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Glühbirnen-Verbot sorgt für Ärger

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Kontrollen wegen Glühbirnen-Verbot geplant

25.08.2012, 12:11 Uhr | t-online mit dpa, dpa, t-online.de

Glühbirnen-Verbot sorgt für Ärger. Die 100 Watt Glühbirnen sind bereits seit Jahren verboten (Quelle: dapd)

Die 100 Watt Glühbirnen sind bereits seit Jahren verboten (Quelle: dapd)

Der Streit um die Lampe eskaliert immer mehr. Ab dem 1. September dürfen Standard-Glühbirnen mit einer Leistung von mehr als zehn Watt nicht mehr hergestellt und vertrieben werden. Doch das passt manchem aus Handel und Bevölkerung nicht - seit Jahren unterwandern Bürger das Verbot der Lampen mit den Glühdrähten. Doch nun droht Ärger von der Deutschen Umwelthilfe. Die will ab September den Handel kontrollieren und im Zweifelsfall verklagen, falls dieser die alten Glühbirnen weiter verkauft.

Glühbirnen-Verbot rechtlich durchsetzen

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, drohte dem Handel schon mal mit "juristischen Schritten“ und gezielten Kampagnen. "Nach dem Stichtag wird es Kontrollbesuche geben“, sagte er der "Wirtschaftswoche". Zudem wolle seine Behörde Hinweisen aus der Bevölkerung nachgehen und Verstöße vor Gericht bringen.

Dabei werde auch die Präsentation und Vermarktung sogenannter stoßfester Spezialglühlampen beobachtet. Für die Speziallampen, die etwa auf Baustellen und in Kuhställen zum Einsatz kommen, gibt es eine Ausnahmeregelung in der EU-Verordnung. Sie dürfen weiterhin verkauft werden, sind aber deutlich teurer.

Altbestände dürfen weiter verkauft werden

Diese Lücke nutzen laut "Wirtschaftswoche" findige Händler aus. Demnach würden diese Spezialglühlampen immer häufiger angeboten. Darüberhinaus dürfte es über den September hinaus weiter die Standard-Glühlampen legal zu kaufen geben. Denn Altbestände dürfen die Händler weiter anbieten. Verschiedene Baumarktketten erklärten bereits, dass ihre Vorräte für mehrere Monate reichen würden.

So meldete etwa die Baumarkt-Kette Praktiker flächendeckend Restbestände in unterschiedlichen Wattstärken. Der Vorrat dürfte noch für mehrere Monate reichen, sagte ein Sprecher. Auch beim Konkurrenten Obi sind noch Bestände aufzulösen. Das Unternehmen hat sich nach Angaben einer Sprecherin aber nicht eigens mit Blick auf den 1. September eingedeckt.

Media-Saturn setzt auf Energiesparlampen

Die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn haben schon seit längerem in ihren Sortimenten den Schwerpunkt auf energiesparende Lampen gelegt, vor allem LED-Leuchten. Bei den Schwester-Unternehmen gebe es Glühbirnen allenfalls noch in einzelnen Märkten, teilte eine Sprecherin mit.

Dabei sehen die Kunden das endgültige Aus für die Glühbirne gelassen - anders als beim Abschied von 60 und 75 Watt. "Wir konnten keine Hamsterkäufe feststellen", hieß es etwa bei Obi. Eine Sprecherin der Handelskette Real sagte, es sei auch nicht zu erwarten, dass die Kunden sich im letzten Moment noch im großen Stil eindecken. Deshalb hatte der Handel auch keine größeren Mengen im Voraus bestellt, sagte Osram-Sprecherin Nadine Kleinert. Die Kunden weichen vor allem auf Halogenlampen aus, wie die Praktiker-Verkäufer beobachtet haben. Energiesparlampen seien weniger gefragt, weil sie als Sondermüll einen fragwürdigen Ruf hätten.

Rücknahmepflicht für Energiesparlampen

Die EU-Kommission hatte Anfang Dezember 2008 beschlossen, schrittweise konventioneller Glühlampen abzuschaffen. Seit dem 1. September 2009 sind matte und klare Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 75 Watt nicht mehr im Handel zu kaufen. Doch dieser Ausstieg hatte zu heftigen Diskussionen in Deutschland geführt. Denn sowohl bei den Einsparmöglichkeiten von Energiesparlampen als auch bei der Lichtqualität haben viele Bürger Vorbehalte.

Zudem dürfen die Lampen auf gar keinen Fall mit dem Hausmüll entsorgt werden. Denn die Alternative ist giftig. In den Lampen steckt Quecksilber. Doch der Handel stellt sich beim Thema Rücknahme quer. Das Umweltbundesamt fordert daher eine Rücknahmepflicht für Energiesparlampen.

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