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Tour de France - Teams: Zwischen Contador und Schleck

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Die Ambitionen der 22 Tour-Teams

16.07.2011, 11:44 Uhr | Von Oliver Strerath, t-online.de

Tour de France - Teams: Zwischen Contador und Schleck. Protagonisten: Fränk Schleck (links) und Andreas Klöden zählen bei der Tour zu den Spitzenfahrern. (Foto: imago)

Protagonisten: Fränk Schleck (links) und Andreas Klöden zählen bei der Tour zu den Spitzenfahrern. (Foto: imago)

Ein Rennen, zig Geschichten. Auch die 98. Tour de France, die am 2. Juli auf der Passage du Gois beginnt und nach 21. Etappen am 24. Juli traditionell in Paris endet, bietet wieder Stoff für Dramen und Heldenstories. Etwa dem Kampf um das Gelbe Trikot, in den Vorjahressieger Alberto Contador und sein Herausforderer Andy Schleck als die Favoriten gehen. Doch die Zahl der Außenseiter, die das Duo im Streben nach dem Gesamtsieg überraschen könnten, ist groß. Daneben geht es auf den insgesamt 3430,5 Kilometern um das Grüne Trikot des Punktbesten, um das Gepunktete Trikot des besten Kletterers und das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Und natürlich um Etappensiege, die einen Fahrer quasi unsterblich machen.

t-online.de stellt in einem Überblick die 22 teilnehmenden Teams sowie deren Ambitionen und vermeintlichen Spitzenfahrer vor.

Belgien

Omega Pharma Lotto: Einer für die Sprints, einer für die Gesamtwertung, einer für knifflige Etappenankünfte - so lautete das Motto des belgischen Teams bei seiner siebten Tour-Teilnahme. Doch während Philippe Gilbert mit Etappensieg und Gelbem Trikot sein Soll bereits erfüllt hat, wartet André Greipel noch auf den großen Erfolg. Und der Mann für die Gesamtwertung, der Belgier Jurgen van den Broeck, der die Frankreich-Rundfahrt im vergangenen Jahr als starker Fünfter beendete, ist nach einem Sturz auf der neunten Etappe bereits ausgeschieden - er brach sich das Schulterblatt.

Hat er auch bei der Tour gut lachen: die deutsche Sprinthoffnung Andre Greipel. (Foto: imago) Hat er auch bei der Tour gut lachen: die deutsche Sprinthoffnung Andre Greipel. (Foto: imago)Aber vielleicht hat sich Greipel, der bereits Tagessiege bei Giro sowie Vuelta feierte, das Beste für seine erste Tour aufgehoben. Zumal er mit Sebastian Lang und Marcel Sieberg zwei deutsche Helfer an der Seite hat. Gilbert, der das Frühjahr mit Siegen bei den Klassikern Amstel Gold Race, Fleche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich dominierte, könnte derweil schon auf der ersten Etappe für Glückseligkeit bei seinen belgischen Landsleuten sorgen. Der kurze, aber knackige Schlussanstieg ist ihm auf den Leib geschneidert. Und als Zugabe gebe es noch das Gelbe Trikot. Weitere Tour-Starter sind: Jurgen Roelandts, Jurgen Van de Walle (ausgeschieden 4. Etappe), Jelle Vanendert, Frederik Willems (ausgeschieden 9. Etappe/alle Belgien)

Quick Step: Die Belgier setzten bei ihrer neunten Tour-Teilnahme ganz auf Etappensiege. Nach dem sturzbedingten Ausfall von Tom Boonen ruhen die Hoffnungen auf dem Kölner Gerald Ciolek. Co-Kapitän des Teams ist derweil Sylvain Chavanel, der für die Abteilung Attacke steht. Der Franzose, Ende Juni Landesmeister geworden, holte 2010 zwei seiner bisher drei Etappensiege und war zwei Tage im Gelben Trikot unterwegs. Weitere Tour-Starter sind: Kevin De Weert, Gert Steegmans (nicht zur 13. Etappe angetreten), Dries Devenyns (alle Belgien), Addy Engels, Niki Terpstra (beide Niederlande) und Jérôme Pineau (Frankreich).

Dänemark

Saxo Bank Sungard: Alle für einen, einer für alle. Die dänische Mannschaft, 2001 als CSC gegründet, setzt bei ihrer elften Teilnahme ganz klar auf den Titelverteidiger: Alberto Contador. Der Spanier strebt nach seinem Erfolg beim Giro auch seinen dritten Tour-Sieg an - es wäre das erste Double seit Marco Pantani im Jahr 1998. Bei all den Diskussion um seinen Start, lässt sich der unter Dopingverdacht stehende Contador vermeintlich nicht aus der Ruhe bringen. Wie sein Team, das durch die Zusage des Namenssponsor zumindest auch für die kommende Saison Sicherheit hat. Ein vierter Toursieg des Spaniers könnte das Engagement noch versüßen.

Nach Rosa soll es Gelb geben: Alberto Contador strebt das Double an. (Foto. imago) Nach Rosa soll es Gelb geben: Alberto Contador strebt das Double an. (Foto. imago)"Es ist kein Geheimnis, dass wir antreten, um die Tour zu gewinnen. Deshalb haben wir die Fahrer ausgewählt, die Alberto am besten unterstützen können, sagte Teamchef Bjarne Riis. So sind Contadors Landsleute Jesus Hernandez, Daniel Navarro und Benjamin Noval, die bereits im vergangenen Jahr an der Seite des 28-Jährigen waren, erneut mit von der Partie. Zum Kronprinzen könnte der Australier Richie Porte (Siebter beim Giro 2009) werden. Weitere Tour-Starter sind: Chris Anker Sörensen, Nicki Sörensen (beide Dänemark), Matteo Tosatto (Italien) und Brian Vandborg (Dänemark).

