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"Guardians of the Galaxy": Schräger Superheldenspaß im Weltraum

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"Guardians of the Galaxy"  

Schräger Superheldenspaß im Weltraum

26.08.2014, 21:37 Uhr | dpa

"Guardians of the Galaxy": Schräger Superheldenspaß im Weltraum. Die Guardians of the Galaxy geraten wieder einmal in eine äußerst missliche Lage. (Quelle: Walt Disney)

Die Guardians of the Galaxy geraten wieder einmal in eine äußerst missliche Lage. (Quelle: Walt Disney)

Spider-Man, X-Men, Captain America - Hollywood ist im Superhelden-Fieber. Mit "Guardians of the Galaxy" gibt es nun etwas Neues: chaotische Helden im Weltraum, die mit ihren Superkräften nicht nur Action, sondern auch jede Menge Comedy verbreiten. Chris Pratt führt die schräge Truppe als "Star-Lord" an.

So stellt man sich die Beschützer der Galaxis bestimmt nicht vor. Die fünf "Guardians of the Galaxy" sind ein kurioses Team von Außenseitern: Ein schießwütiger, rotzfrecher Waschbär namens Rocket Racoon, ein einsilbiger Baumriese, der nur den Satz "Ich bin Groot" murmelt, die grünhäutige Killer-Amazone Gamora und der tätowierte Muskelprotz Drax the Destroyer. Allen voran jettet der Abenteurer und Gesetzlose Peter Quill, der sich "Star-Lord" nennt, in seinem Raumschiff durch das All. Am liebsten mit einem alten Kassettenspieler und großen Kopfhörern, aus denen 60er-Oldies und Pop-Hits der 70er Jahre dröhnen.

Kein Wunder, das diese Comicverfilmung ganz anders ist, als die gewohnten Superhelden-Abenteuer aus dem Marvel-Universum. Der legendäre US-Verlag Marvel brachte Figuren wie Captain America, Hulk, Iron Man, Thor und Spider-Man hervor. Die Guardians, die 1969 erstmals im Comic-Heft erschienen, waren stets Superhelden zweiter Klasse.

Witzig-schrille Achterbahnfahrt

Mit dem Film haben sie nun ihr Schattendasein abgelegt. "Guardians of the Galaxy" ist eine witzig-schrille Achterbahnfahrt durch eine bunte Weltraumlandschaft. Natürlich gibt es auch bombastische Explosionen und laute Kampfszenen, aber das 122 Minuten lange Spezialeffekte-Spektakel besticht mehr durch Humor, überraschende Wendungen und kuriose Figuren.

Das Abenteuer beginnt 1988 auf der Erde. Ein neunjähriger Junge wird nach dem Tod seine Mutter von Aliens entführt. Einen Walkman und Kassetten mit ihren Lieblings-Songs hütet Peter Quill wie einen Schatz. 26 Jahre später braust er als selbst erklärter "Star-Lord" durch die Galaxis. Chris Pratt gibt nach Nebenrollen in "Bride Wars - Beste Feindinnen", "Fast verheiratet", "Zero Dark Thirty" und "Her" eine gute Hauptfigur ab. Er ist ein Outlaw, der für seinen blauhäutigen Alien-Boss Yondu (Michael Rooker) im Universum nach brauchbarem Schrott stöbert. Zu lauter Musik legt der Einzelkämpfer auch mal Tanzschritte auf einem zerstörten Planeten hin.

Nach dem Fund einer mysteriösen Kugel, deren Energie gleich den ganzen Kosmos zerstören könnte, wird Quill plötzlich zum Gejagten. Oberbösewicht Ronan (Lee Pace) stellt ihm mit seinen galaktischen Kriegern nach, um diese wertvolle Waffe in seinen Besitz zu bringen. Auch der genmanipulierte Waschbär Rocket Racoon und sein Buddy, der Baumriese Groot, heften sich als Kopfgeldjäger auf Quills Fersen. Killerein Gamora (Zoe Saldana) schlägt ebenfalls zu. Doch um die Galaxis zu retten, müssen sich die Sonderlinge am Ende gegen den finsteren Ronan verbünden. Ex-Wrestler Dave Bautista stößt als rachsüchtiger Drax zu der schrägen Truppe.

Spezialeffekte-Spaß mit Witz und Humor

Regisseur und Drehbuchautor James Gunn, der mit "Super" (2010) eine schwarzhumorige Superheldenkomödie und mit "Slither - Voll auf den Schleim gegangen" (2006) schrägen Zombie-Horror inszenierte, ist nun in die Riege von Hollywoods Blockbuster-Machern aufgestiegen. 170 Millionen Dollar gab der 44-jährige Regisseur für den durchgeknallten Spezialeffekte-Spaß aus, doch Fantasie und Witz halten mit dem riesigen Budget die Balance.

Oscar-Preisträger Benicio Del Toro ist als weißhaariger Sammler von irdischen Schätzen kaum wiederzuerkennen. Glenn Close kommandiert als toughe Chefin Nova Prime eine Art Weltraum-Polizei. John C. Reilly schlüpft als Polizist in eine galaktische Uniform. Keiner der Stars nimmt sich richtig ernst. Sie sei von den "größten Idioten" des gesamten Universums umgeben, flachst selbst die tödliche Gamora auf der Leinwand.

Die "Guardians of the Galaxy" sind eher Anti-Helden mit Herz als Super Heroes mit tödlichen Waffen, und das macht die zweite Garde der Marvel-Figuren so liebenswert und ungeheuer erfolgreich. In den USA stürmten sie die Kinocharts und spielten in gut zwei Wochen über 200 Millionen Dollar ein. Natürlich kehrt die abgefahrene Truppe zurück. James Gunn will "Galaxy 2" im Sommer 2017 auf die Leinwand bringen. Ein Lichtblick am Fortsetzungs-Himmel.

Kinostart "Guardians of the Galaxy": 28. August 2014

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