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    Heizöl: Experte rät jetzt zum Kauf

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    Heizölpreise  

    Lohnt jetzt der Kauf von Heizöl?

    01.07.2011, 14:56 Uhr | dapd, dpa, t-online.de , dapd, dpa, t-online.de

    Heizöl: Experte rät jetzt zum Kauf . Heizöl-Lieferung - Jedes Jahr die gleiche Frage: Jetzt kaufen oder warten?  (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

    Heizölpreise auf dem Rückzug: Gut wer mit Bestellung noch warten kann (Quelle: dpa)

    Die Rohölpreise haben sich seit ihrem Jahreshoch im April deutlich abgeschwächt. Entspannung gab es auch durch die gemeinsame Aktion der Industriestaaten, dem Ölpreisanstieg Einhalt zu gebieten. Dazu fluteten sie vergangene Woche den Markt mit Teilen ihrer strategischen Ressourcen. Dies sorgte kurzfristig auch für eine Entspannung beim Heizölpreis. Doch die Preise ziehen schon wieder an. Der Handel rüstet sich bereits seit vergangener Woche. Wer nach dem vergangenen recht kalten Winter auf leeren Heizöl-Tanks sitzt, kann sich nun um einen Kauf bemühen. Unser Tipp: Der Heizöl-Rechner gibt für Ihre Region eine erste Preisorientierung.

    Heizöl: Kunden informieren sich vermehrt

    Der Preis für einen Liter Heizöl beim Kauf von 3000 Litern beträgt zurzeit etwa 80 Cent inklusive Mehrwertsteuer. Das sind zwar immer noch zehn Cent mehr als vor einem Jahr. Ein Händler der Mineralölfirma Wilhelm Hoyer KG in Visselhövede erklärte jedoch bereits in der vergangenen Woche, er rechne in Kürze mit einer Gegenbewegung aufwärts. Diese setzt nun offenbar ein.

    Generell werde aber in der Ferienzeit ohnehin nie viel gekauft. "Da haben die Kunden andere Ausgaben im Sinn." Tatsächlich seien die Voraussetzungen für einen Anstieg der Nachfrage in den nächsten Wochen aber gut. Die Tanks der Ölheizungen seien meist verhältnismäßig leer. "Die Bevorratung ist so niedrig wie selten." Ursache dafür seien die in den letzten Jahren hohen Preise. Die Verbraucher hätten daher nur das Nötigste gekauft. Normal sei, dass im September viel Öl gekauft werde.

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    Pläne für neue Heiz-Steuer verunsichern

    In diesem Jahr schaut die Mineralölwirtschaft zudem skeptisch auf neue Pläne der Bundesregierung. Sie befürchtet die Gefahr einer Kostenexplosion im Wärmemarkt schon im nächsten Winter. "Sollten sich die in der Presse veröffentlichten Pläne der Bundesregierung für die Einführung eines Zertifikate-Handels für die wichtigsten Wärmeträger wie Öl und Gas bewahrheiten, wird der kommende Winter teuer", erklärte der Mineralölwirtschaftsverband. Die Bundesregierung erwägt die Einbeziehung von Brennstoffen in den Zertifikate-Handel nach Medienberichten allerdings erst für 2015.

    Alte Jahreszeiten-Regeln funktionieren nicht mehr

    Generell haben sich in den vergangenen Jahren die Einkaufsregeln beim Heizöl verändert. Deshalb sollte sich jeder regelmäßig darüber Gedanken machen, wann er seinen Tank füllen lässt. Experten raten zu übers Jahr verteilten Heizöl-Sammelbestellungen mit Nachbarn oder Freunden. Ölheizungsbesitzer sollten die Preise deshalb das Jahr über genau beobachten. Denn die Preise können beeinflusst durch Wechselkurse oder das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach oben und unten schwanken.

    Längerfristig steigende Rohöl-Preise

    Am Freitag haben die Ölpreise etwas nachgegeben. Am Freitagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August 111,30 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank auf 94,65 Dollar. Zum Vergleich: Im April kostete das Fass Brent noch 125 Dollar, WTI wurde am Terminmarkt zu etwa 112 Dollar gehandelt. Laut den Researchern der Société Générale sprechen die Fundamentaldaten für moderat steigende Rohölpreise für dieses und kommendes Jahr. Grundlage sei die Einschätzung, dass das globale Wachstum ab dem zweiten Halbjahr 2011 wieder auf dem richtigen Weg sei. Darüber hinaus erwartet die Großbank, dass Saudi-Arabien weder an einer deutlichen Preisreduktion noch an stark steigenden Ölpreisen interessiert ist, und geht daher davon aus, dass Brent-Preise von über 125 US-Dollar vermieden werden.

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