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Baby transportieren: Kinderwagen, Trage oder Tuch?

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Babys fahren oder tragen?  

Das sind die Vorteile von Kinderwagen, Trage und Tuch

25.07.2013, 14:13 Uhr | Simone Blaß, dpa-tmn, t-online.de

Baby transportieren: Kinderwagen, Trage oder Tuch?. Das Baby tragen: An Mamas Bauch fühlen Babys sich geborgen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

An Mamas Bauch fühlen Babys sich geborgen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn ein Baby unterwegs ist, kommt irgendwann die Frage auf, wie man es am besten transportiert. Die Auswahl an Kinderwagen, Tragen oder Tüchern ist riesig und die Meinungen darüber gehen auseinander. Jede Transportmöglichkeit ihre Vor- und Nachteile und man muss diejenige finden, mit der man sich am wohlsten fühlt und die am besten zu den Familienbedürfnissen passt.

Es ist noch gar nicht so lange her, da war der Kinderwagen das Transportmittel Nummer eins in Deutschland und das Tragetuch fristete ein Dasein in der Öko-Ecke. Mal abgesehen davon, dass es ganz wunderschöne Modelle gibt, hat das "fahrende Bettchen" einige Vorteile. Das fängt schon damit an, dass man im Kinderwagen problemlos all das transportieren kann, was man sonst noch für das Baby braucht. Auch kleine Alltagseinkäufe können so ganz einfach nach Hause gebracht werden. Das Kind ist mit dem richtigen Zubehör nicht nur vor Wind und Wetter geschützt, sondern auch vor Stechmücken oder Wespen. Im Kinderwagen kann man das schlafende Baby auch mal auf der Terrasse stehen lassen oder in die Obhut eines anderen geben, während man selbst etwas erledigt.

Mit dem Baby im Tragetuch hat man die Hände frei

Für das Tragetuch spricht, dass das Mitgehen mit den Bewegungen den Gleichgewichtssinn des Babys schult und erwiesenermaßen die Entwicklung des Gehirns unterstützt. Auch die praktische Seite ist nicht zu verachten: Man ist flexibler und kann auf den oft sperrigen Kinderwagen verzichten. Vor dem Bauch, auf der Hüfte oder Huckepack auf dem Rücken - Babys und Kleinkinder lieben es, wenn sie herumgetragen werden. Vorausgesetzt, die Tragehilfe ist die richtige: "Wenn man nicht beide Hände frei hat und stattdessen noch das Gefühl hat, dauernd Hand anlegen zu müssen, damit das Kind nicht rausfällt oder ungünstig sitzt, ist eine Tragehilfe unsinnig", erklärt die zertifizierte Trageexpertin Sylvia Galster.

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Schon Neugeborene dürfen ins Tuch

Im Prinzip dürfen Babys schon kurz nach der Geburt im Tuch getragen werden. "Gerade elastische Tragetücher eignen sich sehr gut für Neugeborene", erklärt Kinderphysiotherapeutin Birgit Kienzle-Müller. Vor der achten Woche können die Kleinen aber noch nicht selbstständig ihren Kopf halten. Deshalb muss ein kleines Moltontuch - ein Stück Stoff aus stabiler Baumwolle - oben in das Tragetuch eingebunden werden, so dass das Köpfchen eine Stütze hat. Ist Eltern das zu heikel, warten sie besser bis zum dritten Lebensmonat ab. Ab diesem Zeitpunkt können Babys das Gewicht ihres Kopfes halten.

Tragehilfe muss individuell angepasst werden

Eine Alternative zum Tuch sind Tragehilfen, die aber erst individuell an das Kind angepasst werden muss. Viele Modelle lassen sich jedoch nur bedingt auf die Größe des Babys einstellen. Deshalb sollten Eltern nicht gleich eine Tragehilfe kaufen, sondern erst einmal leasen und zu Hause mit dem Kind in Ruhe ausprobieren. Leasing-Service bieten manche Babyfachgeschäfte an.

