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Fötus im Bauch: Junge (15) aus Malaysia wird ungeborener Zwilling entfernt

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Extrem selten: "Foetus in foeto"  

Teenager in Malaysia wird ungeborener Zwilling entfernt

30.05.2016, 15:58 Uhr | t-online.de

Fötus im Bauch: Junge (15) aus Malaysia wird ungeborener Zwilling entfernt. Mohd Zul Shahril Saidin erholt sich im Krankenhaus von der Operation, bei der ihm sein ungeborener Zwilling entfernt wurde (rechts im Bild). (Quelle: action press / cen)

Mohd Zul Shahril Saidin erholt sich im Krankenhaus von der Operation, bei der ihm sein ungeborener Zwilling entfernt wurde (rechts im Bild). (Quelle: action press / cen)

Ein malaysischer Junge lebte 15 Jahre lang mit seinem ungeborenen Zwilling im Bauch. Nachdem Mohd Zul Shahril Saidin über starke Bauchschmerzen geklagt hatte, wurde er ins Krankenhaus gebracht. Dort operierten die Ärzte einen unvollständigen Fötus, der "Beine, Hände, Haare und Genitalien" hatte, aus dem Bauch des Teenagers.

Zunächst hatten die Ärzte geglaubt, der 15-Jährige habe einen großen Tumor, doch was sie fanden, überraschte sie. "Der Fötus, der aus dem Bauch meines Sohnes geholt wurde, hatte die gleichen Organe wie ein Baby. Nur die Nase und der Mund waren nicht ausgebildet", sagte Hasmah Ahmad, die Mutter von Mohd Zul Shahril Saidin der Nachrichtenseite "Bernama".

Es handelt sich um den ersten Fall von "Foetus in Foeto", der in Malaysia bekannt wurde. Die Familie hat den Fötus inzwischen auf einem Friedhof bestattet.

Ein Embryo nimmt den anderen in sich auf

Diese medizinische Besonderheit kommt nur äußerst selten vor. Dabei entwickeln sich im Mutterleib zunächst zwei oder mehr Embryos parallel. Durch einen Fehler in der Zellteilung kann es passieren, dass ein Embryo den anderen (oder auch mehrere) in sich aufnimmt und normal weiterwächst.

Die Zellen des aufgenommen Zwillings können dabei ebenfalls weiterwachsen. Dadurch können Knochen und Gliedmaßen entstehen, die meist deformiert sind, aber auch Haare, Zähne und Zellhaufen. Ein vollständiger Fötus entwickelt sich allerdings nicht.

Dieser Einschluss findet meist im Bauchraum des aufnehmenden Kindes statt. Es können aber auch andere Organe betroffen sein, beispielsweise das Gehirn.

Eingeschlossene Embryos können lebenslang im Körper bleiben

Verursachen die eingeschlossenen Embryos Probleme, werden sie dank moderner Diagnostik relativ früh entdeckt. Es kann aber auch vorkommen, das sie jahre-, mitunter lebenslang unentdeckt im Körper verbleiben.

Möglich ist auch, dass Jahre oder Jahrzehnte nach der Verschmelzung die Zellen des einverleibten Embryos erneut zu wachsen beginnen. Die Betroffenen vermuten dann meist einen Tumor oder eine andere ernsthafte Erkrankung. Durch bildgebende Diagnostik oder durch eine Operation lässt sich die wahre Ursache der Beschwerden ausmachen.

Weltweit sind nur wenige hundert Fälle dieses Phänomens bekannt. So wurde 2015 in Hongkong ein Mädchen geboren, das Zwillingsföten in ihrem Körper trug.

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