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Katarina Witt spielt Witt in Thriller "Der Feind in meinem Leben"

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Witt spielt Witt: Eislauf-Star in spannendem Stalking-Thriller

21.01.2013, 16:29 Uhr | dpa/sgü

Katarina Witt spielt Witt in Thriller "Der Feind in meinem Leben". Katharina Witt spielt sich  in dem Sat.1-Thriller "Der Feind in meinem Leben" selbst.  (Quelle: Sat.1)

Katharina Witt spielt sich in dem Sat.1-Thriller "Der Feind in meinem Leben" selbst. (Quelle: Sat.1)

Das war sicher ein dunkles Kapitel im Leben von Katarina Witt: 1992 wurde die Eiskunstlauf-Olympiasiegerin von einem amerikanischen Stalker in Angst und Schrecken versetzt. Diese wahre Begebenheit lieferte die Grundlage für den brandneuen Sat.1-Thriller "Der Feind in meinem Leben", der am Mittwoch ab 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Der Clou: Katharina Witt spielt sich darin selbst.

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Laute Musik, lärmende Gäste? Ein Fall für die Polizei. Weil im riesigen Haus von Eisläuferin Katarina Witt die Regler ein wenig zu hoch geschoben sind, muss ein Streifenwagen anrücken. Das Polizistenduo Breiler (Matthias Koeberlin) und Lorenz (Martin Brambach) macht der Hausherrin klar, dass die Party so nicht weitergeht, und stößt auf eine verständnisvolle Gastgeberin. Wie sollte Witt ahnen, dass ihr bei der Begegnung mit der Staatsgewalt "Der Feind in ihrem Leben" gegenübertritt?

Ein Polizist auf Abwegen

Denn der Duft der mondänen Welt von Prominenz und Geld vernebelt dem netten und schüchternen, aber einfach gestricktem Polizisten Martin Breiler den Kopf. Sein Leben nimmt eine Wendung. Die Beziehung zu seiner Frau Sabine (Valerie Niehaus) und ihren beiden Kindern kippt. Er kauft sich vom Ersparten einen gebrauchten Porsche und gefährdet die mühevolle Finanzierung des Eigenheims. Sein Leben ist fortan auf die Eislaufprinzessin ausgerichtet. Er setzt alles daran, um in ihrer Nähe zu sein. Er bietet sich als Sicherheitsexperte an, aber in Wirklichkeit wird er zum Stalker - mit katastrophalen Folgen.

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Späte Verarbeitung?

Katarina Witt und Stalker - war da nicht was? 1992 wurde ein 47-jähriger US-Amerikaner von einem Gericht schuldig gesprochen, die Olympiasiegerin bis zu ihrem deutschen Wohnhaus verfolgt und ihr mehrfach Briefe obszönen Inhalts geschrieben zu haben. Sehen wir jetzt also den beklemmendsten Ausschnitt aus Katarina Witts Lebensgeschichte? Ein Stück später Verarbeitung?

Katharina Witt will nicht über Details sprechen

"Ich habe nichts verarbeiten müssen", wehrt Witt fast etwas trotzig ab. Sie lehnt es auch ab, über Details von damals reden. Aber in ihren Gesprächen mit Autor und Regisseur Bernd Böhlich, den sie seit fast 25 Jahren kennt, habe sie ihm ihre Erfahrungen mitgeteilt, sagte die 47-Jährige im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Somit habe er sich besser in den Stalker hineinversetzen können, so Witt. "Wir wissen ja nicht wirklich, was in ihren Köpfen vorgeht."

Ihre erste große Hauptrolle

Böhlich geht etwas weiter: "Ihre Ängste, Verzweiflung, ihre Worte" seien in das Buch eingeflossen, sagte der Autor dem Sender Sat.1. Böhlich schrieb die Geschichte daher im Wesentlichen auf den Polizisten Breiler und seinen wirren Kopf zu. "Für mich war es meine erste große Hauptrolle und die habe ich eher ruhiger angelegt", sagt Witt. "Matthias spielt den Charakter des Stalkers so herausragend, dass natürlich auf ihm das Hauptaugenmerk liegt."

Koeberlin am Rande des Kollapses

Matthias Koeberlin, Träger des Deutschen Fernsehpreises 2007, treibt in der Rolle des Stalkers das Spiel in der Tat unermüdlich an. Kraftvoll leidenschaftlich, schwitzend, hoffend, bangend, immer am Rande des Kollapses. Doch auch sein immenser Einsatz kann nicht über ein eher schlappes Drehbuch hinwegtäuschen: Zum Schluss kommt es dann tatsächlich wie beim Boulevardtheater zur großen Begegnung aller Schauspieler samt Kindern auf Katarina Witts Terrasse.

"Großer Eventfilm" tritt gegen starke Konkurrenz an

Sat.1 hat den fiebrig-zittrigen Streifen mit berechenbarem Ausgang als "großen Eventfilm" angekündigt. Ob das Publikum dieser Empfehlung folgen wird? Schwierig zu beurteilen, denn der Münchner Privatsender hat den Thriller mal nicht - wie gewohnt am Dienstag - sondern am Mittwoch platziert und tritt damit gegen die Konkurrenz der ARD an, die in Sachen Film am Wochentag Mittwoch Platzhirsch ist.

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