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Electra Glide Ultra Limited

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Electra Glide Ultra Limited - Schönheit auf Rädern

26.05.2015, 15:38 Uhr | Auto-Medienportal / wanted.de

Electra Glide Ultra Limited. Electra Glide Ultra Limited (Quelle: Auto-Medienportal.net / Prien)

Electra Glide Ultra Limited (Quelle: Auto-Medienportal.net / Prien)

Satte 50 Jahre hat die E-Glide hinter sich - für viele "das" amerikanische Motorrad schlechthin. Das aktuelle Top-Modell der Baureihe von Harley-Davidson – in den USA von begeisterten Fans auch schlicht "the company" genannt – ist die Electra Glide Ultra Limited. Ein Fahrbericht.

Der Reise-Dampfer wiegt leer satte 414 Kilogramm. Da braucht es schon ein wenig Selbstvertrauen, um die Kiste zu bewegen. Beim Parken, Wenden oder Rangieren machen sich die Pfunde deutlich bemerkbar. Und gleich eines vorneweg: Im Stadtverkehr macht die riesige Maschine nicht viel Spaß.

Königin der Etappe Ganz anders auf der Landstraße: Wenn das Bike rollt, dann ist es ein angenehmer Reisegefährte. Dafür sorgen nicht nur die Packtaschen und das Topcase mit insgesamt 132 Litern Gepäckvolumen. Dazu gehört ein Radio mit Anschluss für einen USB-Stick voller Musik und Bluetooth-Konnektivität, mit vier Lautsprechern und Bass Port Hecklautsprecher sowie einem Navigationssystem mit 6,5 Zoll-TFT-Display.

Gesteuert wird die Anlage über zwei Joysticks links und rechts am Lenker. Die riesige Harley ist nicht nur an heißen Tagen angenehm zu fahren:

Die beheizbaren Lenkergriffe lassen in Verbindung mit der vor Wind und Wetter schützenden Verkleidung auch bei niedrigeren Temperaturen angenehme Touren zu.

In den Kurven liegen nicht die Stärken der schönen Maschine, das hat aber auch niemand von dem Dampfschiff erwartet. Power hat die E-Glide mit 87 PS ausreichend, und rund 1,7 Liter Hubraum sorgen auch für ordentlich Drehmoment (138 Newtonmeter). Die Leistung gelangt über einen wartungsfreien Zahnriemen ans Hinterrad, die Maschine vibriert zwar in der Fahrt leicht, aber beileibe nicht unangenehm.

Das Bike kann locker mit unter sechs Litern auf 100 Kilometer Fahrstrecke bewegt werden. In Anbetracht des nicht gerade geringen Gewichts ein recht günstiger Wert, der in Kombination mit dem 22,7 Liter Kraftstoff fassenden Tank Reichweiten um 350 Kilometer möglich macht. Der Fahrkomfort ist ordentlich, auch wenn dafür weniger die Federelemente zuständig sind, die etwas sensibler ansprechen könnten. >>

Aber die üppig gepolsterte Sitzbank tut einiges, um die Reise für Fahrer und Beifahrer gemütlich und angenehm zu machen. Kurz, neben dem Kult-Faktor sprechen für das Eisen aus Milwaukee die reichhaltige Ausstattung und die gute Verarbeitung, zahlreiche liebevoll gemachte Details und der drehmomentstarke Motor. Wer Angst hat, dass die gut 400 Kilogramm umkippen könnten, der kann seit Kurzem eine "Low"-Version ordern. Die hat – statt 74 Zentimetern – eine Sitzhöhe von nur noch 68,5 Zentimetern. Dazu wurde das Bike mit gekürzten Federwegen um zwei Zentimetern tiefer gelegt und der Sitz selbst wurde anders gestaltet. Fazit: Auch mit einem halben Jahrhundert auf dem Buckel hat die E-Glide immer noch das Zeug zum Kult-Bike. Mit einem Preis ab knapp 28.000 Euro ist sie zwar nicht gerade billig, aber auch nicht überteuert.

Electra Glide - Motorrad der Rocker und Polizisten

Blicken wir zurück: Bekannt geworden ist die Motorrad-Legende nicht zulezt durch die zweirädrige Nebenrolle in etlichen amerikanischen Filmen und Serien, in denen sie gerne von den Ordnungshütern bewegt wurde. Aber nicht nur die Highway-Police schwört auf die Electra Glide, sie wurde auch schnell zum bevorzugten Fahrzeug der Hells-Angels. Da setzen also beide Seiten – diesseits und jenseits des Gesetzes – auf das gleiche Motorrad. Mit dem Bike festigte Harley-Davidson seine Stellung als Produzent bequemer Reise-Motorräder mit großvolumigen Motoren. Bis heute wird die E-Glide, in ihren Grundzügen und den wichtigsten Styling-Elementen kaum verändert produziert. Sie erfreut sich weltweit, wohl auch wegen ihres einzigartigen Images und ihres legendären Rufs, nach wie vor großer Beliebtheit.

