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Kapitalertragsteuer: Wann ist sie zu zahlen?

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Steuererklärung  

Was versteht man unter der Kapitalertragsteuer?

24.04.2014, 15:23 Uhr | bg (TP)

In Deutschland muss man nicht nur für Lohn und Gehalt Steuern zahlen, sondern auch noch eine Kapitalertragsteuer für Einkünfte aus Kapitalvermögen. Was müssen Sie beachten müssen, damit Sie nicht zu viel zahlen?

Die Kapitalertragsteuer liegt bei 25 Prozent der Kapitalerträge

Die Kapitalertragssteuer gehört zu den sieben Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes. Sie fällt für Kapitalerträge wie Dividenden aus Aktien, Zinsen, Kursgewinne und Erträge aus Lebensversicherungen an. Seit Januar 2009 heißt sie auch Abgeltungssteuer. Sie liegt bei 25 Prozent der Kapitalerträge, die gesetzliche Freibeträge überschreiten. Hinzu kommen noch der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls eine Kirchensteuer. Überschreiten Ihre Einnahmen die Freibeträge, müssen Sie Ihre Kapitalerträge in ihrer Einkommensteuererklärung angeben.

Wann müssen Sie keine Kapitalertragsteuer zahlen?

Geringverdiener, Rentner oder Studenten können beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. Sie sind höchstens drei Jahre lang von der Kapitalertragsteuerpflicht befreit. Sie zahlen auch dann keine Kapitalertragsteuer, wenn Ihre Kapitalerträge noch innerhalb der Freibeträge von 801 Euro für Singles bzw. 1602 Euro für Ehepaare liegen.

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Die Kapitalertragsteuer wird von Ihrer Bank abgeführt

Die Bank, bei der Sie Ihre Kapitalanlagen halten, verbucht Ihre Zins- und Dividendenerträge aus Ihren Wertpapier- oder Termingeldanlagen auf Ihrem Konto. Dabei muss sie die Kapitalertragsteuer einbehalten und an die Finanzbehörden weitergeben. Sie erhalten von Ihrer Bank darüber eine Bescheinigung. Diese müssen Sie Ihrer Einkommensteuererklärung beifügen, damit die bereits gezahlten Beträge berücksichtigt werden. In manchen Fällen darf die Bank auf die Einbehaltung der Steuer verzichten.

So verringern Sie Ihre Steuerbelastung

Sie zahlen weniger Kapitalertragsteuer, wenn Sie eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorlegen oder einen Freistellungsauftrag beantragen. In einigen Fällen bekommen Sie Ihre bereits geleistete Steuerzahlung nachträglich erstattet, wenn Sie die entsprechenden Belege vorweisen. Schließlich können geringverdienende Arbeitnehmer und Rentner das Finanzamt um eine Günstigerprüfung bitten. Die zu viel gezahlten Beträge fließen an Sie zurück.

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