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Niki Lauda: "Sebastian Vettel soll nicht rumbrüllen wie ein kleines Kind"

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Funkgejammer regt Lauda auf  

"Vettel soll nicht rumbrüllen wie ein kleines Kind"

07.07.2014, 09:55 Uhr | t-online.de

Niki Lauda: "Sebastian Vettel soll nicht rumbrüllen wie ein kleines Kind". Niki Lauda nimmt sich nach dem Rennen in Silverstone Weltmeister Sebastian Vettel zur Brust. (Quelle: imago/HochZwei)

Niki Lauda nimmt sich nach dem Rennen in Silverstone Weltmeister Sebastian Vettel zur Brust. (Quelle: HochZwei/imago)

Das irre Duell um Platz fünf zwischen Sebastian Vettel und Fernando Alonso beim Rennen in Silverstone war eine spektakuläre Show für die Zuschauer. Der verbale Schlagabtausch, den sich die beiden Champions dabei via Boxenfunk lieferten, war aber nicht gerade weltmeisterlich. Entsprechend harsch fiel auch die Kritik von Niki Lauda aus, der sich vor allem den Red-Bull-Piloten zur Brust nahm.

"Ich verstehe den Vettel und seine Schimpferei nicht. Dass er wie ein kleines, erschrockenes Kind herumbrüllt, soll er sein lassen. Das sind zwei Top-Fahrer und das ist Top-Racing, das wollen die Zuschauer doch sehen", zitiert die "Bild"-Zeitung den Österreicher.

"Der drängt mich von der Strecke"

In der Tat benahmen sich Vettel und Alonso bei ihrem Boxengejammer nicht gerade wie gestandene Rennfahrer, was ein Auszug aus dem Boxenfunk belegt. "Der drängt mich von der Strecke", schrie Vettel. Alonso konterte: "Der macht ständig DRS auf, wo er nicht darf." Der Spanier erhielt zur Belustigung aller auch noch Unterstützung von seinem Team Ferrari. "Vettel fährt ständig über die Streckenbegrenzungslinien", war von dort zu hören.

>>>Formel-1-Gezwitscher zum Silverstone-Grand-Prix<<<

Lauda ging in seiner Kritik noch weiter. "Ich kämpfe gerade bei Berni Ecclestone darum, dass die Fahrer wieder mit mehr Freiheiten fahren können und nicht für jedes Linienfahren bestraft werden", erklärte er. "Man nimmt mit diesen vielen Vorschriften den Fahrern die Mündigkeit. Ich kämpfe wieder für mehr Racing."

Alonso: "Ich hoffe, es hat Spaß gemacht"

Nach dem Rennen, das Vettel schließlich mit einem gewagten Überholmanöver als Fünfter beendete, wollten sich die Gemüter zunächst nicht beruhigen. "Die Streckenbegrenzungen sind für alle da", raunzte Alonso. Und Vettel erklärte: "Er hat zweimal versucht, mich von der Strecke zu schieben. Wenn ich nicht zurückgezogen hätte, wären wir beide abgeflogen."

Erst später, als der Adrenalin-Pegel gesunken war, hatten sich alle wieder lieb. Das tolle Duell, das sich Vettel und Alonso zwischen der 35 und 48 Runde geliefert hatten, stand wieder im Vordergrund. So sah es dann auch Alonso: "Ich hoffe, den Leuten hat es Spaß gemacht."

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