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Gold verliert nach EZB-Entscheidung leicht

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Marktbericht Gold  

Gold verliert nach EZB-Entscheidung leicht

09.12.2016, 09:20 Uhr | Ophirum, Benjamin Feingold

Gold verliert nach EZB-Entscheidung leicht. Die Entwicklung des Goldpreises im aktuellen Marktbericht. (Quelle: thinkstock)

Der Marktbericht informiert täglich, wie sich der Goldpreis entwickelt. (Quelle: thinkstock)

+++ Gold-Marktbericht vom 9. Dezember 2016 +++

Die EZB hat gestern beschlossen, ihr Anleihenkaufprogramm zu verlängern. Am April wird sie neun Monate lang 60 Milliarden Euro in die Märkte pumpen. Die expansive Geldpolitik wird also fortgesetzt, eine Drosselung wie in den USA wird es in Europa derzeit nicht geben. Das hat den Euro geschwächt und den Dollar gestärkt, was wiederum den Goldpreis belastet. Er gab nach der EZB-Entscheidung leicht nach und notiert aktuell bei 1.168 US-Dollar. Ein steigender Dollar verteuert Gold für die zahlreichen Nicht-Dollar-Investoren, was wiederum zu einer geringen Nachfrage nach dem Edelmetall führt. Der US-Dollarindex, der die Entwicklung des Greenbacks gegenüber sechs anderen Weltleitwährungen misst, ist gestern deutlich um fast ein Prozent gestiegen. Hinzu kommt, dass die Anleihenrenditen und die Aktienmärkte weiter steigen, in den USA sogar wieder Rekordstände knacken. Dadurch verliert Gold als sicherer Anlagehafen vorerst an Bedeutung, die Verluste bleiben jedoch moderat.

AKTUELLE PREISE FÜR MÜNZEN UND BARREN (ANZEIGE)

+++ Gold-Marktbericht vom 8. Dezember 2016 +++

Keine Gegenbewegung, aber zumindest legte der  Goldpreis gestern eine Erholung im jüngsten Abwärtstrend hin. Fallende Anleiherenditen und sinkender US-Dollar haben sich positiv auf Gold ausgewirkt, das derzeit bei 1.175 US-Dollar notiert. Außerdem haben sich die Abflüsse aus Gold-ETFs verlangsamt, was den Preis des Edelmetalls ebenfalls stützt. Heute wird die EZB auf ihrer Sitzung über das Anleihenkaufprogramm beraten, das bis Ende März 2017 vorsieht, monatlich 80 Milliarden Euro an den Markt zu geben. Analysten erwarten, dass dieses Programm über den März hinaus verlängert wird. Spannend dürfte die Frage werden, ob EZB-Chef Draghi auf der Pressekonferenz um 14.30 Uhr einen Zeitpunkt ankündigt, wann das Anleihenkaufprogramm gedrosselt wird. Eine solche Ankündigung könnte die Zinsen auch in Europa ansteigen lassen, was den Goldpreis allerdings belasten dürfte.

+++ Gold-Marktbericht vom 7. Dezember 2016 +++

Ein robuster Aktienmarkt setzt dem Goldpreis wieder zu. Anleger sind risikobereit und meiden vermeintlich sichere Häfen wie Gold. So schaffte der Dow Jones nach einem Schlussspurt wieder ein neues Rekordhoch, während der Goldpreis leicht gesunken ist. Aktuell notiert das Edelmetall bei 1.169 US-Dollar. Zwar ist eine US-Leitzinsanhebung nächste Woche auf der US-Notenbanksitzung immer noch mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent eingepreist, aber die Unsicherheit über weitere Zinsschritte im kommenden Jahr bleibt. Denn die jüngsten Wirtschaftsdaten bestätigen den Trend zu einer höheren Inflation – die US-Lohnstückkosten sind im dritten Quartal mit 0,7 Prozent stärker als erwartet gestiegen. In Deutschland legten die Auftragseingänge für die Industrie im Oktober überraschend deutlich zu und signalisieren eine Belebung der Industriekonjunktur.

