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Fatburner: Was taugen so genannte Fettkiller?

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Fatburner  

Ist Ananas ein Fatburner?

27.04.2012, 19:09 Uhr | ag

Fatburner: Was taugen so genannte Fettkiller?. Hat Ananas einen Fatburner-Effekt? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hat Ananas einen Fatburner-Effekt? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Vorstellung ist verlockend: Überflüssigen Pfunde werden einfach verbrannt - ganz ohne Ernährungsumstellung und aufwändiges Sportprogramm. So genannte Fatburner erfreuen sich daher großer Beliebtheit. Lebensmittel wie Ananas, Papaya, Tee oder Kaffee sollen die Fettabbau im Körper beschleunigen. Aber auch bestimmten Enzymen, Mineralstoffen und Hormonen wird nachgesagt, die Fettverbrennung im Körper anzuheizen. Doch halten die vermeintlichen Diät-Wunderwaffen das, was sie versprechen? Acht Fatburner-Mythen auf dem Prüfstand.

L-Carnitin, Ananas und Papaya

Die Wirkung von Fatburnern wird heute von vielen Ärzten und Ernährungsfachleuten bezweifelt. Dass L-Carnitin, eine arminosäurehaltige Substanz, die bei der Fettverbrennung in den Muskeln beteiligt ist, zu einer nachhaltigen Reduzierung des Gewichts führt, ist nicht nachweisbar. "Bislang konnten Studien nicht bestätigen, dass mehr Fett verbrannt wird, wenn hohe Mengen L-Carnitin geschluckt werden", erklärt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn. Außerdem stelle der menschliche Körper den Wirkstoff selbst her, so dass jeder ausreichend damit versorgt sei. Auch das Ananas-Enzym Bromelain, das oft als Fatburner empfohlen wird, trägt nicht zum Diät-Erfolg bei. Ebenso wenig das Papain der Papaya oder die Enzyme der Kiwi. Da Enzyme aus Protein bestehen, werden sie nämlich schon im Magen gespalten und sind danach nicht mehr wirksam. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Enzyme als Nahrungsergänzungsmittel oder in Form von frischen Früchten zu sich nimmt.

Mate und Pu-Erh-Tee

Viele Reformhäuser, Drogerien und Apotheken preisen Lapachotee, Mate, Grüner Tee und Pu-Erh-Tee als Schlankmacher an. Die Inhaltsstoffe - darunter Koffein, Mineralstoffe, Bitterstoffe und Vitamine - sollen den Fettstoffwechsel ankurbeln. Wie die DGE auf ihren Internet-Seiten hinweist, wurde eine gewichtssenkende Wirkung jedoch nur für Koffein und Methylxanthine nachgewiesen. Diese in Tee und Kaffee enthaltenen Wirkstoffe aktivieren das sympathische Nervensystem und kurbeln die Fettspaltung an. Allerdings reichen drei bis vier Tassen der Heißgetränke nicht aus, um das Gewicht zu reduzieren. Trinkt man jedoch mehr davon, kann das wiederum unangenehme Nebenwirkungen wie Schweißausbrüche, innere Unruhe und Pulsrasen mit sich bringen. Aus medizinischen Gründen ist daher vom übermäßigen Genuss abzuraten.

Magnesium und Chrom

Als Fatburner werden auch Mineralstoffe wie Magnesium und Chrom in Form von Pillen, Pulvern und Kapseln angeboten. Für ihre Wirksamkeit fehlen jedoch die Belege. Wie ein Ernährungsbericht der DGE darlegt, entbehrt die Fatburner-Theorie zu Magnesium jeder ernährungswissenschaftlichen Grundlage. Der Mineralstoff ist daher ungeeignet für die Gewichtsabnahme. Auch das Spurenelement Chrom, das vor allem in den USA als Schlankheitsmittel beliebt ist, hat keinen wissenschaftlich belegten Fatburner-Effekt. Die DGE weist darauf hin, dass die Deutschen durch ihre Ernährung ausreichend mit Chrom versorgt seien und eine Extra-Zufuhr somit sinnlos sei.

Stress als Fatburner

"Stress gegen Bauchspeck" ist ein beliebtes Prinzip, wenn es darum geht, schnell abzunehmen. Zunächst stimmt es, dass der Körper bei Stress mehr Adrenalin produziert, was wiederum die Thermogenese anheizt. Dabei handelt es sich um einen Vorgang im Körper, bei dem Fettsäure verbrannt und Wärme produziert wird. Folglich wird auch Energie verbraucht. Trotzdem sollte man besser auf diese Abnehmmethode verzichten. Abgesehen davon, dass die starke nervliche Belastung der Gesundheit schaden kann, essen viele Übergewichtige bei Stress besonders viel. Hierzu gehören vor allem fettreiche Speisen und Süßigkeiten - also Lebensmittel, die den Diät-Erfolg behindern.

Sport lässt das Fett schmelzen

Im Gegensatz zu vielen Fatburner- und und Schlankheitsprodukten kurbelt Sport tatsächlich die Fettverbrennung an. Geeignete Sportarten sind Jogging, Nordic Walking und Radfahren. Rund 350 Kalorien verbrennt ein 70 Kilo schwerer Jogger bei mittlerem Lauftempo in einer halben Stunde. Wer das zu anstrengend findet, ist mit Walking gut beraten. Es eignet sich besonders für untrainierte und übergewichtige Hobbysportler. Eine Variante stellt das Nordic Walking dar, ein dynamisches Gehen mit Stöcken, ähnlich wie beim Skilanglauf. Ein Vergleich mit klassischem Walking ergibt, dass durch den Einsatz der Stöcke der Kalorienverbrauch um circa 55 Prozent steigt: Beim Nordic Walking verbrennt der Körper etwa 340 Kalorien in einer halben Stunde, beim Walking nur 193 Kalorien.

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