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    Spanien bittet Ex-Kolonien um Hilfe

    17.11.2012, 12:05 Uhr | dpa-AFX, dapd

    Spanien bittet Ex-Kolonien um Hilfe. König Juan Carlos von Spanien bittet seine Ex-Kolonien um Hilfe - Ecuadors Präsident Correa (l.) (Quelle: Reuters)

    König Juan Carlos von Spanien (r.) bittet um Hilfe (Quelle: Reuters)

    Verkehrte Welt: Spanien und Portugal bitten ihre ehemaligen Kolonien um Hilfe. Die Staats- und Regierungschefs aus lateinamerikanischen Ländern sind zum Iberoamerikanischen Gipfel mit Spanien und Portugal in der andalusischen Stadt Cadiz zusammengekommen. Bei der Eröffnung des Treffens bat der spanische König Juan Carlos die lateinamerikanischen Partner um Unterstützung bei der Bewältigung der aktuellen Krise.

    "Wir brauchen mehr Iberoamerika"

    "Iberoamerika ist im Aufstieg. Der Kontinent wächst, verringert die Armut und verbessert den sozialen Zusammenhalt", zitierte die Zeitung "El País" das spanische Staatsoberhaupt auf ihrer Internetseite. "Auf dieser Seite des Atlantiks sehen wir uns hingegen mit einer schwierigen Situation konfrontiert - ausgelöst von der Wirtschafts- und Finanzkrise. Unsere Blicke richten sich auf euch. Wir brauchen mehr Iberoamerika."

    Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy betonte, Lateinamerika sei als wirtschaftlich aufsteigende Region heutzutage vor allem für Spanien und Portugal eine Chance zur Überwindung der Krise in Europa. "In der Vergangenheit war Europa eine Chance für Lateinamerika, jetzt soll Lateinamerika eine Chance für Europa sein", sagte der konservative Regierungschef.

    Einfach erklärt
    Grafiken erläutern die Schuldenkrise

    Spanien und Portugal schwer gebeutelt

    Die beiden ehemaligen Kolonialmächte Spanien und Portugal leiden derzeit schwer unter Rezession und Schuldenkrise. Lateinamerika hingegen erfreut sich eines soliden Wachstums. Für 2012 erwartet die OECD zwar einen leichten Rückgang von 4,4 Prozent im Vorjahr auf 3,2 Prozent. Für 2013 wird aber schon wieder ein Anstieg auf vier Prozent Wirtschaftswachstum vorhergesagt.

    Gegen Massenentlassungen protestierende Werftarbeiter versuchten am Nachmittag, den Auftakt des Treffens zu stören und behinderten eine Stunde lang den Verkehr. Die Polizei ging mit Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor.

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