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Neues Studio: Die "Tagesschau" zum Anfassen

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Neues Studio: Die "Tagesschau" zum Anfassen

26.04.2012, 15:28 Uhr | dapd, dapd

Neues Studio: Die "Tagesschau" zum Anfassen. ARD-"Tagesschau": Judith Rakers moderiert ab dem Winter vor einer neuen Kulisse. (Quelle: dpa)

ARD-"Tagesschau": Judith Rakers moderiert ab dem Winter vor einer neuen Kulisse. (Quelle: dpa)

Im Jahr ihres 60-jährigen Bestehens stehen bei der ARD-"Tagesschau" große Neuerungen an. Auf dem Fernsehgelände des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg nimmt ein neues Studio bereits konkrete Formen an. So werden die Moderatoren der "Tagesschau", der "Tagesthemen" und des "Nachtmagazins" künftig eifrig die Kulisse berühren, um ihren Zuschauern Grafiken zu erklären. "Wir wollen den Leuten das Gefühl geben: Die 'Tagesschau' ist up to date", sagte Chefredakteur Kai Gniffke am Donnerstag.

Das neue Studio soll im Winter in Betrieb genommen werden - und damit pünktlich zum 60. Geburtstag: Am 26. Dezember 1952 ging die erste reguläre "Tagesschau"-Sendung über den Schirm. Mit dem neuen Design und vielen neuen Möglichkeiten im Studio will Gniffke allerdings die Tradition der Sendung nicht über Bord werfen: "In der Hauptausgabe um 20 Uhr wird niemand etwas an der Wand machen, sondern Nachrichten lesen", sagte der Chefredakteur. "Darauf legen wir auch weiter großen Wert."

Gegenmodell zum ZDF

Anders als das ZDF setzt die "Tagesschau" auf eine sogenannte Realkulisse. "Wir haben uns komplett gegen die Virtualität entschieden", sagte Gniffke. Die Rückwand werde daher ein riesiger Monitor sein: "Der Moderator sieht, was auch die Zuschauer sehen." Im Gegensatz zum ZDF müsse die "Tagesschau" damit keine Einsätze mit umfangreichen Grafiken aufzeichnen. "Wir wollen alles live machen."

Mit Blick auf das virtuelle Studio der "heute"-Sendung gab sich Gniffke überzeugt: "Je realer etwas ist, desto glaubwürdiger ist es auch." Auf Wände und Tische, die auf das Tippen von Moderatoren reagieren, wolle er aber nicht verzichten. Gniffke bezeichnete das als eine "etablierte Kulturtechnik", bekannt etwa von Mobiltelefonen.

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