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Bauzins ist so günstig wie nie zuvor

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Bauzins rutscht auf Allzeittief

22.05.2012, 13:54 Uhr | t-online.de - Frank Lansky, sky, t-online.de

Bauzins ist so günstig wie nie zuvor. Die Bauzinsen stürzen immer weiter ab (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Bauzinsen stürzen immer weiter ab (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Frohe Kunde für Häuslebauer und Immobilien-Käufer: Baugeld ist in Deutschland so günstig wie nie zuvor. Gerade rutschten die Konditionen für einen Kredit mit zehnjähriger Zinsbindung deutschlandweit im Mittel auf 3,03 Prozent. Interessierten Anlegern riet Finanzberater Max Herbst von der FMH-Finanzberatung im Gespräch mit t-online.de, jetzt aktiv zu werden.

Bauzins bei 3,03 Prozent

Die jetzt erreichte Zinssatz von 3,03 Prozent liegt sogar unter dem im September 2010 erzielten vorigen Tief bei 3,20 Prozent. Diese Kennziffer gilt für ein 1a-Darlehen mit 50 bis 60 Prozent Finanzierung. "Natürlich können die Zinsen noch weiter fallen – es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir die 3,0 Prozent reißen", erläuterte Herbst.

Dennoch riet der Experte interessierten Käufern, jetzt aktiv zu werden: "Die Wahrscheinlichkeit für weiter sinkende Zinsen wird immer geringer". Kunden sollten somit den Markt prüfen, in aller Ruhe Angebote einholen und dann entscheiden – ohne sich aber von Beratern drängeln zu lassen. "Die Schuldenkrise wird nicht über Nacht verschwinden. Falls es aber doch nach einer Lösung aussieht, dürften Unmengen an Geld von Staatsanleihen auf den Markt strömen – und die Zinsen steigen wieder."

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Forward-Kredit als Anschluss-Finanzierung

Nicht nur für neue Kredite, sondern auch für in Kürze auslaufende Hypotheken bietet das historische Zinstief derzeit ungeahnte Chancen – und zwar über Forward-Kredite. Damit können sich Immobilien-Besitzer maximal fünf Jahre vor Ablauf der jetzt gültigen Zinsbindung refinanzieren. Für den Hausbesitzer ergibt sich keinerlei Doppelbelastung: Nach Unterzeichnung des neuen Vertrages läuft der alte wie gewohnt weiter. Der neue Kredit beginnt erst mit Ablauf des alten. Die Kosten für die lange Bereitstellung des Darlehens sind in die neuen Konditionen eingearbeitet.

Laut "Handelsblatt" waren diese Forward-Darlehen zuletzt stark gefragt: Der Vermittler Interhyp beispielsweise steigerte das vertriebene Volumen von 684 Millionen Euro im Jahre 2009 auf 966 Millionen Euro 2011.

Verluste bei falschem Timing

Allerdings kann ein Forward-Kredit auch ein Verlustgeschäft werden, falls der Zins wider Erwarten weiter sinkt. Und das kann richtig teuer werden.

Wie hoch die Mehrkosten im Fall eines schlechten Timings sein können, belegt eine Analyse der FMH-Finanzberatung: Wer sich im Juni 2009 für ein Forward-Darlehen über 100.000 Euro entschied, das in diesen Tagen ausgezahlt wird, muss einen Zins von 5,14 Prozent zahlen. Heute gäbe es ein vergleichbares Darlehen zu einem Satz von 3,16 Prozent. Die Mehrkosten betragen über zehn Jahre 19.663 Euro.

Die Schuldenkrise entscheidet über den Zins

Über das Zinsniveau entscheidet der Ausgang der europäischen Schuldenkrise: Die Zinsen sind niedrig, weil sich die Banken misstrauen und sich kein Geld leihen. Die Geschäftsbanken fliehen lieber in vermeintlich sichere Anlagen – deshalb sind die Kurse für deutsche und amerikanische Staatsanleihen auch auf neue Höchststände gestiegen. Zugleich rutschte die deutsche Umlaufrendite auf zeitweise unter 1,5 Prozent – und mit dieser auch der etwas höher liegende Referenzzins für die Hypotheken-Zinsen.

Zudem beeinflusst die Risikoscheu der Banken auch direkt das Zinsniveau bei Hypotheken: Baukredite gehören für Banken zu den sicheren Anlageformen, weil sich ein Haus oder eine Wohnung im Fall einer Insolvenz des Kreditnehmers als Sicherheit verkaufen lassen. Bei Staatsanleihen ist dies nicht der Fall, wie gerade das Beispiel Griechenland zeigt. So haben Banken in den vergangenen Jahren den Markt mit immer neuen Angeboten an niedrig verzinstem Baugeld überschwemmt. Viele Kreditvermittler kamen gar nicht mit der Arbeit hinterher.

Wann steigen die Zinsen wieder?

Weiter senkt die Europäische Zentralbank zur Ankurbelung der Konjunktur das Zinsniveau, um Unternehmen und Verbraucher zu Investitionen und Konsum zu zwingen – Sparen soll sich nicht mehr lohnen.

Sollte sich jedoch eine Entspannung in der Schuldenkrise abzeichnen, dürften Investoren in riskantere Anlageklassen mit höheren Renditen wie Aktien oder eben Staatsanleihen von kriselnden Staaten gehen. Und dann würden die Zinsen wieder steigen.

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