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Test: Microsoft Surface Laptop ist genial aber nicht makellos

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Ausführlicher Test: Microsofts erstes Surface-Laptop  

Technisch fast perfekt – aber nicht zu reparieren

23.06.2017, 13:21 Uhr | rk, t-online.de

Nach fünf Jahren Surface-Tablets baut Microsoft den ersten Surface Laptop. (Screenshot: t-online.de)
Notebook vs. Tablet: Mobil-PCs im Vergleich

Welches Gerät im Test überzeugt, sehen Sie im Video.

Notebook vs. Tablet: Mobil-PCs im Vergleich. (Quelle: t-online.de)


Nach fünf Jahren Surface-Tablets baut Microsoft den ersten Surface Laptop. Der mobile PC ist elegant, schnell, vielseitig und bietet klasse Eingabegeräte. Umso ärgerlicher, dass er wegen leicht vermeidbarer Fehler alles andere als perfekt ist. Besonders seine Unreparierbarkeit ist ein großes Manko.

Ein Blick auf Microsofts aktuelles Surface-Angebot zeigt eine Familie, die so auch von Apple stammen könnte: Vom Tablet "Surface Pro" über die Notebooks "Surface Laptop" und "Book" bis zum All-in-One-Rechner "Surface Studio" trifft der Anwender auf starke Hardware, berührungsempfindliche Displays und ein minimalistisches Design, das laut Microsoft "Vielseitigkeit und Flexibilität über das Normalmaß hinaus bietet." Die Akkulaufzeit für einen ganzen Tag, leise oder lautlose Kühlung, starke Lautsprecher und der sensible "Surface Pen" Eingabestift seien die Argumente für die Geräte. Stimmt alles, können wir unterschreiben.

"Technische Features an den Limits"

Für den Anwender präsentiert sich der Surface-Laptop tatsächlich wie ein rundum gelungenes Gerät mit Schwerpunkt auf spürbare Details wie das gute Seitenverhältnis des Bildschirms, die Eingabemöglichkeiten und das schnörkellose, hochwertige Aluminiumgehäuse. Bei der SSD greift Microsoft nicht auf das schnellste Modell zurück, das, wenn auch nicht spürbar, dann doch messbar langsamer ist als die derzeitige Oberklasse mit NVMe. Die restlichen Komponenten wie der Core-i-Prozessor spielen in der ersten Liga. Die Hardware bewältigt Büroanwendungen wie Textverarbeitung, Tabellen und auch Bildbearbeitung oder leichtes Video-Editing.

TECHNISCHE DATEN

Microsoft Surface Laptop

Prozessor (Taktrate)

Intel Core i5-7200U (2,50 GHz)

Arbeitsspeicher, Typ

8 GB, LPDDR3-1866

Grafikchip (Grafikspeicher)

Intel HD Graphics 620

Bildschirm: Diagonale, Typ

Auflösung

13.5 Zoll (3:2 Format), Touch

2.256 x 1.504 Pixel

Festplatte / SSD

256 GB (238 GB nutzbar)

Betriebssystem

Windows 10 S, 64 Bit

Anschlüsse

USB 3.0, DisplayPort, 3,5mm Audio In/Out

WLAN

802.11ac, Bluetooth 4.0 LE

Preise (Core i5 /Core i7)

128 GB: 1150 Euro, 256 GB 1.450 Euro /

256 GB: 1799 Euro, 512 GB 2.499 Euro

12,3-Zoll Surface Pro neben 13,5-Zoll Surface Laptop - Convertible gegen klassisches Klappnotebook  (Quelle: t-online.de/rk)12,3-Zoll Surface Pro neben 13,5-Zoll Surface Laptop - Convertible gegen klassisches Klappnotebook (Quelle: rk/t-online.de)

Mit dem Surface Laptop stellt Microsoft sein erstes traditionelles Notebook vor und liefert elegantes und einzigartiges Design ab. Für den Anwender gibt es jedoch keine Möglichkeit, das Gehäuse zu öffnen. Das bedeutet auch, dass der SSD-Speicher nicht ausgetauscht werden kann. Wer zumindest etwas in die Zukunft planen möchte, sollte gleich zur 256-Gigabyte-Variante oder mehr greifen.

Anschlüsse des Microsoft Surface Laptop (Quelle: t-online.de/rk)Einmal USB 3.0, DisplayPort und 3.5mm-Audio - Microsoft verzichtet auf USB-C und spart bei den Anschlüssen. (Quelle: rk/t-online.de)

Kein USB-C ist Ausdruck der Anschlussarmut

Wieso wir keinen universelle USB-C-Buchse mit dem schnellen Thunderbolt-3-Anschluss finden, kann Microsoft nicht wirklich begründen. "Ist noch nicht etabliert", lautet das Argument. Über Thunderbolt 3 können Displays, externe Festplatten, Grafikdocks und andere Dockingstationen angeschlossen werden - alles gleichzeitig, über ein einziges Kabel - während der Akku geladen wird.

