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Zu schnell gefahren und geblitzt worden: Das sollten Sie wissen

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In diesen Situationen möglich  

Wie Sie ein Fahrverbot vermeiden können

05.11.2015, 12:49 Uhr | Auto-Reporter.Net, t-online.de, ADAC

Zu schnell gefahren und geblitzt worden: Das sollten Sie wissen. In manchen Fällen kann man um den Einzug des Führerscheines herumkommen. (Quelle: dpa)

In manchen Fällen kann man um den Einzug des Führerscheines herumkommen. (Quelle: dpa)

Es hat geblitzt. Und zwar rot. Keine Frage, Sie wurden bei einer Tempomessung erwischt, weil Sie zu schnell gefahren sind. Und jetzt droht Ihnen Fahrverbot - was also tun?

Höheres Bußgeld statt Fahrverbot

Wer zu schnell gefahren ist und deshalb ein Fahrverbot bekommt, kann im Einzelfall darum herumkommen. Darauf weist der ADAC hin. Dann zahlt man ein erhöhtes Bußgeld und darf dafür weiter Auto fahren. Meist wird das Bußgeld verdoppelt.

Das ist jedoch kein Freibrief zum Rasen. "Das ist ein absoluter Ausnahmefall, der gut begründet sein muss", betont Jochen Oesterle vom ADAC. Wenn Sie beispielsweise als Berufskraftfahrer auf Ihren Führerschein angewiesen sind, kann eine mögliche Begründung die drohende Kündigung des Arbeitgebers sein.

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ADAC beantwortet Fragen zu Geschwindigkeitsverstößen.

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Bei Straftaten hilft auch kein erhöhtes Bußgeld

Echte Erfolgsaussichten hat die Rücknahme des Fahrverbots nur bei einmonatigen Fahrverboten. Bei mehrmonatigen Verboten sei allenfalls eine Verkürzung drin, erklärt Oesterle.

Die Entscheidung über den Verzicht auf das Fahrverbot ist je nach Bundesland anders geregelt, erläutert er. "Entweder entscheidet die Bußgeldstelle nach einer Anhörung oder das zuständige Amtsgericht." Generell gilt die Möglichkeit nur für Bußgeldverstöße, nicht aber für Straftatbestände.

Anwalt um Rat bitten

Bevor man Einspruch gegen das Fahrverbot einlegt, rät Oesterle dazu, einen Verkehrsrechtsanwalt zu konsultieren. "Der kann einschätzen, ob die Argumente für die Rücknahme des Fahrverbots ausreichen."

In dem Fall ist auch die regionale Expertise wichtig: Wer in Sachsen wohnt, aber in Baden-Württemberg geblitzt wurde, sollte lieber einen Anwalt aus Baden-Württemberg suchen. "Der kennt die Verhältnisse dort besser", sagt Oesterle.

Fahrverbote können verjähren

Fahrverbote für Verkehrssünden sollen auch als Denkzettel dienen. Zwei Jahre nach der Tat tun sie das nach Ansicht der meisten Gerichte jedoch nicht mehr. Denn liegt die Tat mehr als zwei Jahre zurück, beschränken sich die meisten Gerichte bei der Ahndung oft auf eine Geldstrafe, weil das Fahrverbot keinen "spezialpräventiven Charakter" mehr hat.  

Geblitzt: Fahrzeughalter wird bestimmt

Wie ist das Prozedere nach einem Tempoverstoß? Als erste Amtshandlung erfährt Ihr Blitzer-Foto eine Auswertung durch die Bußgeldstelle, sie leitet gleichzeitig ein Bußgeldverfahren ein. Um herauszufinden, ob es sich beim Fahrer auch um den Fahrzeughalter handelt, gleicht die Behörde die Daten mit Hilfe des Kraftfahrt-Bundesamtes ab. Geht die Bußgeldbehörde davon aus, dass Fahrer und Halter ein und dieselbe Person sind, bekommt er einen schriftlichen Anhörungsbogen zugesandt. Jetzt können Sie den Verstoß zugeben und auf die Strafe warten.

Zu schnell: Ab 15 Euro aufwärts

Die Höhe des Bußgeldbescheids richtet sich nach der Schwere des Verstoßes. Bis 20 km/h gibt es innerorts ein Verwarngeld von 15 bis 35 Euro. Darüber drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg und ab 31 km/h auch Fahrverbote. Außerorts droht ein Fahrverbot erst ab 41 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, Punkte gibt es ebenfalls ab 20 km/h darüber. Hier können Sie die Höhe Ihres Bußgeldes berechnen

Polizei ermittelt bei unklarer Sachlage

Stellt die Behörde allerdings fest, dass die abgelichtete Person und der Fahrzeughalter nicht übereinstimmen, erhält der Halter einen Zeugen-Fragebogen per Post. Hier soll der Halter lediglich den geblitzten Fahrer benennen. Dabei ist niemand dazu verpflichtet, andere Personen zu belasten - Angaben über die eigene Person sind jedoch Pflicht. Bleibt der Fragebogen unausgefüllt, schaltet sich die Polizei in die Ermittlungen ein und vergleicht das Blitzer-Foto mit Bildern von Verwandten beim Einwohnermeldeamt.

Einspruch einlegen erlaubt

Ist das Ermittlungsverfahren erfolgreich, kann die Bußgeldstelle das Verfahren einstellen, eine Verwarnung aussprechen oder den Bußgeldbescheid erlassen. Gegen einen ausgestellten Bußgeldbescheid können Betroffene innerhalb von zwei Wochen per Briefpost Einspruch erheben. Sieht die Bußgeldbehörde keinen Grund, den Bescheid aufzuheben, wandert das Verfahren vor das Amtsgericht.

Bis zu jede zehnte Tempomessung falsch

Wer sich zu Unrecht geblitzt fühlt, sollte sich einen Anwalt nehmen. Untersuchungen haben gezeigt, dass bis zu zehn Prozent aller Geschwindigkeitsmessungen Fehler aufweisen. Finden sich Anhaltspunkte für einen oder gleich mehrere Fehler, kann der Anwalt Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen - und es kann zu einer Verhandlung vor Gericht kommen.

Doch Vorsicht - der Anwalt kostet Geld. Geregelt ist das nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Bei den schnell auflaufenden Verfahrenskosten ist eine Verkehrsrechtschutzversicherung von Vorteil.

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