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VW-Rückrufaktion: Das ist der Grund für den Rekord-Rückruf

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Volkswagen  

Das ist der Grund für den Rekord-Rückruf

18.11.2013, 10:22 Uhr | dpa

VW-Rückrufaktion: Das ist der Grund für den Rekord-Rückruf. VWs 7-Gang-DSG macht immer mal wieder Ärger (Quelle: Hersteller)

VWs 7-Gang-DSG macht immer mal wieder Ärger (Quelle: Hersteller)

2,6 Millionen Autos muss Volkswagen in die Werkstatt zurückbeordern - ein Rückruf in einer Größendimension, wie es ihn nur selten gibt. Mit aller Macht bekommen die Wolfsburger das Risiko identischer Bauteile zu spüren.

Volkswagen: Nachteile der Baukastenstrategie

Europas größter Autobauer Volkswagen bekommt im Wettrennen um die Weltspitze die Schattenseiten seiner Baukasten-Strategie zu spüren. Weil immer mehr Marken der Konzernfamilie aus Kostengründen auf identische Bauteile setzen, wächst auch das Risiko millionenfacher Rückrufe.

DSG macht Sorgen

Der Löwenanteil der Probleme hängt an ein und demselben Getriebe. Und das ist zu allem Überfluss auch noch eine ureigene Erfindung der VW-Ingenieure. Das Dilemma: Ausgerechnet die fünf absatzstärksten Konzernmarken nutzen das sogenannte Doppelkupplungsgetriebe DSG, das nun weltweit Ärger bereitet. Es geht um 1,6 Millionen Autobesitzer, denen VW zu einem freiwilligen Werkstattbesuch rät, "um die Zufriedenheit der DSG-Kunden weiter zu gewährleisten."

Die Probleme hatten sich bereits abgezeichnet. Die VW-interne Erfindung zickt besonders im verstopften, heißen Großstadtdschungel. Lange war das nur ein Problem auf der anderen Seite der Erde. In China, Japan und Australien gab es größere DSG-Rückrufe.

Rückruf "nicht wahnsinnig überraschend"

Der Rückruf kommt für Stefan Bratzel von der Fachhochschule Bergisch Gladbach "nicht wahnsinnig überraschend. Das ist das Damokles-Schwert, das über der Plattformstrategie hängt", sagt er - gleiche Teile, gleiche Probleme.

"Qualität muss dabei vor Geschwindigkeit gehen"

Hier müssen auch die Wolfsburger ansetzen, um Gefahren möglichst gering zu halten. Denn mittelfristig sollen pro Jahr vier Millionen Autos auf Basis des sogenannten Modularen Querbaukastens (MQB) vom Band laufen. "Qualität muss dabei vor Geschwindigkeit gehen", sagt Bratzel und betont vor allem die Bedeutung der Qualitätssicherung, die penibel auf kleinste Unregelmäßigkeiten achten müsse.

Fehler vorzeitig beheben

Wenn es tatsächlich irgendwo hakt, sei Eile geboten: "Man muss die Fehler möglichst frühzeitig feststellen." Sonst potenziere sich das Risiko.


Das Image muss gewahrt werden

Für VW komme es jetzt darauf an, die Rückrufaktion möglichst angenehme und professionell für die Kunden zu gestalten, um so das Image zu wahren. "Aber wenn man gut damit umgeht, muss es kein Problem sein." VW schreibt die Halter an, muss die Sache erklären - und die Vertragswerkstätten müssen beim Kundenansturm Servicedenken beweisen. Schwacher Trost für VW: In Konzernkreisen heißt es, dass die Probleme beim Tiguan und Amarok auf die Kappe der Zulieferer gehen.

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