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Ungarn: Hirntote Mutter bringt gesundes Baby zur Welt

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Leben und Tod  

Hirntote Mutter bringt gesundes Baby zur Welt

14.11.2013, 18:22 Uhr | AP

Ungarn: Hirntote Mutter bringt gesundes Baby zur Welt. Baby Monate nach Tod der Mutter geboren (Screenshot: Reuters)

Baby Monate nach Tod der Mutter geboren (Screenshot: Reuters)

Klinisch gesehen war sie tot und doch konnte sie Leben schenken: Drei Monate nach dem Hirntod seiner Mutter ist in Ungarn ein gesundes Baby auf die Welt gekommen.

Zwar sei das Kind zu früh geboren, aber normal entwickelt, teilte das Universitätskrankenhaus von Debrescen mit. Das Kind wurde mit einem Kaiserschnitt in der 27. Woche entbunden, es wog 1,4 Kilogramm.

Hirntod nach Schlaganfall

Die Mutter hatte in der 15. Schwangerschaftswoche einen Schlaganfall erlitten und war von den Ärzten an eine Herz-Lungenmaschine angeschlossen worden.

Bilder veröffentlicht 
Baby drei Monate nach Tod der Mutter geboren

Ärzte holen den Säugling per Kaiserschnitt auf die Welt. Video

Weiteres Leben durch Organspende geschenkt

Außer ihrem eigenen Baby hat die Frau durch Organspenden vielleicht noch weiteren Menschen das Leben gerettet. Ihr Herz, ihre Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse wurden nach der Entbindung vier Kranken gespendet. Das exakte Geburtsdatum des Kindes und sein Geschlecht wurden nicht mitgeteilt.

Die Ärzte der Klinik teilten mit, dass dies erst der dritte bekannte Fall weltweit war, bei dem es gelungen ist, das Baby einer hirntoten Mutter gesund zur Welt zu bringen.

Der Fall des sogenannten Erlanger Babys hatte 1992 eine große ethische Diskussion ausgelöst. Die Mutter wurde intensivmedizinisch am Leben gehalten, trotzdem starb das Baby in der 19. Schwangerschaftswoche durch einen Spontanabort. Auch diese Mutter, die damals erst 18 Jahre alt war, erlitt in der 15. Schwangerschaftswoche durch einen Verkehrsunfall ein Schädel-Hirn-Trauma.

1992: Das Erlanger Baby löste ethische Diskussionen aus

Vor allem die Ärzte gerieten in die Kritik. Neben ethischen Bedenken spielen in Deutschland auch strafrechtliche Aspekte eine Rolle. Die Auffassung, dass das Abstellen der Geräte zur Versorgung der Mutter und damit ihr körperlicher Tod, einem Schwangerschaftsabbruch durch Unterlassen gleichkäme, war heftig umstritten.

15 Jahre später gelang es den Erlanger Medizinern in einem ähnlichen Fall, erfolgreich einen gesunden Jungen bei einer Koma-Patientin durch Kaiserschnitt zu entbinden.

Weltweit sind nach Angaben des Erlanger Klinikums nur 30 Fälle von schwangeren Patientin im Wachkoma oder mit Hirntod, bekannt. nicht alle Babys überleben.

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