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Arbeitsmarkt: Immer mehr ältere Frauen arbeiten länger

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Bericht: Immer mehr ältere Frauen arbeiten länger

03.01.2012, 08:24 Uhr | AFP, AFP, t-online.de

Arbeitsmarkt: Immer mehr ältere Frauen arbeiten länger. Die Zahl ältere Arbeitnehmerinnen hat sich seit 2000 verdreifacht (Quelle: dapd)

Die Zahl ältere Arbeitnehmerinnen hat sich seit 2000 verdreifacht (Quelle: dapd)

Ältere Frauen arbeiten einem Bericht in der "Financial Times Deutschland" zufolge mittlerweile deutlich länger als noch vor einem Jahrzehnt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen im Alter von 60 bis 65 Jahren habe sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdreifacht, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Statistiken der Bundesagentur für Arbeit.

Viele Teilzeitjobs

Demnach erhöhte sich ihre Zahl von damals etwa 150.000 auf rund 515.000 im März 2011. Viele arbeiteten jedoch in Teilzeit. Auch bei den Männern in der Altersgruppe legte die Beschäftigung dem Bericht zufolge zu, allerdings deutlich langsamer von rund 450.000 auf 720.000.

Immer mehr Ältere auf dem Arbeitsmarkt

Der besonders starke Anstieg bei Arbeitnehmerinnen ist demnach auf die Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters für Frauen zurückzuführen, das im vergangenen Jahrzehnt schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben wurde. Insgesamt waren im März 2011 laut Statistik 1,2 Millionen über 60-Jährige in sozialversicherungspflichtigen Jobs. Das ist eine Verdoppelung gegenüber dem Zustand im Jahr 2000. Die Quote liegt damit inzwischen bei 26,4 Prozent.

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Seehofer stellt Rente mit 67 infrage

Die Zahlen könnten den Koalitionsstreit über die Rente mit 67 weiter anheizen. CSU-Chef Horst Seehofer hatte am Wochenende gesagt, wenn sich die Situation für ältere Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt nicht rasch ändere, werde die Verlängerung der Lebensarbeitszeit faktisch zu einer massenhaften Rentenkürzung. Dies sei aber mit ihm nicht zu machen.

Immerhin zeigen aber die neuen Zahlen, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Ältere deutlich verbessert hat. Zudem liegt das neue Renteneintrittsalter erst ab dem Jahr 2031 bei 67 Jahren. Bis dahin wird die Altersgrenze schrittweise zunächst um einen und später dann um zwei Monate nach hinten verschoben.

Scharfe Kritik aus den eigenen Reihen

Scharfe Kritik an Seehofers Vorstoß übte derweil die Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag Gerda Hasselfeldt. Die Rente mit 67 sei "richtig und notwendig", sagte sie der "Rheinischen Post". "Die Alternativen wären Beitragssatzerhöhungen oder Rentenkürzungen", was "weder fair noch im Sinne der Generationengerechtigkeit" sei.

Der Chef der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion im Bundestag, Marco Wanderwitz (CDU), sagte "Spiegel Online", an der Rente mit 67 "darf und wird nicht gerüttelt werden". Die von Seehofer angestoßene Debatte komme "zur Unzeit", weil sich der Arbeitsmarkt verändern werde.

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Die SPD kritisierte die Zweifel Seehofers an der Rente mit 67 als "scheinheilig". Zwar sei richtig und notwendig, die Rentenpolitik an der Lebenswirklichkeit der Menschen auszurichten, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles der "Frankfurter Rundschau". "Glaubwürdig ist die Wortmeldung von Horst Seehofer aber trotzdem nicht", betonte Nahles.

SPD: Zu wenig Chancen für über 60-Jährige auf dem Arbeitsmarkt

"Wenn er es ernst meinte, hätte er das Jahr 2011 nutzen müssen, um die schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 67 ab dem 1. Januar 2012 in der Koalition zu verhindern." In der Sache allerdings stützte sie Seehofer. Es gebe zu wenig Chancen für über 60-Jährige auf dem Arbeitsmarkt.

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