland"

"Es wirkt fast so, als würde Raumfahrt jetzt olympische Disziplin", schwärmte der für die Winterspiele verantwortliche Vizeregierungschef Dmitri Kosak. Kritiker beklagten aber die Kosten. "Die Inszenierung passt zu Russland, das von seinen Mythen lebt und sich gerne modern gibt", kommentierte die Zeitung "Kommersant".

Kosten scheute der Kreml auch nicht, als die Fackel auf dem Atomeisbrecher "50 Jahre Sieg" zum Nordpol und von Tauchern in die Tiefen des Baikalsees in Sibirien gebracht wurde. Olympia-Gegner vermissen die "Seele" bei dem Spektakel. Befürworter wie Wladimir Geskin von der russischen Zeitung "Sport Express" sehen es hingegen gelassen. "Das ist Werbung für den Sport. Und für den Sport ist jede Werbung gut", sagte Geskin, der selbst einer der Fackelträger war.

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