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Formel-1-Saison 2015 im Rückblick: Mehr Verlierer als Gewinner

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Kriselnde Formel 1  

Saison-Rückblick: Mehr Verlierer als Gewinner

30.11.2015, 13:52 Uhr | dpa, t-online.de

Formel-1-Saison 2015 im Rückblick: Mehr Verlierer als Gewinner. Mit Sicherheit ein Saison-Höhepunkt: Sebastian Vettel jubelt über seinen Sieg beim Rennen in Malaysia. (Quelle: dpa)

Mit Sicherheit ein Saison-Höhepunkt: Sebastian Vettel jubelt über seinen Sieg beim Rennen in Malaysia. (Quelle: dpa)

Als Sieger Nico Rosberg beim Saisonfinale in Abu Dhabi über den Zielstrich raste, brannte ein spektakuläres Feuerwerk ab. Doch war die Formel-1-Saison 2015 wirklich ein Kracher?

Aus Sicht von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel mit Sicherheit. Der Heppenheimer übertraf in seinem ersten Jahr bei der Scuderia alle Erwartungen. Nico Rosberg hingegen konnte dem Druck von Mercedes-Rivale Lewis Hamilton erneut nicht standhalten und musste sich - trotz starkem Schlusspurt mit drei Siegen in Folge - mit dem zweiten Platz begnügen.

t-online.de lässt die Saison Revue passieren. Eines schonmal vorweg: Es gab mehr Verlierer als Gewinner.

GEWINNER

Lewis Hamilton:  Für Bernie Ecclestone ist der Brite schlicht "der beste Weltmeister, den wir jemals hatten". Der Chef-Promotor weiß, dass die kriselnde Formel 1 den glamourösen Jetsetter mehr denn je braucht. Zumindest bis zu seinem vorzeitigen Titelgewinn in Austin Ende Oktober war Hamilton der dominierende Fahrer des Jahres, ließ auch Teamrivale Nico Rosberg nicht den Hauch einer Chance. Auch abseits der Strecke gehörten Hamilton die meisten Schlagzeilen - so mag es Vermarkter Ecclestone.

Sebastian Vettel: Der 28-Jährige hat Ferrari das Lachen zurückgebracht. Schon im zweiten Rennen mit der "Roten Göttin" feierte er seinen ersten Sieg, die Saison hindurch blieb er Stammgast bei der Champagner-Zeremonie. Angetrieben vom Gute-Laune-Piloten rückte die Scuderia an die Silberpfeile immer näher ran. 2016 will Vettel zum Überholen ansetzen.

Max Verstappen: Als der Niederländer vom Toro-Rosso-Team sein Grand-Prix-Debüt in Australien gab, hatte er noch nicht einmal einen Führerschein. Mit damals 17 Jahren war er der jüngste Pilot der Formel-1-Geschichte. Zweifler bringt der Jüngling schnell zum Schweigen. Im Verlauf der Saison begeisterte Verstappen mit tollen Überholmanövern und zeigte erstaunliche Reife.

Mexiko: Nach 23 Jahren ist das Land aus Mittelamerika zurück im Kalender der Formel 1 - und wie. Die Rückkehr war ein rauschendes Fest. Die Tribünen im Autódromo Hermanos Rodríguez waren rappelvoll, die Fahrt durch ein ehemaliges Baseball-Stadion lieferte tolle Bilder inklusive La Ola. Die Piloten schwärmten von der Atmosphäre, die an Fußball-Fiestas erinnerte.

VERLIERER

Deutschland-Rennen: Mexikanische Verhältnisse hätten die Veranstalter in Deutschland auch gerne. Doch die Schumacher-Zeiten, als die Fans noch in Massen zu den Rennen pilgerten, sind längst vorbei. Schlimmer noch: Erstmals seit 1960 drehte die Formel 1 in diesem Jahr hierzulande nicht ihre Runden. Der als Gastgeber vorgesehene Nürburgring konnte die Antrittsgage für den PS-Zirkus nicht aufbringen, der Hockenheimring wollte nicht ins finanzielle Risiko. "Es scheint so, als wären die Leute beim Motorsport in anderen Ländern heute mit mehr Leidenschaft dabei", sagte Vettel.

Nico Rosberg: Zu weich? Nicht entschlossen genug? Der gebürtige Wiesbadener hatte im WM-Kampf nicht den Hauch einer Chance gegen Lewis Hamilton. Der viel beschworene "Krieg der Sterne" entpuppte sich schnell als laues Lüftchen. Zudem hatte Rosberg auch noch viel Pech mit technischen Defekten. Erst im Saisonfinale drehte er mit drei Siegen in Folge nochmal richtig auf. Das lässt für nächstes Jahr hoffen. Rosberg fiebert auch schon dem WM-Kampf 2016 entgegen: "Von mir aus kann es morgen wieder losgehen", sagte er.

McLaren-Honda: Fernando Alonso, Jenson Button, McLaren - das klingt nach Siegen in Serie. Doch vom Ruhm der Vergangenheit blieb wenig übrig. Weil Motorenpartner Honda die komplizierte Hybridtechnik nicht in den Griff bekam, fuhren die einstigen Weltmeister Alonso und Button weit hinterher. Am Ende blieb nur Galgenhumor, als sich das Duo in Brasilien trotzdem für die Kameras aufs Podium schlich.

Red Bull: Dietrich Mateschitz hat keinen Spaß mehr an seinen Formel-1-Spielzeugen. Weil der ehemalige Weltmeister-Rennstall mächtig abgestürzt ist, drohte der Getränke-Milliardär sogar mit dem Ausstieg seiner Teams Red Bull und Toro Rosso. Im Streit wurde der Vertrag mit Motorenlieferant Renault vorzeitig gekündigt. Ein neuer Partner aber fand sich nicht. Nun geht es wohl doch miteinander weiter.

Das Racing: Auch 2015 ist die Formel 1 nicht richtig in Fahrt gekommen. Noch immer empfinden Fans die Serie als zu technisch und vom Regelwerk her zu kompliziert. Vor allem aber passieren zu wenig spektakuläre Überholmanöver auf der Strecke. Es gab ein paar Highlights in dieser Saison, ansonsten glich die selbsternannte Königsklasse des Motorsports eher einer Formel-Gähn.

Bernie Ecclestone: Der Strippenzieher hat eindeutig an Macht verloren. Der 85-Jährige findet einfach kein Mittel, um die Formel 1 - sein Lebenswerk - aus der Krise zu führen. Zuletzt hatte sich der Brite für einen Alternativmotor stark gemacht, um zumindest ein wenig Chancengleichheit zwischen kleinen und großen Teams herzustellen. Dafür bat er sogar Erzfeind Jean Todt (FIA-Präsident) um Hilfe. Mercedes, Ferrari und Co. stellten sich aber quer - das Duo erlitt eine krachende Niederlage. Ein solches Szenario wäre für Ecclestone vor Jahren noch undenkbar gewesen.

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