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Opel Mokka im Test: So gut ist der Turbo-Benziner

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Opel Mokka

So gut ist der Turbo-Benziner

11.01.2013, 15:03 Uhr | M. Funke, t-online.de

Opel Mokka im Test: So gut ist der Turbo-Benziner. Opel Mokka 1.4 Turbo ecoFlex (Quelle: t-online/ Falk Orth)

Opel Mokka 1.4 Turbo ecoFlex (Quelle: t-online/ Falk Orth)

 

Seit wenigen Wochen hat Opel das kleine SUV Mokka im Programm. Schon jetzt ist das neue Modell ein Erfolg für den kriselnden Autobauer. Grund genug, uns den Opel Mokka in der Version als Turbo-Benziner mit Allrad-Antrieb einmal näher anzuschauen.

Opel Mokka: Über 60.000 Bestellungen

Über 60.000 Bestellungen sind laut Opel-Chef Thomas Sedran für den Mokka bereits eingegangen. Das dürfte Balsam für den krisengeplagten Autobauer sein. Das hat Opel auch nötig, denn die Rüsselsheimer sorgten zuletzt vor allem mit Negativschlagzeilen für Aufsehen, wie etwa dem Produktion-Aus im Traditionswerk Bochum.

Keine Frage, Opel steckt in Schwierigkeiten. Die haben auch damit zu tun, dass der Hersteller in den vergangenen Jahrzehnten ein ums andere Mal Autotrends verschlafen und zu spät auf die Konkurrenz reagiert hat. Das trifft auf den Mokka aber nicht zu.

Opel Mokka unter 4,30 Meter lang

Eher das Gegenteil ist der Fall, denn hier ist Opel zumindest VW und Co. voraus: Die Rüsselsheimer steigen als erster deutscher Autobauer in das aufstrebende Segment der Mini-SUV ein. Zu den Hauptkonkurrenten zählen der Skoda Yeti, Nissan Juke und der Mitsubishi ASX. Mit einer Länge von knapp unter 4,30 Metern liegt der Mokka in etwa auf dem Niveau der genannten Modelle. Interessanterweise lässt das bullige Äußere den Opel weitaus größer erscheinen, als er tatsächlich ist. Ansonsten bietet das Mini-SUV genau das, was viele Fahrer an dieser Autogattung so schätzen: Ein sportliches und mitunter aggressives Design und vor allem eine erhöhte Sitzposition.

Gut verarbeiteter Innenraum

Auf Anhieb fühlt man sich im Mokka wohl, wozu auch der gut verarbeitete Innenraum samt Materialien beiträgt. Lediglich die Vielzahl an Knöpfen wirkt zunächst irritierend. Immerhin hat der Hersteller die Tasten logisch angeordnet und nach einer Eingewöhnungsphase geht die Bedienung flott von der Hand. Gut gefallen hat uns das Navigationssystem, dass weit oben auf der Mittelkonsole angebracht ist und über einen üppig dimensionierten Bildschirm verfügt. So hat der Fahrer das Navi und den Verkehr stets im Blick und muss nicht wie bei manch anderen Fahrzeugen die Augen beim Betrachten des Bildschirms nach unten senken.

Sitze überzeugen

Nützlich sind auf jeden Fall die vielen Ablagefächer. Vor allem mit den ergonomisch geformten Sitzen kann das kleine SUV überzeugen. Die verfügen über das Gütesiegel AGR (Aktion Gesunder Rücken e.V.) und kosten 390 Euro Aufpreis. Das Geld ist auf jeden Fall gut angelegt, denn nicht zuletzt der gute Sitzkomfort macht den Mokka zu einem idealen Fahrzeug für lange Strecken - übrigens auch für die Passagiere. Denn trotz der eher knappen Ausmaße stellt der Mokka Zugestiegenen im Fond genügend Platz zur Verfügung.