+++ Gold-Marktbericht vom 6. Dezember 2016 +++

Dem Goldpreisfehlen weiter die Impulse und so pendelt das Edelmetall seit geraumer Zeit zwischen der Unterstützung bei rund 1.160 US-Dollar und dem Widerstand bei 1.180 USD. Gestern nach dem Scheitern des italienischen Verfassungsreferendums fiel das Edelmetall sogar auf 1.159 USD, konnte sich aber im Tagesverlauf kräftig erholen. Aktuell notiert die Feinunze nur leicht verändert bei 1.171 USD. Eine weitere Erholung haben Äußerungen von William Dudley verhindert, New Yorks Fed-Gouverneur. Er rechtfertigte Leitzinsanpassungen, so dass es im kommenden Jahr zu mehreren US-Zinserhöhungen kommen könnte. Eine Leitzinsanhebung im Dezember gilt als ausgemacht und belastete den Goldpreis im Vorfeld. Zahlreiche Anleger haben ihre Goldbestände weiter abgebaut. Am US-Terminmarkt wurden die Netto-Longpositionen beim Goldpreis in der Vorwoche nochmal reduziert und sind damit auf ein 9-Monatstief gefallen.

+++ Gold-Marktbericht vom 5. Dezember 2016 +++

Der italienische Ministerpräsident Renzi hat das Verfassungsreferendum am Sonntag verloren und kündigt seinen Rücktritt an, was den Goldpreis in einer ersten Reaktion aber kaum beeinflusst hat. Vermeintlich sichere Anlagehäfen wie Gold werden derzeit nicht angesteuert, daher notiert die Feinunze fast unverändert bei 1.174 US-Dollar. Am Freitag hatten die US-Arbeitsmarktdaten den Goldpreis schon kaum bewegt. Zwar sank die Arbeitslosenrate auf ein 9-Jahrestief bei 4,6 Prozent, aber die Zahl der geschaffenen Stellen fiel im November mit 178.000 unter den Erwartungen aus. Auch die Stundenlöhne waren mit einem Plus von 0,1 Prozent moderat, im Oktober lag die Rate noch bei 0,4 Prozent. Zwar ist eine US-Leitzinserhöhung trotz der Wirtschaftsdaten in der kommenden Woche auf der US-Notenbanksitzung sehr wahrscheinlich, bleibt für das kommende Jahr aber unsicher, sollte sich dieser jüngste Trend fortsetzen. Die Renditen und der Dollar geben bereits leicht nach, was tendenziell den Goldpreis stützen dürfte. 

+++ Gold-Marktbericht vom 2. Dezember 2016 +++

Der Goldpreis rutschte am ersten Handelstag des neuen Monats Dezember weiter ab. Ein kräftiger Anstieg der Renditen in den USA und in Europa hat dem Goldpreis zugesetzt, der im Tagesverlauf bis auf 1.161 US-Dollar gerutscht ist. Aktuell erholt sich das Metall bis auf 1.176 USD. Die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen sind auf ein 17-Monatshoch gestiegen, auf 2,49 Prozent. Aktuell geben die Renditen etwas nach, so dass sich der Goldpreis heute früh stabilisieren kann. Allerdings belasten den Goldpreis Gerüchte, dass China als weltgrößter Goldimporteur einen Importstopp verhängen wird. Damit wollen die chinesischen Behörden die zuletzt kräftigen Kapitalabflüsse aus dem Land verhindern. Der Yuan ist in Folge dieser Kapitalbewegungen auf ein 8-Jahrestief gegenüber dem US-Dollar gefallen. Heute werden Investoren besonders auf die um 14.30 Uhr veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten für November schauen. Es wird ein Anstieg um 200.000 Stellen erwartet, die Arbeitslosenrate soll bei 4,9 Prozent verharren.

+++ Gold-Marktbericht vom 1. Dezember 2016 +++

Gestern bekam der Goldpreis erneut einen Dämpfer und fiel auf das niedrigste Niveau seit Januar. Aktuell notiert die Feinunze bei 1.173 US-Dollar. Gleichzeitig bedeutet dieser Rückgang ein Minus von rund acht Prozent für den November – die schwächste Monatsperformance seit Juni 2013. Stark steigende Zinsen und ein robuster US-Dollar belasten den Goldpreis wieder. Die Renditen der zehnjährigen Anleihen in den USA liegen wieder bei rund 2,39 Prozent und nähern sich ihrem 52-Wochenhoch bei 2,42 Prozent an. Außerdem fielen die privaten US-Arbeitsmarktdaten wesentlich kräftiger aus als erwartet und signalisieren weiterhin eine wirtschaftliche Stärke, was gleichzeitig den US-Dollar stützt, aber dem Goldpreis schadet. Außerdem hat es in diesem Monat kräftige Abflüsse aus Gold-ETFs gegeben. Im SPDR Gold Trust, dem weltweit größten Gold-ETF, sanken die Bestände auf das niedrigste Niveau seit Juni. Die Abflüsse im November waren einer der stärksten in den vergangenen drei Jahren.

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