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F1 in Ungarn: Vettel siegt, Horror-Rennen für Mercedes

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Spektakel in Ungarn  

Vettel siegt für Bianchi, Horror-Rennen für Mercedes

26.07.2015, 16:10 Uhr | t-online.de, pr

F1 in Ungarn: Vettel siegt, Horror-Rennen für Mercedes. Sebastian Vettel widmet den Sieg Jules Bianchi. (Quelle: dpa)

Sebastian Vettel widmet den Sieg Jules Bianchi. (Quelle: dpa)

Das letzte Rennen vor der Sommerpause war ein furioses. Nachdem Lewis Hamilton das Wochenende beim Großen Preis von Ungarn souverän dominiert hatte, lief im Grand Prix für den Weltmeister überhaupt nichts zusammen. Sebastian Vettel gewann sein zweites Rennen für Ferrari. Hamilton wurde nach einer Kollision und Bestrafung nur Sechster. Sein Teamkollege Nico Rosberg war lange als Zweiter unterwegs, kollidierte dann aber mit Daniel Ricciardo und fiel auf Rang acht zurück. Somit schaffte es kein Mercedes auf das Podium. Zweiter wurde Daniil Kvyat im Red Bull, Teamkollege Ricciardo kam als Dritter ins Ziel.

"Es ist ein unglaublicher Tag für mich, aber dieser Sieg gehört Jules", widmete Vettel den Triumph dem verstorbenen Jules Bianchi. "Danke Jules. Wir wussten, früher oder später würde er für dieses Team fahren", hatte er nach der Zieldurchfahrt gesagt. Fernando Alonso feierte im McLaren-Honda als Fünfter ein Erfolgserlebnis. In den knapp zwei Stunden zuvor sahen die Zuschauer das spektakulärste Rennen des Jahres.

Doppelte Aufwärmrunde dank Massa

Bevor es sportlich zur Sache ging, stand die Ehrung Bianchis auf dem Programm. Die Familie des Franzosen war anwesend und alle Fahrer stellten sich im Kreis auf und gedachten ihres Kollegen. Während der Schweigeminute flossen nicht nur bei Bianchis Familie Tränen.

Dann mussten die Fahrer umschalten und sich auf ihren Job konzentrieren. Kurios war, dass es eine zusätzliche Aufwärmrunde gab, weil Felipe Massa nicht richtig in seiner Position gestanden hatte. Der Williams-Pilot kassierte dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe.

Ferrari düpiert Mercedes

Als die Ampeln endlich auf Grün sprangen überschlugen sich die Ereignisse. Beide Ferraris kamen deutlich besser aus ihren Startpositionen als die Silberpfeile. Vettel zog vorbei und übernahm die Spitzenposition. Teamkollege Kimi Räikkönen machte es dem Deutschen nach und fuhr auf Rang zwei. In der Ferrari-Garage sprangen die Mechaniker laut jubelnd von ihren Sitzen.

Doch damit nicht genug. Wenig später verbremste sich Hamilton, raste durch das Kiesbett und fiel auf Rang zehn zurück. Neben den Silberpfeilen startete auch Daniel Ricciardo schlecht. Er fiel von Platz vier auf sieben zurück.

Vettel fährt schneller als Rosberg

Vettel konnte sich rasch absetzen und fuhr schnellere Rundenzeiten als Rosberg. "Du musst die Lücke zu Räikkönnen schließen", forderte der Kommadostand Rosberg auf. "Ich versuche es ja", lautete dessen leicht verzweifelte Antwort. Währenddessen kämpfte sich Hamilton durch das Feld wieder in die Spitzengruppe.

Ricciardo hält Hamilton auf

Nach dem ersten Stopp des Weltmeisters, der nicht perfekt ablief, kam er neben Valtteri Bottas auf die Strecke und drückte sich an ihm vorbei. Dann fuhr Hamilton die schnellsten Runden im Feld. Doch Vettel konnte mithalten und konterte mit noch einer schnelleren. Hamilton lief kurz darauf auf Ricciardo auf, der ihn einige Runden aufhielt, bis sich der Red-Bull-Pilot schließlich geschlagen geben musste.

Räikkönens Ferrari erlahmt, Hülkenberg crasht

Ferrari führte nun wieder vor Mercedes das Rennen an. Die Silbernen mussten sich etwas einfallen lassen, wie sie die Roten noch einfangen wollten. Knapp 30 Runden vor Rennende meldete Räikkönen auf einmal Probleme "Ich verliere Leistung", sagte der Iceman. Zunächst war davon nichts zu sehen, aber dann zog ein McLaren an ihm vorbei und Räikkönen war der Langsamste im Feld. Das Energierückgewinnungs-System funktionierte nicht mehr. Später wurde Räikkönen noch einmal in die Box geholt und der Ferrari neu gestartet. Doch es half nichts.

Im selben Moment schlug Nico Hülkenberg in die Reifenstapel ein. Der Frontflügel des Force India war auf gerader Strecke zerbröselt. Das Safety Car kam auf die Strecke. Damit die Start- und Zielgerade aufgeräumt werden konnte, fuhr das gesamte Feld hinter dem Safety Car durch die Boxengasse.

Kollision zwischen Ricciardo und Hamilton

Die Topautos nutzten diese Phase zum Reifenwechsel. Mercedes witterte nun seine Chance beim Restart. "Wir können das Rennen gewinnen. Räikkönen hat ein Leistungssproblem, Vettel bekommt die Reifen nicht auf Temperatur", funkte der Kommandostand. Doch es sollte anders kommen.

Als das Rennen wieder freigegeben wurde, hatte Rosberg leichtes Spiel, Räikkönen zu überholen. Dahinter duellierten sich Hamilton und Ricciardo und kollidierten dabei. Hamilton musste sich daraufhin einen neuen Frontflügel holen und kassierte noch eine Durchfahrtsstrafe. Der Brite fiel auf Platz zwölf zurück. Kurz darauf entschuldigte sich Hamilton bei seinem Team.

Auch Rosberg kollidiert mit Ricciardo

Ricciardo konnte trotz beschädigtem Red Bull weiterfahren und sogar Druck auf Rosberg aufbauen. Der Mercedes-Pilot kam nicht nah genug an Vettel heran, um diesen zu attackieren.

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Damit aber nicht genug. Ricciardo startete in der 64. Runde einen Überraschungsangriff auf Rosberg. Dabei kollidierten sie, Rosbergs Hinterreifen wurde aufgeschlitzt. Er schleppte sich in die Box zurück, aber fiel dadurch hinter Hamilton zurück.

Vettel rückt Rosberg näher

Im Ziel war Vettel nach einem fehlerlosen Rennen der lachende Sieger. Die Red Bulls von Kvayt und Ricciardo fuhren erstmals 2015 auf das Podium.

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In der WM-Wertung führt Hamilton mit 202 Punkten vor Rosberg (181). Vettel ist seinem Landsmann näher auf die Pelle gerückt (160). Abgeschlagener Vierter ist Bottas mit 77 Zählern.

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