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Marcel Hirscher mit Glück - Drohne schlägt hinter Ski-Star ein

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"Ich hab‘ schon etwas gespürt"  

Drohne schlägt knapp hinter Hirscher auf Piste

23.12.2015, 13:11 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Marcel Hirscher mit Glück - Drohne schlägt hinter Ski-Star ein. Knapp hinter Marcel Hirscher knallt die Drohne auf die Piste in Madonna di Campiglio. (Quelle: dpa/Eurosport.de/dpa)

Knapp hinter Marcel Hirscher knallt die Drohne auf die Piste in Madonna di Campiglio. (Quelle: Eurosport.de/dpa/dpa)

Da hat Marcel Hirscher aber gerade noch einmal Glück gehabt. Während der Gesamtweltcupsieger beim zweiten Lauf im Slalom von Madonna di Campiglio den Hang runter raste, krachte hinter ihm eine Drohne auf die Piste.

"Ich hab‘ schon etwas gespürt. Ich hab mir gedacht, da ist ein Rutscher oder irgendwas, sagte Hirscher nach dem Rennen. Er hatte den Lauf noch beendet und war nach der Addition der beiden Lauf-Zeiten Zweiter hinter dem Norweger Henrik Kristoffersen.

Hirscher: "Absolute Frechheit"

Nach dem Studium der Fernsehbilder mit der unmittelbar hinter ihm abstürzenden und zersplitternden Drohne sagte der 26-Jährige: "So etwas ist eine absolute Frechheit. Man darf gar nicht nachdenken, was da passieren kann. Wer auch immer dafür verantwortlich ist: Passt's bitte auf."

Sehen Sie hier, wie Marcel Hirscher fast von der Drohne getroffen wird:

Der Vorfall zeigt: Der Weltverband FIS steckt in einem Dilemma: Einerseits will der Sport beworben und jüngeren Fans schmackhaft gemacht werden, spektakuläre Luft-Bilder oder auch neue Wettkämpfe wie der Parallel-Riesenslalom tags zuvor sind dafür Möglichkeiten.

Andererseits zählt der Sicherheitsaspekt: Bereits vor dem Zwischenfall hatte es Kritiker gegeben, die die Gesundheit der Sportler bei Kollisionen gefährdet sahen.

"An einer Katastrophe knapp vorbeigeschrammt"

Auch FIS-Renndirektor Markus Waldner wusste nach dem Beinaheunglück, dass "wir an einer Katastrophe knapp vorbeigeschrammt sind. In Österreich und der Schweiz ist es verboten, bei Großevents zu fliegen. In Italien ist es erlaubt, aber nicht über Publikum. Wir haben abgecheckt, dass die Drohne nur in einem Korridor neben der Strecke fliegen darf. Er ist aber immer weiter reingeflogen. Das wird sicher Konsequenzen haben".

Der TV-Rechteinhaber Infront entschuldigte sich bei Hirscher und der FIS für den "unglücklichen Zwischenfall" und kündigte detaillierte technische Analysen und "so bald wie möglich" weitere Informationen an.

Zum Glück ging alles glimpflich aus - und Hirscher nahm es letztendlich mit Humor. "Dichter Flugverkehr in Italien!", schrieb er bei Facebook neben dem Bild des Vorfalls.

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