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Mercedes SLS AMG: So schön kann Leistung sein

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Mercedes SLS AMG: Wunderschönes Motor-Spielzeug

17.02.2012, 10:27 Uhr | Peter Maahn, Raufeld

Mercedes SLS AMG: So schön kann Leistung sein. Wer braucht schon Flügeltüren? Der offene Mercedes der SLS AMG Roadster ist viel schöner. (Quelle: Hersteller)

Wer braucht schon Flügeltüren? Der offene Mercedes der SLS AMG Roadster ist viel schöner. (Quelle: Hersteller)

Acht Zylinder, 571 PS, und in 3,8 Sekunden auf 100 km/h – der Roadster Mercedes SLS AMG lässt die Augen jedes Motorenfans glänzen. Er fährt sich so einfach wie ein Golf, bietet aber den Fahrspaß einer Straßenrakete. Ein technisches Meisterwerk und kostspieliges Spielzeug all die Glücklichen, die das nötige Kleingeld haben.

Was kann man an diesem Auto kritisieren? Wo ist der schwache Punkt? Dieser Mercedes SLS ist einfach perfekt, fast schon beängstigend vollkommen. Und als offener Zweisitzer erst recht. Nach dem Flügeltüren-Coupé jetzt also der Roadster des derzeit wohl aufregendsten Mercedes, gebaut von der hauseigenen Edelschmiede AMG. Erinnerungen: Das Vorbild, der legendäre 300 SL erschien 1954 zunächst auch in der geschlossenen Version. Nach drei Jahren wurde er vom Roadster abgelöst. Im Gegensatz zu damals bleibt das Coupé jetzt aber im Programm.

Potentes Kraftwerk mit 571 PS

Flügeltüren hin, Le-Mans-Feeling her: Der offene Mercedes SLS sieht einfach noch besser aus. Die Proportionen samt der hohen Gürtellinie stimmen, das dreilagige Stoffdach (öffnet bis Tempo 50 in rund zehn Sekunden) verschwindet völlig hinter den beiden Sitzen. Gleicht die Frontpartie mit dem beherrschenden Stern dem Schwestermodel bis ins Detail, wirkt das Heck des Roadsters weitaus knuffiger. Schließlich ist das die Perspektive, die die meisten Normalos vom neuen SLS erleben werden. Natürlich bedient sich auch das Cabrio des bekannten Kraftwerks: Acht Zylinder, verteilt auf 6200 Kubikzentimeter, unterm Strich stehen 571 PS zur Verfügung.

In 3,8 Sekunden auf 100 km/h

Obwohl ein paar Kilo schwerer, ist der flügellose Mercedes SLS AMG alles andere als flügellahm. Die in der Praxis wohl eher theoretische Spitze von 317 km/h ist bei diesen Daten eher ein Nebeneffekt. Zu erfahren dagegen der Raketenstart in 3,8 Sekunden auf 100 km/h oder die bullige Durchzugskraft schon bei niedriger Drehzahl. Der riesige Hubraum lässt ständig grüßen. Wer noch schneller unterwegs sein möchte, muss zu einem getunten Mercedes SLS greifen. Da ist selbst bei über 620 PS nicht Schluss.

Einfach wie ein Golf, sanft wie eine Limousine

Nach wenigen Kilometern wird klar, dass sich der Mercedes SLS AMG so einfach wie ein Golf fahren lässt. Wenn man einmal von der eingeschränkten Sicht nach hinten und nach schräg vorne (wegen des dicken Dachholms) absieht. In der "sanften" Stellung des Drehschalters zwischen den Sitzen schaltet die Siebengang-Automatik früh hoch, dämpft die dumpfen Blubbergeräusche aus dem Motorraum und lässt den SLS souverän gleiten. Das bringt für den Beifahrer die Zeit, auch mal den schnellsten mobilen Internetzugang zu erkunden. Der Mercedes SLS AMG wird zum Hotspot.

Rennhengst-Herde unter der Motorhaube

Ein leichter Dreh nach rechts an jenem Schalter weckt die derart gerufenen Geister. Aus dem Blubbern beim Gaswegnehmen wird röhrendes Fauchen, das bevorzugt von Tunnelwänden zurück zum Trommelfell befördert wird. Das jetzt spätere Schalten lässt die Herde unter der Haube galoppieren, nur die wachsamen Laseraugen allgegenwärtiger Gendarmen hemmen den Vorwärtsdrang.

Am Benzin wird nicht gespart

In diesem Fahrprogramm bedient sich der Mercedes SLS AMG naturgemäß recht hemmungslos aus dem Tank. Der Normverbrauch von 13,8 Litern wird zur Illusion. Doch Menschen, die 195.160 Euro für ein Auto ausgeben können, werden durch ausgiebige Zapfsäulen-Besuche sicher nicht insolvent. Als Trost mag der Hinweis dienen, dass die gleich starken italienischen Konkurrenten des offenen SLS noch verschwenderischer mit dem Rohstoff umgehen.

Der SLS-Fahrer muss nicht frieren

Auch wenn man es kaum glauben mag: Im Vergleich zu Ferrari und Co. ist der SLS selbst in der Anschaffung fast ein Schnäppchen. Dabei wird wohl kaum einer der Roadster zum Basispreis den Besitzer wechseln. Die Aufpreisliste ist zwar nicht so lang wie bei manchen Großserienmodellen aus Stuttgart, hat es aber in sich: Wer zum Beispiel Carbon-Zierteile bevorzugt, ist mit 8449 Euro dabei, warme Luft aus den Nackenstützen muss mit 595 Euro bezahlt werden. Serienmäßig sind aber immerhin ein Hochleistungs-Navi, Heizsitze oder Parksensoren als Vorbeugung gegen Parkkratzer.

Ein Supersportler muss nicht alltagstauglich sein

Ein echter Traumwagen also, der auf der Straße hält, was seine bildschöne Optik verspricht. Nicht wirklich alltagstauglich (der Kofferraum ist gerade mal 173 Liter klein), aber ein technisch perfektes Spielzeug für eine Handvoll Menschen, die alles andere schon haben. Und denen, wenn sie aus ihren Villengaragen in Richtung Golfplatz unterwegs sind, sicher auch mal Wilhelm Buschs Weisheit über den Neid in den Kopf kommt: "Kaum hat mal einer ein bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das."

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