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Kreisverkehr: So verhalten Sie sich als Autofahrer richtig

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Verhalten am Kreisverkehr  

Wissen Sie, wann Sie hier blinken müssen?

| Claudius Lüder, ADAC, t-online.de, dpa-tmn

Kreisverkehr: So verhalten Sie sich als Autofahrer richtig. Viel Autofahrer sind sich unsicher, wie sich sich am Kreisverkehr korrekt verhalten. (Quelle: Autoreporter)

Viel Autofahrer sind sich unsicher, wie sich sich am Kreisverkehr korrekt verhalten. (Quelle: Autoreporter)

Der Kreisverkehr erlebt in Deutschland sein Comeback - immer häufiger werden Ampelkreuzungen durch Kreisverkehre ersetzt. Aber wissen Sie auch, wie Sie sich am Kreisel korrekt verhalten - wann Sie blinken müssen?

Kreisverkehr mit oder ohne "Vorfahrt gewähren"

Achtung: Es gibt zwei Arten von "Kreisverkehren": Bei dem häufiger anzutreffenden Kreisel steht vor der Einmündung über dem blauen Kreisverkehrsschild das Zeichen für "Vorfahrt gewähren". Autofahrer müssen das Vorfahrtsrecht der im Kreisel befindlichen Fahrzeuge beachten.

Bei der anderen Art fehlt das Vorfahrtsschild - da handelt es sich nicht um einen Kreisverkehr sondern um einen laut ADAC "kreisförmigen Knotenpunkt." Hier gilt: Rechts vor links. Da dies jedoch eher unüblich und selten anzutreffen ist, sollte man sich aus Gründen der eigenen Sicherheit so verhalten, als ob das Schild "Vorfahrt gewähren" vorhanden wäre.

UMFRAGE
Hand aufs Herz - wissen Sie, wie man sich am Kreisel verhält?

Kreisverkehr: Richtig blinken, ein- und ausfahren

Vorfahrt hat immer der Verkehr auf der Kreisfahrbahn. Bei der Einfahrt in den Kreisverkehr darf nicht geblinkt werden. Wer da blinkt, riskiert unter Umständen einen Unfall. "Der Blinker bleibt mitunter durch das eingeschlagene Lenkrad an", sagt Josef Harrer vom Auto- und Reiseclub Deutschland.

Das kann zur Gefahr werden, wenn man bei der ersten Abfahrt nicht abbiegen, sondern weiter im Kreisverkehr fahren will. Ein dort wartender Autofahrer könnte den eingeschalteten Blinker so deuten, dass man abfahren will - und losfahren.

Beim Herausfahren hingegen muss der Blinker gesetzt werden, um anderen Autofahrern anzuzeigen, dass sie gefahrlos einfahren können und um kreuzenden Fußgängern oder Fahrradfahrern die Richtungsänderung anzuzeigen.

Mehrspurige Kreisel: So funktioniert es

Bei mehrspurigen Kreiseln sollte die rechte Spur verwendet werden, wenn man an der nächsten oder übernächste Ausfahrt abfahren möchte. Bei einem späteren Verlassen ist das Einordnen auf der linken Spur ratsam. Grundsätzlich dürfen Sie aber frei wählen, welche Spur sie benutzen.

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Wenn Sie innen fahren, müssen Sie den Vorrang des außen Fahrenden beachten. Dies gilt unabhängig davon, ob die Kreisfahrbahn zweistreifig markiert ist oder nicht. Und: Wer sich kurz vor der geplanten Ausfahrt noch auf der Innenspur befindet, sollte der Sicherheit zuliebe eine Extrarunde einlegen.

Auf Radfahrer und Fußgänger achten

Beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr muss der Vorrang von Fußgängern beachtet werden. Beim Einfahren in den Kreisverkehr haben Fußgänger dagegen keinen Vorrang. Anders ist es bei Radfahrern: Auf Radwegen haben Radfahrer laut ADAC Vorrang vor ein- und ausfahrenden Fahrzeugen. Dies gilt nicht, wenn Radfahrer durch Verkehrszeichen untergeordnet werden.

Sicherer als eine Kreuzung

Der so genannte "kleine Kreisverkehr" gilt als sehr sicher. Er wird einspurig befahren, hat einen Durchmesser von mindestens 26 Metern und eine fest eingefasste Kreisinsel. Immer beliebter werden die sogenannten Minikreisverkehre mit Durchmessern zwischen 13 und 22 Metern, die bevorzugt in kleineren Ortschaften gebaut werden. Besonderheit ist die für Busse und Lkw überfahrbare Kreisinsel.

Zahlen und Erhebungen unterstreichen die Vorteile von Kreiseln. So ergab 2014 eine Untersuchung im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV) an 100 Kreisverkehren in ganz Deutschland, dass Kreisel innerorts ein deutlich höheres Sicherheitsniveau erreichen als einfache Kreuzungen oder Ampelkreuzungen.

Aber auch außerorts, wo schneller gefahren wird, lassen sich die Unfallzahlen senken. Im Landkreis Oberallgäu-Nord etwa konnte durch einen Kreisverkehr auf einer Bundesstraße innerhalb von drei Jahren die Zahl der Unfälle von 14 auf null reduziert werden.

Weniger Konfliktpunkte

"Ein Kreisverkehr bietet deutlich weniger Konfliktpunkte", erläutert Verkehrsexperte Lipphard das Erfolgsgeheimnis der Rundbauten. "Eine normale vierarmige Kreuzung hat 32 mögliche Konfliktpunkte, bei einem Kreisel hingegen sind es nur 8." Allein wenn ein Autofahrer an einer Kreuzung links abbiegen wolle, müsse er den Gegenverkehr, Fußgänger, Radfahrer und die Ampel gleichzeitig beachten.

Anders im Kreisel: "Hier überschneiden sich nicht so viele Verkehrsströme gleichzeitig. Zudem muss der Fahrer nur vergleichsweise einfache Entscheidungen treffen, und diese hintereinander", so Lipphard.

Autofahrer sollten also wissen, wie sich sich richtig am Kreisel verhalten. Bundesweit werden immer mehr Kreuzungen durch Kreisel ersetzt. "Der Kreisel erlebt in der Tat eine gewisse Renaissance", sagt Detlev Lipphard vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Europäische Nachbarn machen es vor: "Großbritannien ist sicherlich führend mit seinen Roundabouts, aber auch in den Niederlanden und Schweden werden sehr viele Kreisverkehre gebaut." Die niedrigen Unfallzahlen dort hätten auch die Verkehrsplaner in Deutschland registriert.

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