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Tour de France 2016: Thomas De Gendt siegt am Mont Ventoux

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Belgischer Tagessieg  

Drama um Gelb: Froome rennt Richtung Ziel

15.07.2016, 07:02 Uhr | sid, t-online.de

Tour de France 2016: Thomas De Gendt siegt am Mont Ventoux. Chris Froome muss im Finale der 12. Tour-Etappe kurzzeitig zu Fuß gehen. (Quelle: Reuters)

Chris Froome muss im Finale der 12. Tour-Etappe kurzzeitig zu Fuß gehen. (Quelle: Reuters)

Drama um das Gelbe Trikot bei der 103. Tour de France: Die Bergetappe auf den Mont Ventoux hat mit einem wohl einmaligen Skandal in der Tour-Geschichte geendet. Der britische Gesamtführende Christopher Froome wurde auf dem Weg zum Ziel im Zuschauergedränge von einem hängen gebliebenen TV-Motorrad zu Fall gebracht, nachdem er seine größten Kontrahenten um den Kolumbianer Nairo Quintana schon abgehängt hatte.

Froome, dessen Rad nicht mehr fahrtüchtig war, rannte zu Fuß den Berg hinauf Richtung Ziel, ehe er nach quälend langer Zeit ein Ersatzrad bekam. Der Brite aus dem Sky-Team verlor viel Zeit auf Quintana und andere Rivalen. Zunächst hieß es, dass er das Gelbe Trikot auf dieser zwölften Etappe an seinen Landsmann Adam Yates (Orica) verloren hatte. Doch die Tour-Jury entschied nach Beratungen dann anders: Froome bleibt in Gelb. 

"Ich bin sehr erleichtert. Die Entscheidung der Kommissare ist korrekt. Ich danke der Organisation der Tour de France", sagte Froome. Die Rennleitung wertete die Abstände zum Zeitpunkt des Zwischenfalls. Er liegt damit 47 Sekunden vor Yates, Dritter ist Quintana mit einem Rückstand von 54 Sekunden.

Der Tagessieg des Belgiers Thomas De Gendt (Lotto-Soudal) im Schlussspurt nach den 178 Kilometern von Montpellier hinauf nach Chalet Reynard gegen Landsmann Serge Pauwels (Dimension Data) geriet da fast zur Nebensache. Die beiden Belgier gehörten der Spitzengruppe des Tages an.

Rivalen ziehen vorbei

Rund anderthalb Kilometer vor dem Ziel war vor der kleinen Gruppe um Froome ein Motorrad abrupt zum Stehen gekommen, der Australier Richie Porte (BMC), Mollema und schließlich auch Froome rauschten ins Stauende herein - den Briten erwischte es am schlimmsten. In seinen Radschuhen sprintete Froome bergauf, während seine Rivalen nicht halt machten und vorbeizogen.

Auf dem Schlussanstieg hatte zunächst Quintanas Adjutant Alejandro Valverde attackiert und sich leicht abgesetzt, wenige hundert Meter später versuchte es der Kolumbianer selbst. Doch Froomes Sky-Helfer fuhr die Lücke schnell wieder zu, der Mann in Gelb musste nicht einmal selbst nachsetzen. Drei Kilometer vor dem Ziel attackierte Froome und sah wie der große Gewinner aus, danach nahm das Drama seinen Lauf.

Greipel aus Ausreißer unterwegs

Den Tag hatte eine größere Ausreißergruppe bestimmt, zu der auch André Greipel (Lotto-Soudal) gehörte. Die Fahrer um den Deutschen Meister hatten zwischenzeitlich einen Vorsprung von über 18 Minuten. Am Ende wehrte sich Greipels Teamkamerad De Gendt erfolgreich. Greipel wurde dagegen eingeholt.

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Die Etappe sollte eigentlich am Mont Ventoux enden. Doch starke Winde auf der Spitze des 1912 Meter hohen Riesen verhinderten die geplante Ankunft auf dem Gipfel. Die Strecke musste um sechs Kilometer verkürzt werden, das letzte Stück im Anstieg fehlte. Das Ziel lag so auf 1435 Meter Höhe.

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