Sie sind hier: Home > Unterhaltung > TV & Kino >

"Tatort"-Kritik: Durchgedreht" aus Köln war nur Durchschnittsware

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Erster Fall nach Sommerpause  

"Tatort: Durchgedreht" nur Durchschnittsware

22.08.2016, 13:17 Uhr | Lars Schmidt, t-online.de

"Tatort"-Kritik: Durchgedreht" aus Köln war nur Durchschnittsware. "Tatort: Durchgedreht": Hat Sven Habdank (Alexander Beyer, l.) etwas mit dem Tod seiner Frau und seines Sohnes zu tun? Schenk (Dietmar Bär, r.) und Ballauf (Klaus J. Behrendt) wollen Klarheit. (Quelle: WDR/Martin Valentin Menke)

"Tatort: Durchgedreht": Hat Sven Habdank (Alexander Beyer, l.) etwas mit dem Tod seiner Frau und seines Sohnes zu tun? Schenk (Dietmar Bär, r.) und Ballauf (Klaus J. Behrendt) wollen Klarheit. (Quelle: WDR/Martin Valentin Menke)

Lahmer Start in die neue "Tatort"-Saison. Der Fall "Durchgedreht" aus Köln bot durchschnittliche Krimikost, einen hanebüchenen Ermittlungsfehler sowie drei "Tatort"-Wiederholungstäter. Und nahm mit dunklen Bildern und in Moll getauchten Tönen optisch wie klanglich den bevorstehenden Herbst vorweg.

Die Geschichte einer Familientragödie - eine Mutter und ihr kleiner Sohn werden ermordet, der achtjährigen Tochter Anna geschieht nichts, doch sie ist nach dem Vorfall traumatisiert - schaffte es nicht, den Zuschauer zu fesseln.

Dramaturgisches Verwirrspiel

Zu verzwickt die Handlung, zu bräsig die Inszenierung. Der "Tatort" litt an jenem typischen, schon zigmal gesehenen dramaturgischen Verwirrspiel: Ebenso lang wie die Liste der Verdächtigen war die der möglichen Tatmotive: Eifersucht, Rache, Steuerbetrug, Erpressung, Schulden. Entsprechend arg konstruiert gestaltete sich die Lösung des Falls. Der Täter: Ein typischer Verlierertyp, der durchdreht, einen grausamen Plan schmiedet und selbst damit scheitert.

UMFRAGE
Welche Schulnote würden Sie dem "Tatort: Durchgedreht" geben?

Alexander Beyer überzeugt im "Tatort: Durchgedreht" in der Rolle des emotional schwer angeschlagenen Sven Habdank. (Quelle: WDR/Martin Valentin Menke)Alexander Beyer überzeugt im "Tatort: Durchgedreht" in der Rolle des emotional schwer angeschlagenen Sven Habdank. (Quelle: WDR/Martin Valentin Menke)

Diese Defizite vermochten auch die schauspielerischen Glanzleistungen von Alexander Beyer und Peter Benedict nicht wettzumachen. Beyer mimte überzeugend den im emotionalen Ausnahmezustand befindlichen Familienvater Sven Habdank. Benedict spielte zynisch und kalt den verdächtigen Journalisten Ole Winthir. Beide sind keine Unbekannten in der Reihe. Für Beyer war es die siebte "Tatort"-Rolle, für Benedict schon die zwölfte. In einer weiteren Nebenrolle agierte Oliver Bröcker als Steuerfahnder Schwarzhaupt in seinem zehnten "Tatort".

Plump und realitätsfremd

Die Kommissare Ballauf und Schenk (Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär) blieben dagegen trotz solider und routinierter Arbeit fast ein bisschen blass. Nicht mal eine Protz-Karosse aus der Asservatenkammer durfte Schenk diesmal fahren. Stattdessen kurvte er in einem alten Range Rover durch Kölns Vororte.

Szene aus "Tatort: Durchgedreht": Die Kommissare stellen den Journalisten Ole Winthir (Peter Benedict) zu Rede. (Quelle: WDR/Martin Valentin Menke)Szene aus "Tatort: Durchgedreht": Die Kommissare stellen den Journalisten Ole Winthir (Peter Benedict) zu Rede. (Quelle: WDR/Martin Valentin Menke)

Was man dem Drehbuch aber wirklich übel nehmen muss, ist eine Szene am Ende des Films, als der Täter überführt werden soll. Da bitten die Kommissare Gunnar Schwalb (Stephan Szász), den Schwager und Onkel der beiden Toten, ein als Beweismittel benötigtes Teppichmesser zu holen. Und während der Tatverdächtige in den Keller geht und sich dabei seine Nichte Anna als Geisel schnappt, warten die Beamten seelenruhig im Hausflur. Das ist dann doch zu plump und realitätsfremd.

Tempo erst am Schluss

Die anschließende Verfolgungsjagd brachte dann zwar endlich etwas Tempo in den bis dahin lahmen Fall, riss aber spannungstechnisch das Ruder nicht mehr rum. "Durchgedreht" war damit leider nur Durchschnittsware.

Oliver Bröcker (M.) spielt im "Tatort: Durchgedreht" den Steuerfahnder Schwarzhaupt. Es ist schon seine achte Rolle in der Krimireihe.  (Quelle: WDR/Martin Valentin Menke)Oliver Bröcker (M.) spielt im "Tatort: Durchgedreht" den Steuerfahnder Schwarzhaupt. Es ist schon seine achte Rolle in der Krimireihe. (Quelle: WDR/Martin Valentin Menke)

 (Quelle: t-online.de, ARD) (Quelle: t-online.de, ARD)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Um sich alle Inhalte anzeigen lassen zu können, sollten Sie die aktuellste Version nutzen. Diese erhalten Sie hier: Zum Telekom Browser"

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Unterhaltung von A bis Z

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017