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UGNAzi-Hacker "Cosmo" entgeht Haftstrafe

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Kuriose Strafe für Teenie-Hacker

12.11.2012, 15:10 Uhr | Yaw Awuku

Kuriose Strafe für Teenie-Hacker. Login-Formular (Quelle: imago)

Hacker Cosmo muss all seine Passwörter preisgeben. (Quelle: imago)

Ein kalifornisches Gericht hat den 15-jährigen Kopf der Hackergruppe UGNazi zu einer kuriosen Strafe verurteilt. Wie das amerikanischen Magazin Wired berichtet, erhielt der als Cosmo bekannte Hacker ein sechsjähriges Internetverbot. Hätte der Teenager kein Geständnis abgelegt, hätten ihm mehrere Jahre Gefängnis gedroht.

Nach eigener Aussage gestand der 15-Jährige vor dem Jugendgericht von Long Beach in Kalifornien zahlreiche Straftaten, die teils für Schlagzeilen sorgten. Als die treibende Kraft der Hackergruppe UGNazi ("Underground Nazi") wurde Cosmo beschuldigt, verschiedene Internetseiten mit sogenannten DDOS-Attacken lahmgelegt zu haben. Zu den Betroffenen Organisationen gehörten die elektronische Börse NASDAQ, die CIA sowie die kalifornische Regierung. Vergangenen Mai rühmte sich UGNazi damit, 500.000 Kreditkartennummern von einem britischen Zahlungsdienstleister erbeutet und im Internet veröffentlicht zu haben. Außerdem gestand der 15-Jährige im Alleingang zahlreiche Kunden-Konten bei Amazon, PayPal, Apple und AOL gekapert zu haben.

UGNazi-Chef entgeht Haftstrafe

Durch sein Geständnis entging Cosmo nach Aussage einer Gefängnisstrafe. Stattdessen erhielt er eine Bewährungsstrafe von sechs Jahren. Bis zu seinem 21. Geburtstag ist es dem Teenie-Hacker verboten, ohne Zustimmung seines Bewährungshelfers das Internet zu nutzen. Aber auch dann darf er das Internet nur zu Bildungszwecken und unter Aufsicht verwenden. Zudem muss der Jugendliche dem Gericht all seine Online-Konten und Passwörter offenlegen und alle internetfähigen Geräte melden, zu denen er Zugriff hat. Desweiteren sei ihm untersagt worden Kontakt zu Mitgliedern von UGNazi oder dem Hacker-Kollektiv Anonymous aufzunehmen. Sollte er gegen diese Bewährungsauflagen verstoßen, müsse er mit einer dreijährigen Haftstrafe rechnen, berichtet Wired. Die Staatsanwaltschaft wollte sich bisher nicht zu dem Urteil äußern.

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Cosmo ohne Piano

Jay Leidermann – ein US-Rechtsanwalt, der bereits Mitglieder von Anonymous verteidigte – findet die Bewährungsauflagen ungewöhnlich harsch. Cosmo sei ein ungewöhnlich intelligenter Junge, wenn es um das Internet geht und könne in Zukunft möglicherweise viel Gutes tun. "Ich denke, dass sechs Jahre beaufsichtigte Internetnutzung ein wenig über das Ziel hinausschießen", sagte der Anwalt Wired. "Das ist fast so, als würden sie Mozart das Piano wegnehmen." Das FBI nahm Cosmo während einer internationalen Razzia im Mai fest. Neben dem 15-Jährigen nahmen die Beamten 23 weitere Personen in den USA und Europa fest, die angeblich zu der Hackergruppe UGNazi gehörten.

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