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Jan Ullrich ist für Udo Bölts schon fast ein "Märtyrer"

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Bölts nennt Ullrich einen "Märtyrer"

13.02.2012, 15:45 Uhr | dapd

Jan Ullrich ist für Udo Bölts schon fast ein "Märtyrer". Udo Bölts macht Dampf für Jan Ullrich bei der Tour 1997.

Udo Bölts macht Dampf für Jan Ullrich bei der Tour 1997.

Udo Bölts hat Jan Ullrich für sein dürftiges Geständnis nach der Doping-Verurteilung durch den Internationalen Sportgerichtshof verteidigt. "Alles, was er sagen würde, würde weder den Journalisten noch der Öffentlichkeit reichen. Es wäre immer zu wenig", sagte der frühere Radprofi dem "kicker" und fügte hinzu: "Ich frage mich: Wohin will man ihn treiben? So weit, dass er sich endlich einen Strick nimmt? Nein, es genügt."

Ullrich hatte nach der Sperre durch den CAS zwar Kontakt zum spanischen Arzt Eufemiano Fuentes eingeräumt, Doping allerdings nicht eingestanden. Das höchste Sportgericht in Lausanne annullierte zudem sämtliche Ergebnisse Ullrichs seit dem 1. Mai 2005 bis zu seinem Karriereende. Bölts glaubt dennoch, dass die Popularität des einzigen deutschen Tour-de-France-Siegers darunter nicht leiden wird. "Mittlerweile hat er fast schon so etwas wie einen Märtyrer-Status erreicht", sagte der Pfälzer.

"Quäl dich, du Sau" legendär

Bölts fuhr bis 2002 beim Team Telekom und wurde durch den Satz "Quäl dich, du Sau" berühmt, mit dem er Ullrich bei dessen Tour-Sieg 1997 in einer Schwächephase motivierte. 2007 gestand Bölts, in den Jahren 1996 und 1997 mit EPO und Wachstumshormonen gedopt zu haben.

Sperre gilt auch für Hobby-Rennen

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat unterdessen bekräftigt, dass die Dopingsperre gegen Ullrich auch für Jedermann-Rennen gilt. Sofern Veranstaltungen unter die Statuten des BDR fallen, gilt eine Sperre auch für Fahrer ohne Lizenz. "Somit ist Ullrich bei keinen deutschen Jedermann-Rennen startberechtigt, die vom Bund Deutscher Radfahrer autorisiert sind", erklärte BDR-Vize-Präsident Udo Sprenger, dabei spiele es keine Rolle, "ob der Teilnehmer offiziell erfasst wird oder aus anderen Gründen mitfährt."

Ullrichs Manager Falk Nier wollte sich zunächst nicht detailliert dazu äußern. "Die Regel war uns natürlich bekannt. Wir wollen das erst mal nicht weiter kommentieren und zunächst die Sachlage prüfen", sagte er. Ohnehin sei in Deutschland nur ein Start bei einem Rennen geplant gewesen: beim Bielefelder Cycling Day am 12. August 2012. In der Pressemitteilung für das Rennen im August heißt es, dass "Ullrich als Botschafter und Mitfahrer" fungiert. Auch Starts im Ausland sind nach Auffassung des BDR tabu, da dort der Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) greifen würde.

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