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Porsche hat ihn mit gebaut: der Mercedes 500E

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Porsche hat ihn mit entwickelt: der Mercedes 500E

26.06.2012, 13:24 Uhr | Ulrich Feld, driver.de

Porsche hat ihn mit gebaut: der Mercedes 500E. Mercedes 500E (Quelle: Hersteller)

Mercedes 500E (Quelle: Hersteller)

Bei seinem Debüt auf dem Pariser Salon von 1990 schlug der Mercedes 500E der Baureihe W124 ein wie eine Bombe. Noch nie zuvor hatte es einen V8-Motor in einer deutschen Mittelklasse-Limousine gegeben. Einen Motor, der noch dazu aus dem besten Luxussportwagen seiner Zeit stammte: Dem Mercedes 500 SL, dem Spitzenmodell der im März 1989 erstmals auf dem Genfer Salon präsentierten Mercedes SL-Baureihe R129 mit einem fünf Liter großen V8 und 326 PS. Damit setzte der Mercedes E500 einen Rekord als stärkste Serienlimousine der Welt.

Mit diesem Motor wehte mehr als nur ein Hauch von großer Welt in das Cockpit der seit 1984 gebauten Mercedes-Mittelklasse W124. Mit diesen Autos verband man tüchtige Zuverlässigkeit, Taxis und solide Bürgerlichkeit. Der Mercedes 500E verkörpert dagegen gewissermaßen die ins Unterbewusstsein verdrängten Wünsche der Mercedes W124-Kundschaft. Er ist bärenstark, luxuriös, sündhaft teuer und bietet bis heute die perfekte Lässigkeit. Zur Traumwagenausstrahlung des Mercedes 500E trägt auch Geburtshelfer Porsche bei. Porsche hatte sich nicht nur - ähnlich wie später beim Audi RS2 - an der Entwicklung des Mercedes 500E beteiligt, sondern ließ den Mercedes 500E auch in Zuffenhausen montieren.

Mercedes 500E mit starkem Auftritt

Der stämmige Auftritt des Mercedes 500E gefällt. Durch die im Vergleich zur normalen Mercedes W124-Limousine verbreiterten Kotflügel und die geänderten Scheinwerfer liefert der Mercedes 500E dem aufmerksamen Betrachter einen diskreten aber wirkungsvollen Hinweis darauf, wen er vor sich hat. Der Auftritt des Mercedes 500E wirkt somit zugleich aufregend und ungemein beruhigend: Mit seiner breiten Spur vermittelt der Mercedes 500E stets den Eindruck unerschütterlicher Ruhe und unendlicher Kraftreserven.

Schon das Einsteigen bereitet Vergnügen

Der Eindruck luxuriöser Geborgenheit verstärkt sich beim Einsteigen in den Mercedes 500E. Die meisten Erstbesitzer leisteten sich Vollausstattung mit Leder auf den Sitzen. Es ist nicht das weiche Connolly-Leder wie bei Jaguar oder Ferrari, dieser Mercedes-Bezugsstoff ist kräftiger und dicker. Er knarzt verheißungsvoll wie eine alte Motorradjacke beim Anziehen, wenn man sich darauf niederlässt.

Mercedes 500E mit Feuer unter dem Stern

Die gepflegt halbstarke Ausstrahlung des Mercedes 500E wird noch viel stärker, wenn man den Motor anlässt. Der V8 liefert einen weichen dunklen Lauf, nur bei einem entschlossenen Tritt aufs Gaspedal schiebt sich der Klang in den Vordergrund. Noch viel mehr schiebt allerdings der Mercedes 500E bei solchen Experimenten, weswegen man diesem Auto tunlichst nur bei freier Straße die Sporen geben sollte. Der Mercedes 500E übertraf selbst den zwölfzylindrigen BMW 750i mit seinen 300 PS.

Beschleunigung wie eine Düsenmaschine

In nicht einmal sieben Sekunden sind 100 Stundenkilometer erreicht. Man hat in diesen sieben Sekunden nicht das Gefühl, die Straße aufzureißen - es fühlt sich vielmehr an wie Vollgas an Bord einer Düsenmaschine auf der Startbahn. Bei 250 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit abgeriegelt. Offen würde der Mercedes 500E locker die 270 km/h überschreiten. Seine Form war so strömungsgünstig, dass er mit einem cw-Wert von knapp unter 0,30 sogar den bisherigen Rekordhalter Audi 100 C3 als Limousine vom Spitzenplatz verdrängte.

Im Mercedes E500 unterschätzt man die Geschwindigkeit

Komfort und Straßenlage sind überwältigend. Selbst bei Geschwindigkeiten über 200 km/h kann man sich in einem Mercedes 500E problemlos in Zimmerlautstärke unterhalten. Das Motorengeräusch wird wohl etwas dominanter, aber der Mercedes 500E läuft weiter wie auf Schienen.

Mercedes 500E wird zum E500

Ab 1993 änderte Mercedes die Typenbezeichnung des Mercedes 500E in E500, wie bis heute gültig. 1990 stand das Auto mit mindestens 134.520 Mark in den Preislisten. Zu seinem Produktionsende 1995 kostete der Mercedes E500 sogar 145.590 Mark. Trotz seines hohen Preises fand der E500 über 10.000 Käufer

Gebrauchte Mercedes E500 steigen im Preis

Wer heute Ausschau nach einem Mercedes E500 hält, profitiert von den Langzeit-Qualitäten der Baureihe W124. Vor Rost war bisher leider noch keine Mercedes E-Klasse gefeit, und auch ein Käufer eines E500 sollte das Objekt seiner Begierde sorgfältig nach befallenen Stellen überprüfen. Karosserieteile für den Mercedes E500 sind problemlos lieferbar, aber teuer. Weit weniger Kopfzerbrechen bereitet der V8: Bei pfleglicher Behandlung und schonendem Warmfahren überschreitet der Motor ohne Probleme Laufleistungen von einer viertel Million Kilometer. Die Preisspanne des Mercedes E500 reicht von knapp 5000 Euro bis zum zehnfachen Betrag. Im Zweifelsfall lohnt es sich auch hier, lieber für einen höheren Betrag gleich ein gutes Exemplar zu kaufen.

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