Die Duo Glide erhielt 1958 eine Hinterrad-Schwinge mit zwei hydraulisch gedämpften Federbeinen, was zu mehr Fahrsicherheit verhalf, die Maschine war so etwas wie der Vorläufer der E-Glide. Denn diese Duo Glide bekam im Jahre 1965 - seinerzeit noch mit dem Panhead-Motor (Panhead = Pfannenkopf) ausgestattet – einen komfortablen elektrischen Anlasser. Den Vorschlag, dem Bike den Namen Electra Glide zu geben, soll Willie G. Davidson höchstpersönlich vorgebracht haben. Die offizielle Bezeichnung des Bikes lautete FLHE Electra-Glide. Das Jahr 1965 markierte das Ende des 1948 eingeführten Panhead V-Twin, und das erste Jahr des E-Starters. Parallel dazu hielten die 12-V-Elektrik und eine größere Batterie Einzug in die E-Glide.

Optisch ist die E-Glide bis heute gekennzeichnet durch einen breiten Sattel, recht voluminöse Kotflügel, zwei Packtaschen und einen von zwei Zusatzscheinwerfern flankierten Hauptscheinwerfer. Der bequeme Sitz und die Packtaschen machen das Bike in Verbindung mit dem E-Starter, der schweißtreibendes Ankicken ersparte, zu einem gefragten Reise-Bike in den USA. >>

Jenseits des großen Teichs störte man sich wenig an den reichlich vorhandenen Pfunden – rund 300 Kilo brachte der Dampfer schon damals auf die Waage. Schon ein Jahr nach ihrer ersten Präsentation wurde die E-Glide einer tiefgreifenden "Herz-Operation" unterzogen: Das berühmte Panhead-Triebwerk bekam neue Zylinderköpfe, einen überarbeiteten Ventiltrieb und den Spitznamen "Shovelhead" (Schaufelkopf). Der Name geht auf die Form der Abdeckung des Zylinderkopfs zurück, der an eine Kohlenschaufel erinnert. Seit 1984 werden die Harleys von den so genannten Evolution-Motoren (kurz Evo) befeuert. Damit findet erstmals ein vollständig aus Leichtmetall gefertigter – und von Porsche in Weissach entwickelter – Antrieb den Weg in eine Harley. Seither muss die amerikanische Kultmarke auf der Antriebsseite den Vergleich mit dem Wettbewerb nicht mehr scheuen. Die Motoren sind haltbar, stand- und vollgasfest, den Endantrieb übernimmt, nachdem noch eine Zeit lang die Kette als Sekundärtrieb diente, ein Zahnriemen.

Überarbeitete Modellreihe 2015

Im Jahre 1995 überschritt die jährliche Produktion mit 105.104 Einheiten erstmals die 100.000er-Grenze. Als erste Harley-Davidson bekam die "30th Anniversary Ultra Classic Electra Glide" eine Kraftstoff-Einspritzung. Im Jahre 1999 löste Harley den Evo-Motor der Big Twins durch den ebenfalls luftgekühlten Twin Cam 88 mit 1450 ccm und zwei unten liegenden Nockenwellen ab. Ein neuer Motor musste her - schließlich trafen bei den späteren Evo-Harleys mehr als 300 Kilo Gewicht auf nur noch rund 50 Pferdestärken. Die Bezeichnung Twin Cam geht auf die beiden Nockenwellen (englisch: cam shafts) der Maschine zurück, die Zahl 88 bezieht sich auf die in den USA übliche Angabe des Hubraums in Kubikzoll (englisch: cubic inch - cui). Zunächst wurde das neue Antriebsaggregat in den Baureihen Dyna und Touring eingesetzt. Seit dem Jahr 2009 bremsen die Touring-Modelle aus Milwaukee serienmäßig mit ABS. Zwei Jahre darauf hielt der 1690 Kubikzentimeter große Twin Cam 103 (103 cubic inch) Einzug in die Baureihe. Damit zur Gegenwart: Im Rahmen des Projekts Rushmore wurde die Harley-Modellfamilie im Jahre 2014 überarbeitet und optimiert. Neu sind nun mehr Drehmoment ("High-Output-V2"), die elektronische Bremskraftverteilung, neue Infotainment- und Beleuchtungs-Technologie und optimierte Sitze, Verkleidungen und Koffer. Impressionen zur aktuellen Schönheit aus Milwaukee sehen Sie in unserer Fotoshow.

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