Manche Modelle von Babytragen sind ungeeignet

Bei einer guten Tragehilfe muss sich der Stoff an Rücken und Schultern des Kindes schmiegen und sie muss der natürlichen Körperhaltung der Kinder entsprechen. "Statt im Hohlkreuz zu sein, sollten die Babys und Kleinkinder ihre Beinchen anhocken und ihren Po rausdrücken dürfen. Und der obere Rücken sollte gut gestützt sein." Außerdem dürfen die Träger auf den Schultern von Mutter oder Vater nicht einschneiden. Der Preis einer Trage lässt dabei keine Schlussfolgerungen zu: "Denn auch was über 100 Euro kostet, kann tatsächlich Müll sein! Eine gute Tragehilfe kann man locker über zwei Stunden tragen, ohne dass man es als Belastung empfindet," sagt Galster.

Baby nicht mit dem Gesicht nach vorne tragen

Häufig kann man beobachten, dass Eltern ihre Kinder mit dem Gesicht nach vorne tragen. Der Grund: Die Kinder sind in ein Alter gekommen, in dem sie mehr sehen wollen und die Eltern reagieren darauf. "Das Kind jetzt allerdings falsch herum in die Trage zu packen, ist nicht die Lösung. Im Gegenteil, das widerspricht der natürlichen Haltung der Kinder und kann richtig schädlich zum Beispiel für die Hüfte sein." Viele Tragehilfen sind daher heute bereits vom Hersteller so ausgerichtet, dass man das Baby gar nicht andersherum hineinsetzen kann. Sie bieten aber die Möglichkeit, das Kind auf die Hüfte zu packen. So kann es alles sehen, sich aber auch zurückziehen und vor allem, es kann sich immer wieder bei Mama oder Papa rückversichern, wenn etwas neu und beunruhigend ist.

Inzwischen setzt sich auch die Erkenntnis durch, dass Babys im Kinderwagen nicht mit dem Gesicht nach vorne, sondern mit Blickkontakt zu den Eltern sitzen sollten.

Unsicherheit der Eltern überträgt sich auf das Baby

Getragen zu werden ist warm und kuschlig, es riecht nach Zuhause und die Kleinen sind deutlich geschützter vor all den Eindrücken, die auf sie einwirken. Dadurch und durch den vertrauten, beruhigenden Herzschlag der Mutter sind getragene Kinder oft auch in sich ruhiger. Allerdings nicht immer, denn es gibt auch Kinder, die die Enge eines Tuchs nicht leiden können. Manchmal hilft schon eine andere Form des Tragens, häufig aber liegt der Grund woanders. Diese Erfahrung hat Sylvia Galster in ihrem Fürther Laden "Wundervoller Start" schon oft gemacht. "Es ist schon so, dass viele Kinder am Anfang etwas maunzen. Häufig liegt es an der Unsicherheit der Eltern, die sich auf das Kind überträgt. Das Baby wird dann sofort aus der Trage genommen." Dahinter steckt nicht selten Angst. Zum Beispiel davor, dass die Beinchen eingeschnürt werden.

Am besten lassen sich Mütter und Väter die richtige Bindetechnik von einer Trageberaterin zeigen. Diese Weiterbildung haben mittlerweile viele Hebammen, Physiotherapeuten oder Verkäufer in Babyfachgeschäften. Sie zeigen auch, welche Möglichkeiten es gibt, das Kind auch bei Wind und Kälte entsprechend einzupacken.

Baby tragen: Die Transportmöglichkeit den Bedürfnissen anpassen

"Es gibt sehr gute Tragehilfen, sowohl bei den Tüchern als auch bei den Komforttragen. Man muss den Leuten nur mehrmals zeigen, wie sie am einfachsten damit umgehen. Ich finde es wichtig, dass man mehrere Tragehilfen ausprobieren kann." Am besten zu zweit. Denn nur die Trage, die beide Eltern akzeptieren, wird auch wirklich von beiden benutzt. Und so mancher skeptische Mann stellt schnell fest, dass es inzwischen eine Menge Tücher und Tragesysteme gibt, die von "zu öko" weit entfernt sind.

Die meisten heutigen Familien entscheiden sich sowieso für eine Mischung aus den Transportmöglichkeiten. Für längere Strecken oder Einkäufe einen Kinderwagen, für zuhause oder kleine Ausflüge, für Arztbesuche oder wenn das Kind krank ist, eine Trage oder ein Tuch. Und das Tuch kann man ja auch in den Kinderwagen legen und als Wickelunterlage oder Decke verwenden, solange man es nicht anderweitig benötigt. So ist man für alles gewappnet und kann sich der Situation entsprechend für die jeweils beste Lösung entscheiden.

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