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Röteln in der Schwangerschaft - Gefahr für das ungeborene Kind

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Kinderkrankheiten  

Röteln sind eine Gefahr für das ungeborene Kind

10.09.2014, 18:36 Uhr | t-online.de, ots

Röteln in der Schwangerschaft - Gefahr für das ungeborene Kind. Röteln in der Schwangerschaft können schwerwiegende Folgen haben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Röteln in der Schwangerschaft können schwerwiegende Folgen haben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Röteln zählen zu den typischen Kinderkrankheiten. Während die Infektion im Kindesalter meist harmlos verläuft, besteht bei erkrankten Schwangeren ein hohes Risiko für das ungeborene Kind. Auch in Deutschland gibt es immer noch Rötelninfektionen bei Schwangeren und Fälle von Rötelnembryopathie bei Neugeborenen. Daher ist ein rechtzeitiger Schutz durch eine Dreifach-Kombinationsimpfung gegen eine Masern-, Mumps- oder Röteln-Infektion unbedingt erforderlich. Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO, die Röteln in Europa zu eliminieren, konnte bisher nicht erreicht werden.

Röteln werden durch Viren mittels Tröpfcheninfektionen übertragen. Etwa zwei Wochen nach der Ansteckung können sich punktuelle Rötungen, beginnend im Gesicht mit anschließender Ausbreitung über Rumpf und Extremitäten, bilden. Diese äußeren Symptome werden in der Regel von leichtem Fieber und Lymphknotenschwellungen im Hals- und Kopfbereich begleitet. Bei etwa 50 Prozent der Fälle treten gar keine Beschwerden auf und die Krankheit verläuft nahezu unbemerkt.

Röteln sind gefährlich für das ungeborene Kind

Über die Plazenta der Mutter können Rötelnviren auf das ungeborene Kind übertragen werden und so den Embryo mit dem Virus infizieren. Das Kind kann schwere Folgen davontragen. Wie stark die Schäden sind, hängt davon ab, zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft das Ungeborene infiziert wird. Steckt sich das Kind in den ersten acht Schwangerschaftswochen an, führt eine Rötelninfektion bei 90 Prozent der Fälle zu einer schweren Schädigung des ungeborenen Kindes und einer Fehlgeburt.

Diese Folgen drohen

Bei einer Ansteckung innerhalb der ersten vier Schwangerschaftsmonate kann es zum CRS (Kongenitales Rötelnsyndrom, sogenannte Rötelnembryopathie) und einer Frühgeburt kommen. Entwicklungsstörungen am Herzen, an den Augen (Katarakt) und am Gehör (Innenohrtaubheit) können mögliche Folgen sein. Außerdem drohen zum Beispiel ein geringes Geburtsgewicht, Hepatitis, Gehirnentzündung, Herzmuskelerkrankung, geringe Kopfgröße oder psychomotorische Entwicklungsstörungen.

Wird das Kind erst im späteren Verlauf der Schwangerschaft infiziert, sinkt das Risiko für Missbildung auf 25 bis 35 Prozent.

Standarduntersuchung in der Schwangerschaft

Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen werden alle Schwangeren standardmäßig auf ihren Röteln-Impfstatus untersucht. Das Ergebnis wird in den Mutterpass eingetragen. Immerhin vier bis sieben Prozent der Frauen im gebährfähigen Alter verfügen nicht über einen ausreichenden Impfschutz. In diesem Fall raten Frauenärzte vorsorglich zur Gabe von Röteln-Antikörpern (Immunglobuline).

Bei Kinderwunsch den Impfstatus überprüfen

Wie kann ich einer Infektion mit Röteln vorbeugen? Die Ständige Impfkommission (STIKO) und der nationale Impfplan empfehlen die Rötelnimpfung für alle ungeimpften Frauen oder Frauen mit unklaren Impfstatus im gebärfähigen Alter sowie für bisher nur einmal geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter. Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Gynäkologen auf eine Überprüfung des Impfpasses hinweisen und sich über die notwendigen Impfungen aufklären lassen.

Auch Männer sollten sich gegen Röteln impfen lassen

Die Impfung wird mit der Masern- und Mumps-Impfung kombiniert als Dreifach-Kombinationsimpfstoff verabreicht. Die Masern-Mumps-Röteln-Impfung wird auch allen Männern empfohlen, die nach 1970 geboren sind, da so zusätzlich die Ansteckungsgefahr über den Partner verringert werden kann.

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