Wenig Nutzlast

Der Kofferraum ist ausreichend dimensioniert und bietet ein Ladevolumen von 356 Litern und maximal 1372 Litern bei umgeklappter Rückbank. Das ist zwar kein Bestwert, aber immerhin kann der Mokka eine ebene Ladefläche bieten. Die sollte man aber nicht zu voll packen, denn die maximale Zuladung ist mit unter 400 Kilogramm im Vergleich zu den Konkurrenten eher knapp bemessen.

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Positiv ist dagegen das Fahrradträgersystem Flex-Fix, das in den hinteren Stoßfänger integriert ist. Bei Bedarf wird der Fahrradträger einfach herausgezogen. Nur die Rüsselsheimer bieten derzeit eine solche Lösung an, die zudem mit einem Aufpreis von 590 Euro relativ günstig ist.

Flotter Turbo

Auch bei den Fahrleistungen kann sich der Mokka sehen lassen. Der Turbo-Motor mit 140 PS und Sechsgang-Getriebe beschleunigt den Wagen in 9,9 Sekunden auf Tempo 100. Die Spitzengeschwindigkeit liegt zwar auch bedingt durch die Bauart bei nur 186 km/h, der Wagen ist aber für das Mitschwimmen auf der Autobahn mehr als ausreichend motorisiert.

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Beim Federungskomfort gibt sich der Mokka keine Blöße. Auch holprige Routen verzeiht das gut angestimmte Fahrwerk. Zum Fahrkomfort trägt auch der Allrad-Antrieb bei, der sich automatisch zuschaltet und die Traktion verbessert. Bei normalen Straßenverhältnissen wird der Mokka aber in der Regel per Frontantrieb bewegt.

Kein Sparwunder

Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 6,3 Litern auf 100 Kilometer an. Das geht durchaus in Ordnung, macht den Mokka aber nicht zum Sparwunder. Auf unserer Ausfahrt mit langen und durchaus flotten Autobahnpassagen und viel Stadtverkehr lag der Verbrauch knapp unter neun Litern.

Die Fahrweise lässt sich übrigens gut mit dem Bordcomputer überprüfen, der auf Wunsch auch anzeigt, wie stark die Klimaanlage und andere Stromverbraucher zum Spritkonsum beitragen. Hilfreich sind auch die vielen Assistenzsysteme, die in dieser Fahrzeugklasse ansonsten kaum geboten werden. Dazu zählen das adaptive Kurvenfahrlicht, der Spurassistent, ein Kollisionswarner und die Verkehrsschilderkennung. Unbedingt empfehlenswert sind die Parksensoren und Rückfahrkamera, denn der Mokka ist nach hinten wie so viele Autos seiner Klasse auch ziemlich unübersichtlich. Dazu kommt die stark ansteigende Fensterlinie, die zwar zum gelungenen Design beiträgt, aber das Sichtfeld nach schräg hinten weiter einschränkt.

Gute Serienausstattung

Viele der genannten Assistenzsysteme und Sonderausstattungen lassen sich beim Mokka einzeln oder in Form von Paketen bestellen. Doch schon mit der Serienausstattung bietet Opel viel Auto für das Geld. Die Preisliste beginnt beim Allrad-Turbo bei 23.790 Euro für die Ausstattungslinie "Edition". Dort sind unter anderem eine Klimaanlage, Radio, Regensensoren, Nebelscheinwerfer, Tempomat und 18-Zollräder an Bord. Für knapp 2100 Euro Aufpreis gibt es die höchste Ausstattungslinie "Innovation". Mit dabei sind unter anderem das adaptive Fahrlichtsystem, Parksensoren und eine Klimaautomatik.

Fazit Opel Mokka

Letztendlich bietet der Mokka ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis vor allem auch im Verhältnis zu den direkten Konkurrenten. Nur in Punkto Übersichtlichkeit und bei der Zuladung leistet sich das Mini-SUV einige Schwächen. Die kann der Mokka aber durch den hervorragenden Sitz-Komfort und dem gut strukturierten Innenraum samt Ablagen mehr als kompensieren. So ist der Opel Mokka ein Auto, in dem man gerne Platz nimmt.

 
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