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Marion Bartoli nach Wimbledon-Sieg: Schmerzen bedingen Rücktritt vom Tennis

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Tennis  

Wimbledon-Siegerin Bartoli tritt zurück

15.08.2013, 11:45 Uhr | dpa, t-online.de

Marion Bartoli nach Wimbledon-Sieg: Schmerzen bedingen Rücktritt vom Tennis. Marion Bartoli - am Ende waren die Schmerzen bei jedem Schlag zu groß. (Quelle: dpa)

Marion Bartoli - am Ende waren die Schmerzen bei jedem Schlag zu groß. (Quelle: dpa)

Damit hat niemand gerechnet: Nur 39 Tage nach dem größten Erfolg ihrer Karriere mit dem Triumph in Wimbledon hat die Französin Marion Bartoli dem Tennissport völlig überraschend Adieu gesagt.

Unmittelbar nach ihrer 6:3, 4:6, 1:6-Niederlage beim Turnier in Cincinnati gegen die Rumänin Simona Halep gab die Französin bekannt: "Das war das letzte Match meiner Karriere, sorry." Ihr Körper schaffe es einfach nicht mehr, erklärte Bartoli: "Es ist Zeit für mich zurückzutreten."

Sogar Staatspräsident Hollande verneigte sich

Lange ist es nicht her, dass es Bartoli in den Fokus der Weltöffentlichkeit geschafft hatte. Nach ihrem Finalsieg beim Grand-Slam-Klassiker in Wimbledon gegen Sabine Lisicki verneigte sich sogar Frankreichs Staatspräsident François Hollande vor der 28-Jährigen.

Er hob hervor, dass sich Bartoli "gegen alle Favoritinnen dank ihres Kampfgeistes und ihres Mutes durchgesetzt" habe. Die Sportzeitung "L'Equipe" widmete der "Prinzessin" die Seite eins und schwärmte von einem "der größten Wunder der Sportgeschichte".

Schmerzen am ganzen Körper

"Ich habe mir meinen Traum erfüllt und das wird mir ewig bleiben", sagte Bartoli nun. Sie habe alles in Wimbledon gegeben. Sie habe aber nach einer Stunde im Spiel überall Schmerzen. Vor allem ihre Achillessehnen würden wehtun, ihre Schultern, die Hüfte und der untere Rücken.

In der vergangenen Woche beim Turnier in Toronto hatte sie zudem wegen Bauchbeschwerden ihr Achtelfinalmatch vorzeitig beenden müssen. Auch nach dem - gewonnenen - ersten Satz gegen Halep habe ihr gesamter Körper geschmerzt. Die beiden Sätze danach und damit die letzte Partie ihrer 13-jährigen Profikarriere verlor sie. "Vor dem Spiel weißt du nie, ob es dein letztes ist", sagte Bartoli, "aber nach dem Spiel habe ich so gefühlt".

Mehr als elf Millionen Dollar eingespielt

Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, gab die Rechtshänderin zu, die seit ihrem Aufstieg in den Profisport 2000 insgesamt acht WTA-Turniere gewann und mehr als elf Millionen US-Dollar an Preisgeld kassierte. Durch ihren Wimbledonsieg schaffte sie es in der Weltrangliste bis auf Rang sieben.

Wie es nun weitergeht, weiß sie nicht. "Darüber habe ich nicht soviel nachgedacht", sagte Bartoli. "Es gibt so viele Dinge, die man im Leben tun kann außer Tennis spielen. Ich bin sicher, ich finde etwas." Es gebe soviel Aufregendes, für eine Frau, für eine Mutter, sagte sie.

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