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Das ist Deutschlands verrücktester Snowboarder

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"In diesem Sport tut dir immer etwas weh"

11.03.2013, 13:33 Uhr | t-online.de

Das ist Deutschlands verrücktester Snowboarder. Boardercrosser Konstantin Schad. (Quelle: Zurich)

Boardercrosser Konstantin Schad. (Quelle: Zurich)

Von Nils Tittizer

Für Konstantin Schad steht mal wieder ein Abschied auf Zeit an. Er ist grad bei seiner Freundin Ragnhild in München. Die Koffer sind bereits gepackt, ein paar Stunden später geht es mit der Nationalmannschaft nach Arosa (Schweiz) zum nächsten Weltcup. Schad ist Profi-Snowboarder – und in den Wintermonaten fast ständig auf Achse.

Seine Disziplin ist der Boardercross. Dabei stürzen sich vier oder sechs Athleten gleichzeitig auf ihrem Snowboard einen Parcours herunter. Der Kurs ist gespickt mit Steilkurven, Wellen und Hindernissen, wobei es zu spektakulären Sprüngen kommt. "Das ist klassischer Rennsport, den die Deutschen so lieben", sagt Schad. "Ein 'normaler' Snowboarder kann sich gar nicht vorstellen, was wir für ein verrücktes Zeug machen. Mit 80 km/h alle nebeneinander, alle 10 Meter ein Hindernis. Das sieht einfach gut aus."

Ein Erfolg, der an die Substanz geht

Bei den Junioren startete der heute 25-jährige Schad noch in anderen Snowboard-Disziplinen. Doch irgendwann stellte ihn der Verband vor die Wahl. "Ich war schon immer besser im Boadercross. Und damals standen die Chancen für eine Olympiateilnahme einfach besser."

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Es sollte die richtige Wahl gewesen sein. Schad qualifizierte sich für die Winterspiele in Vancouver – ein Erfolg, der an die Substanz ging: "Während der Qualifikation für die Olympischen Spiele hatte ich zwei Monate lang Augenzucken. Die Ärzte waren ratlos. Aber mit dem Tag der Qualifikation hörte es wieder auf."

Der Traum von einer Medaille lebt

Schad ist fasziniert von dem Mythos Olympia. Daher freut er sich schon heute auf Sotschi im nächsten Jahr. Und der Traum von einer Medaille lebt. "Ich werde alles geben – aber sollte es nur für eine Top-Ten-Platzierung reichen, wäre ich auch zufrieden." Doch der Druck ist da. Der Verband baut auf seine Snowboarder. Trotz der geringen Fördermittel erringen sie schon 10 Prozent der Olympiamedaillen.

Als Zeichen seiner Wertschätzung erhielt "Konsti", wie er sich selbst am liebsten nennt, im letzten Jahr die Auszeichnung "Rider of the Year" – die des besten deutschen Snowboarder des Jahres. Doch ausruhen möchte sich der Bayer auf dieser Anerkennung nicht. Täglich trainiert er zweimal am Olympiastützpunkt in München. Zudem gibt es Spezialtrainingseinheiten. Mountainbiken, Turmspringen oder ein Überwindungstraining in den Bergen.

"Mein Sprunggelenk ist richtig kaputt, aber damit muss ich leben"

Quälen für den Erfolg: "In diesem Sport tut dir immer etwas weh. Mein Sprunggelenk ist richtig kaputt, aber damit muss ich leben. Muskelaufbautraining hilft mir, die Schmerzen zu reduzieren." In dieser Saison reiste er mit einem angebrochenem Sprunggelenk und einer Lebensmittelvergiftung zu einem Europa-Cup-Rennen nach Italien. Ihm fehlte noch die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Aber der Start sollte sich lohnen – Schad belegte den zweiten Platz und die Teilnahme an der WM war gesichert.

Die aktuelle Saison hatte bereits ihre Höhen und Tiefen. Das letzte Rennen der zurückliegenden Saison beendete er als Erster. Schad startete schwach mit einem 25. Platz im Weltcup. Auch bei der WM konnte er nicht überzeugen. Doch dann steigerte er sich. Es folgte der Deutsche Meistertitel und ein fünfter Platz in Bad Gastein. "Ich habe bislang eine sehr verrückte Saison hinter mir. Aber ich bin einfach gut drauf und bin mir sicher, dass in den letzten Rennen auch nochmal etwas geht."

Dreifachbelastung durch Sport, Beruf und Studium

Neben seiner sportlichen Karriere ist er bei der Bundeswehr und studiert in Ansbach Internationales Management. Diese Dreifachbelastung erfordert besonderes Planungsgeschick. "Das ist schon wahnsinnig schwierig, deshalb streckt sich mein Studium auch so", sagt Schad. Doch – wie beim Snowboarden hat er auch hier ein klares Ziel: Später im Sportmanagement oder im Sport-PR-Bereich Fuß fassen.

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