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Tour de France 2012: Sagan behält im Sturzchaos den Überblick

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Sagan behält im Sturzchaos den Überblick

03.07.2012, 18:44 Uhr | dpa, t-online.de

Heftige Stürze auf der dritten Etappe

Die Tour fordert ihre ersten Opfer. Gleich für zwei Fahrer endet das Rennen.

Die Tour fordert ihre ersten Opfer.


Peter Sagan hat seinen zweiten Tagessieg gefeiert und Tony Martin die nächste Etappe seines Leidenswegs bei der Tour de France gemeistert. Der verletzte Zeitfahr-Weltmeister passierte die Ziellinie der 3. Etappe, die von einigen heftigen Massenstürzen überschattet war, lange nach dem Tagessieger aus der Slowakei. Der Träger des Grünen Trikots setzte sich am Dienstag nach 197 Kilometern auf der 700 Meter langen und stark ansteigenden Zielgeraden in Boulogne-sur-Mer unwiderstehlich gegen den Norweger Edvald Boasson-Hagen und Landsmann Peter Velits durch. (Etappenergebnis im Überblick).

Sagan feierte seinen überlegenen Erfolg - den bereits 15. in dieser Saison - mit einem angedeuteten Disko-Tanz im Sattel. "Nein, das war kein leichter Sieg. Das war eine schwierige Etappe mit vielen Stürzen - ich bin überglücklich", sagte der Slowake. Prolog-Sieger Fabian Cancellara (Schweiz), Vierter der Tageswertung, verteidigte sein Gelbes Trikot ohne Probleme - obwohl es auch auf der Zielgerade zu einem Massensturz kam. Ein Fahrer bog im Finale sogar ab und steuerte in die Ableitung der Teamfahrzeuge. (Gesamtergebnis im Überblick).

Martin: "Es ist alles andere als spaßig"

Wie am Vortag fuhr Martin hinten im Feld. Er biss auf die Zähne. Seine gebrochene linke Hand, wieder mit einer Kunststoffmanschette geschützt und fixiert, schmerzte vom ersten bis zum letzten Tritt der fünfstündigen Schinderei. An Martins Seite fuhr meist der ebenfalls verletzte Spanier Luis-Leon Sanchez.

Der verletzte Zeitfahr-Weltmeister passierte die Ziellinie lange (10:37 Minuten Rückstand) nach dem Tagessieger aus der Slowakei. "Ich gewöhne mich langsam an die Schiene", sagte Martin. "Aber die Schmerzen sind definitiv noch da, und den ganzen Tag an letzter Position zu fahren, ist alles andere als spaßig."

Kittel muss erneut leiden

Auch Tour-Debütanten Marcel Kittel musste einmal mehr leiden und fuhr weit hinterher. Der 24-Jährige hatte am Vortag über heftige Magenschmerzen geklagt und konnte nicht in die Spurt-Entscheidung in Tournai eingreifen. Diesmal wurde er mit einem Rückstand von 16:29 Minuten auf den Tagessieger Vorletzter. Weiter gut im Geschäft ist dagegen Routinier Andreas Klöden, der eine Sekunde nach Sagan auf Rang 13 das Ziel erreichte. In der Gesamtwertung ist der RadioShack-Fahrer nun Zehnter - 19 Sekunden hinter dem Gelben Trikot.

Ausreißer und Sprinter ohne Chance

Schon nach vier Kilometern waren am Dienstag fünf Fahrer ausgerissen, die auf dem Klassikerkurs im nördlichsten Zipfel Frankreichs ihre Chance suchten. Aber auf den letzten 25 Kilometern standen sie bei dem ständigen Auf und Ab auf verlorenem Posten gegen ihre Verfolger. Auch die reinen Sprinter hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Vier Anstiege auf den letzten 16 Kilometern waren zuviel für sie.

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