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Olympia 2014: Russlands TV-Zuschauer sehen Panne nicht

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Olympia-Eröffnungsfeier  

Russlands TV-Zuschauer sehen Panne nicht

07.02.2014, 23:45 Uhr | sid, dpa

Olympia 2014: Russlands TV-Zuschauer sehen Panne nicht. Kurz nach Beginn der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi ist es zu einer kleinen Panne gekommen: Eine Flocke öffnete sich nicht. (Quelle: dpa)

Kurz nach Beginn der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi ist es zu einer kleinen Panne gekommen: Eine Flocke öffnete sich nicht. (Quelle: dpa)

Die ganze Welt sah die Panne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Sotschi - nur die TV-Zuschauer in Russland nicht. Im Fischt-Stadion war eine stilisierte Schneeflocke geschlossen geblieben. Sie hatte sich nicht zum fünften olympischen Ring geöffnet.

Das Staatsfernsehen räumte umgehend eine Manipulation der Live-Übertragung ein. Fernsehchef Konstantin Ernst erklärte, dass für die heimischen Zuschauer ein Probenbild montiert worden sei, als der Ring sich nicht öffnete. Ziel sei es gewesen, den Menschen eine perfekte Show zu zeigen. Zuschauer im Ausland sahen die Panne allerdings - und eben nur vier geöffnete Ringe.

"Es hatte keinen Einfluss auf den Rest der Show", betonte Ernst. Zugleich bedauerte er die Panne. "Es war eigentlich die einfachste Sache", meinte er. Bei einer Pressekonferenz sekundierten andere Regisseure, dass es gerade dann spannend sei bei einer Show, wenn etwas einmal nicht klappe. Es handele sich um moderne Technik, die versagen könne.

Funke springt nicht über

Die Show selbst konnte nur selten Emotionen wecken, der Funke sprang kaum über. Dabei hatte sich Russland unter dem Motto "Dreams of Russia" den 40.000 Zuschauern im Fischt-Stadion und einem geschätzten Milliardenpublikum weltweit vor den TV-Geräten als herzlicher Gastgeber präsentieren wollen.

Auch der vom Stadiondach rieselnde echte Schnee sorgte eher für unterkühlte Atmosphäre auf den Rängen. Dennoch versprach Dmitri Tschernyschenko, der Vorsitzende des Organisationskomitees: "Unsere Spiele werden heiß mit der Wärme in unseren Herzen."

Rodnina und Tretjak entzünden das Olympische Feuer

Um 22.26 Uhr Ortszeit gab Staatspräsident Wladimir Putin mit der Formel "Ich erkläre die XXII. Olympischen Winterspiele von Sotschi für eröffnet" das Startsignal. Das olympische Feuer wurde von den russischen Sport-Idolen Irina Rodnina (Eiskunstlauf) und Wladislaw Tretjak (Eishockey) entzündet.

An dem 16-tägigen Spektakel auf Eis und Schnee in der Küstenstadt und der rund 50 Kilometer entfernten Bergregion um Krasnaja Poljana im Kaukasus nehmen rund 2900 Sportler teil, die von 87 teilnehmenden NOK's entsandt wurden.

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Bach appelliert an die Athleten

"Heute Abend schreiben wir ein neues Kapitel in der olympischen Geschichte. Dies sind die ersten Olympischen Spiele im neuen Russland", betonte Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees. Den Sportlern rief er zu: "Respektiert die Regeln, kämpft fair, seid sauber und habt Respekt vor euren Gegnern." Die Winterspiele seien dazu da, "die Grenzen schmelzen zu lassen", hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon schon vor der Zeremonie erklärt.

Mit der Eröffnungsfeier erlebten die mit 37,5 Milliarden Euro teuersten und von massiven Sicherheitsmaßnahmen begleiteten Spiele in der frühlingshaft anmutenden Stadt einen friedlichen Auftakt. Insgesamt sind zur Gewährleistung der Sicherheit bei Olympia zu Lande, zu Wasser und in der Luft mehr als 40.000 Kräfte im Einsatz.

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Höfl-Riesch führt das deutsche Team an

Nach der zweieinhalbstündigen Show in dem nur für Eröffnungs- und Schlussfeier genutzten Stadion gehören die olympischen Arenen bis zum 23. Februar den Athleten, die in 98 Wettbewerben um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Als erste Sportler wetteifern am Samstag die Snowboarder im Slopestyle-Wettbewerb der Herren um Edelmetall. Die deutschen Hoffnungen tragen am ersten Wettkampftag vor allem die Biathleten beim Sprintrennen über 10 Kilometer.

Als 21. Mannschaft zog das von Ski-Doppelolympiasiegerin Maria Höfl-Riesch als Fahnenträgerin angeführte deutsche Team ein, das in Sotschi seine Position unter den Top 3 der Wintersport-Nationen behaupten will. Die rund 100 farbenfroh im 70er Jahre-Look gekleideten Sportler und Funktionäre wurden wie viele Mannschaften eher verhalten begrüßt. Dagegen heimsten die von Bobpilot Alexander Subkow ins Stadion geleiteten russischen Sportler beim Einmarsch der Nationen frenetischen Beifall ein.

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Danach boten rund 9000 Darsteller eine Zeitreise durch die russische Geschichte, die allerdings nicht frei von Längen war. Die vom künstlerischen Leiter Alexander Ernst mit großem Aufwand inszenierte Show wurde von klassischer Musik und Balletteinlagen begleitet und spannte den Bogen von der Epoche unter Zar Peter dem Großen über die Novemberrevolution 1917 bis in die Moderne.

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