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Gesundheit  

Späte Mütter schaden ihren Kindern nicht

14.09.2012, 15:32 Uhr | dpa, dapd

Familiengründung: Späte Mütter schaden ihren Kindern nicht. Kinder von spätgebärenden Frauen sind nicht anfälliger für Krankheiten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kinder von spätgebärenden Frauen sind nicht anfälliger für Krankheiten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Frauen erst spät gebären, werden ihre Kinder dadurch nicht anfälliger für Krankheiten. Nicht das Alter der Mutter bei der Geburt, sondern eine gute Bildung der Mutter und viele gemeinsame Jahre sind die besten Voraussetzungen für Kinder, lange und in Gesundheit zu leben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern des Rostocker Max-Planck-Institutes für Demografische Forschung und kehr sogar eine bisherige Annahme ins Gegenteil.

Ältere Frauen haben keine "schlechteren Eizellen"

Bisher habe man angenommen, dass der erwachsene Nachwuchs spät gebärender Mütter häufiger krank sei und eine geringere Lebenserwartung habe, als Kinder jüngerer Mütter, teilte das Institut mit. Begründet wurde das damit, dass der Körper der Frau zum Zeitpunkt der Geburt schon abgebaut hatte, etwa weil aus Altersgründen die Eizellen schlechter oder die Plazenta schwächer geworden sind.

Der Schwachpunkt bisheriger Studien

Diese Studien basierten jedoch auf Untersuchungen der Mütterjahrgänge aus den Anfangsjahren des vergangenen Jahrhunderts und deren erwachsenen Kindern bei einer generell geringeren Lebenserwartung als in der Gegenwart. Jetzt wertete der Demograf Mikko Myrskylä aktuelle Daten von mehr als 18.000 US-Amerikanern aus. Sein Ergebnis: Kinder von Müttern, die bei der Geburt 35 bis 44 Jahre alt waren, wurden als Erwachsene nicht häufiger krank als die von Müttern im Alter zwischen 25 und 34 Jahren.

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Kinder jüngerer Frauen sind anfälliger für Krankheiten

Überraschendes Ergebnis von Myrskyläs Studie: Stärker gefährdet sind vielmehr Kinder jüngerer Mutter. So litten die Kinder von 20- bis 24-jährigen Müttern in ihrem späteren Leben zu fünf Prozent mehr unter Krankheiten als die der 25- bis 34-Jährigen. Für 14- bis 19-jährige Frauen waren es sogar 15 Prozent mehr. Die Kinder waren später unter anderem kleiner und öfter übergewichtig. Diese überraschende Erkenntnis begründen die Wissenschaftler damit, dass bei früheren Auswertungen Einflussgrößen wie Bildung der Mutter und gemeinsame Lebenszeit nicht herausgerechnet worden seien.

Bildung der Mutter hat mehr Einfluss als ihr Alter

Es sei jedoch weiterhin richtig, dass bei Frauen im fortgeschrittenen Alter das Risiko für Fehlgeburten oder für Krankheiten wie das Down-Syndrom steige. Auf die Gesundheit der Kinder im Erwachsenenalter wirke sich aber in allererster Linie der Bildungsstand der Mutter und die gemeinsame Lebenszeit mit ihr aus, sagte Myrskylä. Je früher ein Kind seine Mutter verlor, desto kranker wurde es später. Das könne an der psychischen Erschütterung durch den frühen Verlust der Mutter liegen oder daran, dass sie das Kind nicht so lange wirtschaftlich oder sozial unterstützen konnte, begründete der Wissenschaftler den Zusammenhang.

"Schichtenwechsel" bei später Mutterschaft

Dabei habe sich der Zusammenhang zwischen Mütteralter und späterer Gesundheit der Kinder in den vergangenen Generationen auch verschoben. Im frühen 20. Jahrhundert bekamen vor allem wenig gebildete Mütter bis ins hohe Alter weitere Kinder, während bei Frauen mit höherer Bildung späte Schwangerschaften die Ausnahme waren. Dieser Alterseffekt gilt heute nicht mehr. Inzwischen gründen gebildetere Frauen heute später eine Familie.


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