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Seat Leon X-Perience im Test: Aufgestockt aber nicht abgehoben

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Seat Leon X-Perience im Test  

Aufgestockt, aber nicht abgehoben

16.04.2015, 13:37 Uhr | Philipp Bender, t-online.de

Seat Leon X-Perience im Test: Aufgestockt aber nicht abgehoben. Seat Leon X-Perience (Quelle: t-online.de/Philipp Bender)

Seat Leon X-Perience (Quelle: Philipp Bender/t-online.de)

"Seat" und "Offroad" - das sind zwei Wörter, die bislang nicht in einem Atemzug genannt wurden. Mit dem Leon X-Perience ist das jetzt anders. Bis Seat 2016 sein erstes SUV auf den Markt bringt, soll der Leon X-Perience die Schlechtwege-Lust der Kundschaft stillen. Schafft er das?

Der Leon X-Perience kommt mit einer Rundum-Kunststoff-Verkleidung und angedeutetem Unterfahrschutz in Aluminium-Optik. Auffälligstes Merkmal sind wohl die Radhäuser, die einzigen runden Designelemente am ganzen Fahrzeug. Der herrlich scharfen Linienführung des Kombi fügen sie aber keinen Schaden zu.

Seat Leon X-Perience: Mehr als nur Plastik

Um als potenzieller Offroader zu bestehen, bedarf es vor allem einer kraftvollen Maschine unter der Motorhaube. Der Zweiliter-TDI unseres Testwagens ist so ein Geselle. Seine 184 PS und 380 Newtonmeter maximales Drehmoment gibt der Selbstzünder kraftvoll über ein Sechsgang-Direktschaltgetriebe an die Pneus weiter. Beim Hochdrehen klingt der Motor angenehm metallisch.

In unserem Test haben wir zwei Verbrauchswerte gemessen. Bei sparsamer Fahrweise mit wenig Zuladung und einem recht schlanken Redakteur auf dem Fahrersitz kam der etwas über 1,5 Tonnen schwere Testwagen auf einen Verbrauch von 6,1 Liter; eine lange Autobahntour mit Vollbesetzung und rund 20 Kilogramm Gepäck erledigte der Leon dagegen im Durchschnitt mit 7,1 Litern.

Flink in fünfter Generation

Das Allradsystem "4Drive" arbeitet mit einer Haldex-Kupplung der fünften Generation. Die Lamellenkupplung verteilt die Antriebskraft je nach Anforderung zwischen Vorder- und Hinterachse und macht den Allradler zum Front- oder Hecktriebler. Diese Verteilung geschieht in Sekundenschnelle - ohne dass der Fahrer davon etwas mitbekommt. Von Quälereien oder Rutschpartien abseits der befestigen Piste bleibt keine Spur.

Probe aufs Exempel 
Seat Leon X-PERIENCE: Fahrspaß auf allen Wegen

Neben Allrad-Antrieb der modernsten Generation bietet er leistungsstarke wie effiziente TDI- und TSI-Triebwerke. Video

Aufgestockt aber nicht abgehoben

Die Höherlegung um rund 15 Millimeter verschafft dem X-Perience ein Plus in Sachen Komfort, ohne Abstriche in der sportlichen Note zu kassieren. Kein Wanken und Schwanken stört den kurvigen Vorwärtstrieb unseres Spaniers, weder im Gelände noch auf der Straße. Lediglich die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen geben die eine oder andere lustlose Rückmeldung, wenn der Leon über ein Schlagloch poltert.

Der Kofferraum des X-Perience bietet einen Volumen zwischen 587 bis 1470 Litern. Damit reiht er sich hinter den Konzernbrüdern Skoda Octavia Combi (610 bis 1470 Liter) und Golf Variant (605 bis 1620 Liter) an. Mit an Bord sind Voll-LED-Scheinwerfer für 1190 Euro und ein Spurhalte- und Fernlichtassistent. Letzterer arbeitet angenehm präzise, blendet schnell auf und ab und lässt sich nicht durch grell leuchtende Verkehrszeichen oder andere, nicht-bewegliche Lichtquellen irritieren.

Mit einem Warnton endet die ACC

Das Innenleben des Leon zeigt sich bekannt stilsicher, für meinen Kollegen schon eine Spur zu nüchtern. Aber eines kann auch er nicht abstreiten: Alle Instrumente sind klar ablesbar, die Bedienung aller Elemente geht flott von der Hand. Wer den Unterschied zum "Normalo-Leon" sucht, der muss schon etwas genauer hingucken. Den X-Perience zieren dezente orangefarbene Nähte an Lenkrad und Schaltsack, das Lenkrad zeigt einen XP-Schriftzug.

Nettes Gimmick: Über den Bildschirm lassen sich Offroad-Informationen wie Lenkwinkel, Höhenmeter und Kompasszahl abrufen.

Das gilt insbesondere auch für die automatische Distanzregelung "Adaptive Cruise Control (ACC)", die mich auf der Autobahn fließend durch den dichten Verkehr schiebt. Leider arbeitet das System ohne Staufolge, kurz vor dem Fahrzeugstillstand bricht die ACC mit einem Warnton ab und ermahnt mich, selbst wieder die Pedalerie zu bedienen.

Fazit

Das Konzept des Allrad-Kombis ist gewiss keine neue Erfindung, aber nicht jeder Hersteller der dieses Segment bedient, bringt zufriedenstellende Ergebnisse. Beim Seat Leon X-Perience geht die Rechnung ohne Kompromisse auf. Der Kraxler vereint die Qualitäten eines Soft-Offroaders und effizienten Kompaktkombis zugleich, ohne Einbußen in Sachen Alltagstauglichkeit, Komfort oder Sportlichkeit. Ein Zwitter der Spaß macht - wer braucht da eigentlich noch das SUV?

Seat Leon X-Perience: Technische Daten und Preise

VersionX-Perience
Motor2,0 TDI
Leistung184 PS
Drehmoment380 Nm
0-100 km/h7,1 Sek
V-Max224 km/h
Verbrauch4,9 Liter
Testverbrauch6,1 / 7,1 Liter
Preis (2,0 TDI)ab 33.060 Euro

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