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Olympia 2016: Stabhochsprung-Star Jelena Issinbajewa sorgt für Ärger

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"Absolut überflüssig"  

Stabhochsprung-Star Issinbajewa sorgt für Ärger

20.08.2016, 09:22 Uhr | dpa, t-online.de

Olympia 2016: Stabhochsprung-Star Jelena Issinbajewa sorgt für Ärger. Jelena Issinbajewa als Zuschauerin bei Olympia (Quelle: imago/Bildbyran)

Jelena Issinbajewa als Zuschauerin bei Olympia (Quelle: Bildbyran/imago)

Jelena Issinbajewa war nicht im Stadion. Aber Russlands Stabhochsprung-Star sorgte trotzdem für viel Ärger. "Ich denke, die Siegerin wird fühlen, dass sie nicht das ganze Gold gewonnen hat, wenn Issinbajewa nicht am Start war", sagte die 34-Jährige wenige Stunden vor dem Finale.

Zugleich hatte sie ihren Rücktritt verkündet. Und erneut die - aus ihrer Sicht - Ungerechtigkeit des Komplett-Banns der russischen Leichtathleten angeprangert. Aus diesem Grunde durfte Issinbajewa nicht in Rio antreten.

Kritik von deutscher Seite

"Ich finde, als Sportlerin mit solchen Weltrekorden und vielen Titeln so etwas zu sagen, das sollte sie nicht tun", kritisierte die deutsche Olympia-Finalistin Lisa Ryzih, die wie Martina Strutz mit der Medaillenvergabe nichts zu tun hatte. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Usain Bolt so etwas über seine Rivalen sagen würde."

"Das ist absolut überflüssig", schimpfte Strutz über Issinbajewas Herbwürdigung des Olympiasiegs. "Außerdem hat Jelena vor vier Jahren gar kein Gold gewonnen."

In London nur Dritte

In London war Issinbajewa auf dem Bronze-Rang gelandet. 2004 und 2008 hatte sie Gold geholt. Sie hätte den Medaillenkampf nach ihrer Ansicht diesmal locker gewonnen - wenn sie dabei gewesen wäre. "Ich habe vor Rio mit meinem Coach über eine Höhe von 5,10 Metern gesprochen, die ich springen könnte", sagte Issinbajewa, die den Weltrekord mit 5,06 Metern hält.

Statt im Stadion ihren Kolleginnen zuzuschauen, wollte sie lieber die Sportler ihres Landes beim Ringen oder anderswo unterstützen. "Die Ergebnisse der russischen Athleten machen mich jeden Tag glücklich", so Issinbajewa.

"Ein wenig bestürzend"

Ekaterini Stefanidi ließ sich im Finale durch Issinbajewas Ausfälle nicht stören. Die Griechin siegte mit 4,85 Metern vor der höhengleichen Sandi Morris aus den USA und meldete sich dann zu Wort. "Ich fühle nicht, dass das Gold nicht komplett ist. Es ist ein wenig bestürzend, was sie gesagt hat, weil wir nichts mit der Entscheidung zu tun haben."

Die im russischen Omsk geborene Ryzih kann nicht verstehen, warum Russland es leugnet, dass in dem Land systematisch gedopt wurde: "Dass die Russen nicht zu Olympia zugelassen wurden, beruht auf Fakten. Und ich weiß nicht, warum Jelena dies nicht einsehen will und ihre Augen öffnet."

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