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Tour de France 2013: Wundersalbe bewahrt Tony Martin vor Aus

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Asphaltabstriche retten Martin

10.07.2013, 14:49 Uhr | sid

Tour de France 2013: Wundersalbe bewahrt Tony Martin vor Aus. Tony Martin war auf der ersten Etappe schwer gestürzt. (Quelle: imago/PanoramiC)

Tony Martin war auf der ersten Etappe schwer gestürzt. (Quelle: PanoramiC/imago)

Eine "Wundersalbe" hat Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin wohl vor dem vorzeitigen Ausscheiden bei der 100. Tour de France bewahrt. Quick-Step-Teamarzt Helge Riepenhof hat mit einem Wattestäbchen unzählige Abstriche von Straßen in Frankreich genommen. Die Erkenntnisse von Laboranalysen der Proben wurden gesammelt und eine Salbe entwickelt, die eine Entzündung von Martins tiefer Fleischwunde am Ellbogen verhindert.

So fährt der 28-Jährige, schwer verwundet, aber mit einem Etappensieg im ersten Zeitfahren im Gepäck, weiter gen Paris. "Infizierte Wunden machen immer große Probleme. Wir haben uns lange Gedanken gemacht, wie man solchen Ausfällen vorbeugen kann", sagte der Mediziner. (Weitere News finden Sie in unserem Tour-Blog)

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Tour de France 2013: Etappen und Sieger

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Viren den Nährboden entzogen

Die Lösung ist so simpel wie genial. Riepenhof setzte sich mit den Keimen auseinander, die die Fahrer während einer großen Rundfahrt umgeben. Die daraus entstandene Creme entzieht den Viren ihren Nährboden. Die Profis, deren Immunsystem im Laufe einer Tour de France ohnehin immer schwächer wird, müssen nicht zusätzlich gegen eine Infektion ankämpfen und die Nebenwirkungen von Antibiotika verkraften.

Martin war zum Auftakt der Jubiläumsausgabe auf Korsika schwer gestürzt. Neben großflächiger Schürfwunden und einer Lungenprellung hatte vor allem eine tiefe, den Muskel freilegende Wunde am Ellenbogen zu großer Sorge Anlass gegeben. Riepenhof verzichtete aber darauf, die Verletzung zu vernähen. "Man bekommt die Wunde nie ganz sauber, egal, was man macht", sagte er.

Nach der Tour können die Wunden heilen

Stattdessen begann er, die antiseptische Salbe aufzutragen. Diese Therapie verzögert zwar die Heilung, aber während der Frankreich-Rundfahrt ist das weniger wichtig. "Wenn die Tour vorbei ist, Tony keine Rennbelastung mehr hat und der Körper sich erholt, kann auch die Wunde in Ruhe verheilen", sagte Riepenhof.

"Tony regeneriert außergewöhnlich"

Dabei hatte es für Martin nach dem Unfall in Bastia zunächst keine Hoffnung gegeben, dass es weitergehen könnte. "Wir haben uns eigentlich im Krankenhaus nur gefragt: Sagen wir es ihm oder sagt er es selbst? Aber nachdem Tony mitbekommen hat, dass nichts gebrochen ist, wollte er sofort weitermachen, weil er auch wusste, dass ich nichts dagegen haben werde", sagte Riepenhof, der auch Martins Pläne unterstützt, sich zum Klassementfahrer zu entwickeln. "Die Tour gewinnt, wer sich am besten regeneriert. Tony regeneriert außergewöhnlich und hat den Motor dazu."

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