20.10.2011, 14:50 Uhr | t-online.de, mid
Autogas: Nicht immer lohnt die Umrüstung (Quelle: dapd)
Beim Kostensparen kann die Pkw-Umrüstung auf Autogas durchaus lukrativ sein - aber nur, wenn man sehr viel Geduld hat. Für 50 gängige Modelle mit Benzinmotor hat der ADAC jetzt berechnet, ab wann sich die Umrüstung lohnt. Durchschnittlich amortisiert sich die Investition nach rund 50.000 Kilometern.
Naturgemäß rechnet sich der Umstieg aufgrund des höheren Kraftstoffverbrauchs bei größeren Fahrzeugen schneller, aber auch bei kleineren Fahrzeugen kann er sich durchaus lohnen. Langfristig lassen sich die Spritkosten oft um mehr als 50 Euro pro 1000 Kilometer senken, da Autogas im Vergleich zu Benzin meist nur die Hälfte kostet.
Vergleichsweise schnell lohnt sich die Umrüstung auf Autogas unter anderem beim Ford Galaxy, Audi A8, Chrysler Voyager, Renault Espace, BMW 740i und Volkswagen Sharan. Bei diesen Fahrzeugen waren die Umrüstungsausgaben nach 35.000 bis 38.000 Kilometern wieder eingefahren. Beim Ford können Autofahrer dann rund 80 Euro pro 1000 Kilometer sparen, beim VW rund 60 Euro.
Typische Mittelklassewagen wie der VW Passat, der 3er BMW oder die C-Klasse von Mercedes brauchen dagegen oft deutlich über 40.000 Kilometer Laufleistung, um sich zu amortisieren. Noch mehr Geduld müssen die Fahrer von Kompaktwagen wie dem VW Golf, dem Opel Astra oder etwa dem Audi A3 aufbringen. Bei diesen Modellen amortisiert sich die Umrüstung zwischen 48.000 und 54.000 Kilometern.
Fahrer eines Smart Fortwo müssen rund 72.000 Kilometer fahren bis sich der Umstieg auf Autogas rentiert. Auch beim Fiat Punto, Renault Twingo, Opel Corsa und Mitsubishi Colt amortisieren sich die Investitionen erst nach über 60.000 gefahrenen Kilometern. Beim beliebten VW Polo rechnet sich die Umrüstung nach 56.000 Kilometern.
Autofahrer müssen für die Autogas-Umrüstung in der Regel mit Kosten zwischen 2000 und 3000 Euro rechnen. Durch eine spezielle Gaseinspritz-Technik können Ottomotoren mit dem alternativen Antrieb fahren. Ein Liter Autogas kostet zurzeit etwa 75 Eurocent - also halb so viel wie ein Liter Super.
Wichtig ist, dass eine Herstellerfreigabe für die Umrüstung vorliegt. Entsprechend einer ADAC Umfrage unter Autogasnutzern liegt der Mehrverbrauch allerdings bei 10 bis 20 Prozent. In die ADAC Berechnung ist ein um 15 Prozent erhöhter Verbrauch eingeflossen. Der ADAC empfiehlt, für den Einbau nur qualifizierte Fachbetriebe zu beauftragen, die die seit 1. April 2006 vorgeschriebenen Prüfungen der Gasanlagen GAP bzw. GSP durchführen dürfen.
20.10.2011, 14:50 Uhr | t-online.de, mid
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