Frankreich

AG2R La Mondiale: Die größten Hoffnungen der Mannschaft bei ihrer zwölften Teilnahme ruhen auf Nicolas Roche. Dem Sohn von Stephen Roche, der die Tour 1987 gewann, machen aber noch die Folgen eines Sturzes bei der Rundfahrt Dauphiné Libéré zu schaffen. Ist der Franzose fit, ist wieder ein Platz unter den besten Zwanzig im Gesamtklassement drin - wie 2010, als Roche auf Rang 15 kam. Daneben sind John Gadret (Sieger einer Bergetappe beim Giro 2011) und Christophe Riblon zu beachten, der 2010 auf der 14. Etappe triumphiert hatte. Weitere Tour-Starter sind: Maxime Bouet, Hubert Dupont, Sébastien Hinault, Blel Kadri, Sébastien Minard, Jean-Christophe Péraud (alle Frankreich).

Kleiner Mann: Samuel Dumoulin ist mit 1,59 Meter einer der kleinsten Fahrer im Tour-Peloton. (Foto: imago) Kleiner Mann: Samuel Dumoulin ist mit 1,59 Meter einer der kleinsten Fahrer im Tour-Peloton. (Foto: imago)Cofidis: Zum 15. Mal ist die französische Equipe dabei. Und einmal mehr vertritt Cofidis die Philosophie, auf Franzosen zu setzen. So führt der 36 Jahre alte David Moncoutié das Team bei seiner vermeintlich letzten Tour an. Bei bisher neun Starts hat es der Routinier auf bisher zwei Etappensiege gebracht. Seine beste Platzierung in der Gesamtwertung (Rang 13) datiert aus dem Jahr 2002. Mit Samuel Dumoulin (Etappensieg 2008) bietet Cofidis wohl einen der kleinsten Fahrer im Peloton auf: Der Franzose misst gerade einmal 1,59 Meter. Weitere Tour-Starter sind: Mickaël Buffaz (Frankreich), Leonardo Duque (Kolumbien), Julien El Farès, Tony Gallopin (beide Frankreich), Rein Taaramae (Estland), Tristan Valentin (Frankreich), Romain Zingle (Belgien).

FDJ: Das französische Team gehört mit der nun anstehenden 15. Teilnahme schon fast zum Inventar bei der Tour. Neunmal war Sandy Casar dabei mit von der Partie - und der 31-Jährige geht erneut als Kapitän von FDJ, kurz für Francaise des Jeux, an den Start. Zwei Etappensiege sicherte er sich bisher, zuletzt jubelte er 2010 auf der neunten Etappe. Seine beste Platzierung im "classemant general" stammt von der Tour 2009, als er Zwölfter wurde. Weitere Tour-Starter sind: William Bonnet, Mickael Delage (Frankreich), Arnold Jeannesson (alle Frankreich), Gianni Meersman (Belgien), Remi Pauriol (ausgeschieden 7. Etappe), Anthony Roux, Jeremy Roy, Arthur Vichot (alle Frankreich).

Saur-Sojasun: Premiere für die Equipe, die erstmals bei der Tour dabei ist. Ganz ohne Erfahrung gehen die Franzosen aber nicht an den Start. Arnaud Coyot und Jimmy Engoulvent haben die Frankreich-Rundfahrt schon gemeistert. Hoffungsträger im Team ist jedoch Jerome Coppel. Der 24 Jahre alte Franzose könnte in der Gesamtwertung eine der Überraschungen werden. Immerhin schloss er das Vorbereitungsrennen Dauphiné Libéré jüngst auf dem 13. Platz ab. Weitere Tour-Starter sind: Anthony Delaplace, Jérémie Galland, Jonathan Hivert, Fabrice Jeandesboz, Laurent Mangel, Yannick Talabardon (alle Frankreich).

Held der Franzosen: Der unermüdliche Kämpfer Thomas Voeckler. (Foto: imago) Held der Franzosen: Der unermüdliche Kämpfer Thomas Voeckler. (Foto: imago)Team Europcar: Der Name Europcar ist neu im Peloton. Doch dank der Vorgänger - Bonjour oder zuletzt Bouygues Telecom - bringt es die französische Mannschaft auf bisher zehn Tour-Starts. Auch diesmal soll vor allem Thomas Voeckler die Equipe zum Jubeln bringen. Mit seiner couragierten Fahrweise begeistert er seine Landsleute - und ist zudem erfolgreich. Im Jahr 2004 ließ Voeckler die Gastgeber mit insgesamt zehn Tagen in Gelb vom ersten Tour-Sieg eines Franzosen seit Bernhard Hinault 1985 träumen. 2009 gewann er die fünfte Etappe, 2010 den 15. Tagesabschnitt. Mit Anthony Charteau stellt das Team zudem den Bergkönig des vergangenen Jahres. Weitere Tour-Starter sind: Cyril Gautier, Yohann Gène, Vincent Jérôme, Perrig Quémeneur, Pierre Rolland, Sébastien Turgot (alle Frankreich).

hier geht es zu Teil zwei: Zwei deutsche Helfer für die Schlecks

hier geht es zu Teil drei: Sanchez strebt aufs Podium

Special Alles zur Tour de France 2011

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