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Formel 1: Berühmte Parabolica-Kurve in Monza wird entschärft

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Asphalt statt Kies  

Berühmte Parabolica in Monza wird entschärft

08.08.2014, 09:34 Uhr | t-online.de

Formel 1: Berühmte Parabolica-Kurve in Monza wird entschärft. Das war einmal: Aus dem Kiesbett an der Parabolica ist eine Asphaltdecke geworden. (Quelle: xpb)

Das war einmal: Aus dem Kiesbett an der Parabolica ist eine Asphaltdecke geworden. (Quelle: xpb)

Die Parabolica in Monza: Sie ist eine der berühmtesten und anspruchsvollsten Highspeed-Kurven in der Formel 1. Sie gilt seit jeher als Mutprobe, verzeiht beim Anbremsen und Herausbeschleunigen keine Fehler.

Doch diese Herausforderung fällt künftig für die Fahrer weg. Denn die Parabolica wird entschärft. Die Auslaufzone bekommt zum Rennen am ersten September-Wochenende eine Asphaltdecke und ist dann kein Kiesbett mehr.

Damit verliert die Parabolica, die letzte Kurve vor Start-Ziel, auch ihren rennentscheidenden Einfluss. In der Vergangenheit strauchelten hier schon einige Piloten, wenn sie die Kurve zu forsch angingen. Bedeutete bislang ein Abflug ins Kiesbett meist das Aus, können die Fahrer nun einfach weiterfahren.

"Die Parabolica wird nie wieder wie früher sein"

Auslaufzone statt Kiesbett - in den sozialen Netzwerken beschweren sich Fans und auch ehemalige Fahrer über die Entschärfung. "Die Parabolica wurde nun also asphaltiert. Wieder eine Kurve, die ihre Herausforderung verliert“, twitterte der ehemalige Formel-1-Pilot Karun Chandhok. Und der frühere Virgin-Pilot Jerome D’Ambrosio meinte: "Die Parabolica wird nie wieder wie früher sein."


Berüchtigt ist die Parabolica nicht nur wegen ihrer Ansprüche an die Fahrer. Hier ereigneten sich auch die tödlichen Unfälle von Wolfgang Graf Berghe von Trips 1961 und Jochen Rindt 1970.

Umbauarbeiten Teil der Modernisierung?

Warum jetzt asphaltiert wird, ist nicht bekannt. Gut möglich, dass die Umbauarbeiten eine erste Maßnahme gegen das drohende Aus der in die Jahre gekommenen Traditionsstrecke sind. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte angekündigt, den Vertrag über das Jahr 2016 nicht verlängern zu wollen. Die Veranstalter kämpfen um den Verbleib im Rennkalender und wollen die Strecke umfassend modernisieren.

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