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Tour de France - Andy Schleck: "Contador zeigt jeden Tag, dass er nervös ist"

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Schleck: "Contador zeigt jeden Tag, dass er nervös ist'

10.07.2011, 13:34 Uhr | sid

Tour de France - Andy Schleck: "Contador zeigt jeden Tag, dass er nervös ist". Andy Schleck sitzt Alberto Contador (l.) im Nacken. (Foto: imago)

Andy Schleck sitzt Alberto Contador (l.) im Nacken. (Foto: imago)

Frank und Andy Schleck haben sich bei der bisherigen Tour de France mit Attacken auf der Straße zurückgehalten. Jetzt gehen die Kapitäne des Teams Leopard Trek verbal in die Offensive - gegen Titelverteidiger Alberto Contador. Die Psycho-Spielchen sind eröffnet. "Contador zeigt jeden Tag, dass er nervös ist", sagte Andy Schleck nach der Zielankunft der achten Etappe in Super-Besse Sancy.

Mit spielerischer Leichtigkeit hatten die Schlecks im Regen des Zentralmassivs zuvor einen Angriff des Saxo-Bank-Fahrers ins Leere laufen lassen. "Keinerlei Probleme" habe er gehabt, am Hinterrad des Spaniers zu bleiben, sagte Andy Schleck: "Aber das dürfte für ihn keine Überraschung gewesen sein".

Schlecks strotzen vor Selbstbewusstsein

Der 26-Jährige, der sich in den vergangen beiden Jahren mit dem zweiten Platz im Gesamtklassement hinter Contador begnügen musste, und sein fünf Jahre älterer Bruder strotzen derzeit nur so vor Selbstvertrauen. "Es ging keine Gefahr von den Attacken aus. Schon an der Mur de Bretagne wollte Contador uns testen, auch da konnte ich ihm folgen. Das bringt eine Menge Selbstbewusstsein", sagte Frank Schleck.

Sieg geht über Bruderpaar

Für die großen Herausforderer Contadors hätte die Tour bislang kaum besser laufen können. Nicht nur nach Meinung der Konkurrenz geht der Gesamtsieg nur über den Namen Schleck: "Mein stärkster Gegner ist Frank. Er ist in der Verfassung seines Lebens", sagte Andy Schleck mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Wer Frank nach seinem schärfsten Rivalen fragte, bekam freudestrahlend eine ähnliche Antwort: "Ich schätze, das ist Andy."

Pfiffe gegen Contador

Nach Lachen ist Alberto Contador dagegen derzeit kaum zumute, glich für ihn der Start in die Tour doch eher einem Albtraum. Vor dem Grand Depart mit bohrenden Fragen zu seinem positiven Dopingtest (Clenbuterol) aus dem Vorjahr und den gellenden Pfiffen des französischen Publikums konfrontiert, folgte der unglückliche Sturz auf der ersten Etappe. Über eine Minute verlor der Spanier durch die Unaufmerksamkeit einer Zuschauerin auf die Spitze. Eine Hypothek, die ihn zum Handeln zwingt.

Entscheidung in den Alpen

Der 28-Jährige gibt sich trotz der Schwierigkeiten weiter kämpferisch. "Wenn der richtige Moment gekommen ist, werde ich angreifen", sagte Contador, der seine "guten Beine" betonte und ab Donnerstag in den Pyrenäen "eine Schlacht" erwartet: "Ich bin aber nicht davon besessen, schon so früh wie möglich Zeit gutzumachen. In der letzten Woche werden in den Alpen die deutlichen Unterschiede kommen".

Edelhelfer Gerdemann und Voigt

Die Schlecks geben sich derweil entspannt und setzen Contador weiter unter Druck. "Es liegt an ihm, zu attackieren. Er muss jede Chance nutzen, die er kriegen kann", sagte Andy Schleck. Weitere Zuversicht schöpft er aus dem nach eigenem Dafürhalten "stärkstem Team mit dem größten Zusammenhalt". Anders als bei der Tour 2010, als Frank auf Kopfsteinpflaster stürzte und das Rennen verletzungsbedingt aufgeben musste, gehen die Schlecks in diesem Jahr gemeinsam in die Berge. In Jens Voigt und Linus Gerdemann vertrauen sie zudem zwei deutschen Edelhelfern. "Wir ziehen alle an einem Strang. Die Schlecks sind in bester Verfassung", sagte Gerdemann.

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