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Tödlicher Unfall  

Adrian Newey räumt Fehler an Sennas Auto ein

28.04.2014, 17:14 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Adrian Newey räumt Fehler an Ayrton Sennas Auto ein. Die Seitenkästen an Sennas Williams waren eine Fehlkonstruktion. (Quelle: imago/Passage)

Die Seitenkästen an Sennas Williams waren eine Fehlkonstruktion. (Quelle: imago/Passage)

Der tödliche Unfall des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Ayrton Senna vor 20 Jahren beim Großen Preis von San Marino hängt möglicherweise auch mit einem Konstruktionsfehler zusammen. Adrian Newey, damals der Chefdesigner beim Williams-Team, räumte in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "auto motor und sport" ein: "Ich hatte mich bei der Aerodynamik des Autos verrechnet."

Senna war am 1. Mai 1994 in der siebten Runde in der Tamburello-Kurve von der Strecke abgekommen und mit hoher Geschwindigkeit in eine Betonmauer gerast. Etwa vier Stunden später starb er in einer Klinik in Bologna. Die Ursache für den Unfall wurde nie völlig geklärt.

Gericht sieht Bruch der Lenkstange als Grund für den Unfall

Die italienische Justiz ermittelte gegen Newey wegen fahrlässiger Tötung. In mehreren Gerichtsverfahren wurde der Brite aber von diesem Vorwurf freigesprochen. Als Grund für den Unfall wird immer wieder eine Fehlkonstruktion von Newey bei der Lenksäule des Williams genannt.

Das Gericht nannte auch den Bruch der Lenkstange als Ursache. Der Designer könne nicht für nachträgliche Änderungen verantwortlich gemacht werden. Die Lenkstange wurde vor dem Rennwochenende in Imola auf den Wunsch Sennas verlängert. Der hatte über eine unkomfortable Sitzposition geklagt. Es wurde ein dünneres Rohr verschweißt. Nach dem Unfall war die Stange an der Nahtstelle gebrochen. Ein Strebe der Radaufhängung, die sich durch Sennas Kopf gebohrt hatte, tötete ihn.

"Was genau passierte, weiß ich nicht"

Nach einer anderen Theorie verlor der Williams den Anpressdruck in Folge einer Bodenwelle, weil die Reifen nicht genug Temperatur hatten. Die Lenkstange sei demnach erst beim Aufprall gebrochen. Sennas damaliger Teamkollege Damon Hill sagte, Senna habe dieses Risiko möglicherweise bewusst ignoriert.

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Newey hat die möglichen Ursachen immer und immer wieder durchgespielt. "Was genau passierte, weiß ich nicht, obwohl es vor Gericht immer wieder durchgekaut wurde", sagte Newey. Im Berufungsverfahren ist der Crash auf die hohe Geschwindigkeit, den Verschleiß der Reifen sowie die unebene Strecke zurückgeführt worden.

"Seitenkästen waren zu lang"

Newey sagte nun, es habe mit dem FW16 ein Problem gegeben. "Das Fenster an Bodenfreiheiten, in dem das Auto funktionierte, war zu klein. Das wurde uns bei einem Test in Nogaro klar, den Damon Hill vor Imola durchführte." Die Strecke habe wie das "Autodromo Enzo e Dino Ferrari" in Imola sehr viele Bodenwellen gehabt.

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"Mir wurde sofort klar, was das Problem unseres Autos war. Die Seitenkästen waren zu lang", berichtete der britische Star-Designer, der seit ein paar Jahren bei Sebastian Vettels Weltmeisterteam Red Bull arbeitet. "Dadurch riss beim Eintauchen des Autos vorne der Luftstrom im Diffusor ab, weil das vordere Ende der Seitenkästen der Strecke zu nah kam." Nach dem aktuellen Wissensstand höre sich das lächerlich an, aber "wir hatten damals noch nicht die Werkzeuge, um das Problem vorher im Windkanal zu erkennen", erklärte er. Williams habe es aus Zeitgründen nicht mehr geschafft, die Seitenkästen vor dem Grand Prix von San Marino zu verkürzen.

Newey wurde freigesprochen

"Unser Auto lag in Imola nicht sehr gut. Wir hatten Mühe, eine einigermaßen akzeptable Bodenfreiheit zu definieren", sagte Newey. "Ayrton klagte über Untersteuern und Übersteuern - die üblichen Symptome bei einem solchen Problem." Am Tag vor dem Unfall habe er Senna gesagt, "dass wir die Lösung für unsere Probleme wüssten, und dass er bald ein besseres Auto haben würde."


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