Surface Connect Anschluss (Quelle: t-online.de/rk)Surface Connect Anschluss als Ladeport und für das Dock. Warum kein USB-C, Microsoft? (Quelle: rk/t-online.de)

Stattdessen zwingt Microsoft die Nutzer zum Adapter-Wirrwarr oder zum hauseigenen "Surface Dock" für stolze 230 Euro. Dieses findet Platz am Ladeport. Immerhin funktioniert dieser magnetisch, so reißt man nicht das Arbeitsgerät vom Tisch, wenn man über das Kabel stolpert. Microsoft könnte das Ökosystem mit der Öffnung für USB-C stärken, kocht aber tatsächlich sein eigenen Süppchen. Schade, denn das ist kurzsichtig.

Alcantara-Oberdeck: Wie lange die beschichtete Kunstfaser durchhält, wird sich zeigen. (Quelle: t-online.de/rk)Alcantara-Oberdeck: Wie lange die beschichtete Kunstfaser durchhält, wird sich zeigen. (Quelle: rk/t-online.de)

Das Gehäuse ist versiegelt

Der Surface Laptop ist kein Produkt für die Ewigkeit, denn irgendwann lässt der Akku nach und auch in der saubersten Umgebung sammelt sich Staub im Chassis. Wie schon erwähnt, kommt der Nutzer aber nicht an das Innere.

Für den Transport sollte der Surface Laptop stets im schützenden "Sleeve" stecken, denn das zum Rand abfallende Topcase gibt den Weg frei für Krümel, die sich zwischen Tastatur und Display mogeln.

Wie lange das haptisch und optisch überraschende Alcantara-Fließ im Innenraum Schweiß widersteht, muss auch bedacht werden. Zumindest hat Microsoft noch eine Beschichtung aus Flüssigkunststoff zum Schutz aufgetragen.

Der Store von Windows 10 S ist eine Wüste

In erster Linie ist Microsofts teures Notebook für Studenten gedacht. Im Bildungssektor ist eine einfach zu verwaltende Umgebung von Vorteil, daher installiert Microsoft mit Windows 10 S ein eingeschränktes Betriebssystem: Es erlaubt Software von anderen Anbietern nur, wenn sie als App im Microsoft-Store zugelassen wurde. Das ist einerseits sicher, weil es vor Schadsoftware schützt, andererseits kann man so nicht mal den popuärsten Browser Google Chome installieren.

Microsoft Surface Laptop (Quelle: t-online.de/rk)Der Microsoft Surface Laptop wiegt nur 1,25 Kilogramm und ist damit sehr handlich. (Quelle: rk/t-online.de)

Im Store selber finden sich nur sehr wenige Apps, Windows 10 S macht aus einem Universum an Programmvielfalt eine Gefängniszelle. Einziger Ausweg: Nutzen Sie das kostenfreie Upgrade auf Windows 10 Pro bis Ende 2017.

Fazit: Besser als ein MacBook Air - mit Touch, Stift, mehr Pixeln und Windows Hello

Der Surface Laptop fühlt sich genial an und erinnert stark an das etwas angestaubte Apple MacBook Air. Das gläserne Trackpad und die beleuchtete Tastatur kann man nicht besser machen. Das Eindellen des Tastaturbetts bei Schreibarbeiten ist sehr ungewöhnlich.

Microsoft Surface Pen (Quelle: t-online.de/rk)Der Surface Pen funktioniert auch auf dem Laptop, Surface Pro und Studio eignen sich jedoch wesentlich besser. (Quelle: rk/t-online.de)

Der helle, kontrastreiche und äußerst scharfe Touchscreen, der knallige Farben und ein gutes 3:2-Format vorweisen kann, ist ein Plus. Er unterstützt den Surface Pen, dieser lässt sich nicht magnetisch anheften und bei einem Öffnungswinkel von nur 140 Grad beschränken sich Künstler dann lieber doch auf schnelle Skizzen und Markierungen. Dieses "Surface" bietet keine Umklappmöglichkeit und keine widerstandsfähige Oberfläche.

Die Akkulaufzeit liegt mit über zwölf Stunden auf einem sehr hohen Niveau, mit Surfen und Office-Arbeit kommt man über einen Arbeitstag. Und bekommt einen hohen Entertainment-Faktor darüber hinaus: Die unter dem Alcantara versteckten Boxen eröffnen eine verblüffend weite Bühne, der Sound des Apple MacBook muss sich klar geschlagen geben.

Der Microsoft Surface Laptop ist ab 1.150 Euro erhältlich. (Quelle: t-online.de/rk)Der Microsoft Surface Laptop ist ab 1.150 Euro erhältlich. (Quelle: rk/t-online.de)

Die großen Schwächen:

  • Für manche Nutzer ist der Surface Laptop perfekt, aber lange nicht für alle. In einem Raucherhaushalt mit sechs Katzen dürfte sich die Kühllösung schnell zusetzen - Bleiben Sie also sauber. Sie können zudem weder Akku noch Massenspeicher tauschen.
  • Microsoft setzt anstelle des weit verbreiteten USB-C-Ports mit Thunderbolt 3 lieber einen hauseigenen Anschluss ein.
  • Windows 10 S ist ein Witz. Wer mit dem Surface Laptop produktiv arbeiten will, sollte das Upgrade auf Pro nutzen, so lange es möglich ist.

Wer mit diesen Mängeln leben kann, bekommt einen ansonsten genialen Laptop.

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