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Diäten im Test: WISO testet sechs beliebte Hungerkuren

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Sechs beliebte Diäten im Check

10.01.2013, 15:52 Uhr | akl, nho

Diäten im Test: WISO testet sechs beliebte Hungerkuren. Nicht alle Diäten halten, was sie versprechen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht alle Diäten halten, was sie versprechen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Was bringen Diäten wirklich und wie kann man am besten überflüssige Pfunde verlieren? Das ZDF Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin WISO hat sechs populäre Programme getestet. Sechs Abnehmwillige starteten dafür den Selbstversuch über einen Zeitraum von ein bis vier Wochen.

Abnehmen ist nicht ungefährlich

Rund 80 Prozent der Deutschen haben mindestens einen Diätversuch hinter sich. Doch kann man mit beliebten Diäten wie "Schlank im Schlaf oder "Friss die Hälfte" wirklich langfristig und gesund abnehmen? Experten sehen das kritisch und empfehlen eine dauerhafte Ernährungsumstellung in Kombination mit ausreichend Sport. Der Ernährungsmediziner Dr. Klaus Winckler weist gegenüber WISO auf die Gefahren hin, die von Diäten ausgehen können: "Das Abnehmen ist nicht schwierig, aber eben auch nicht ungefährlich im Hinblick auf den Jo-Jo-Effekt und auf Essstörungen, die auch auftreten können, wenn man Diäten ständig wiederholt." Man sollte Diäten kritisch hinterfragen, denn der Kampf gegen die Pfunde sei vor allem ein riesiger Industriezweig. Häufig müssen Abnehmwillige tief in die Tasche greifen, um eine bestimmte Diät durchführen zu können. Und: Der Erfolg sei meist nur von kurzer Dauer.

Der Erfolg lässt zu wünschen übrig

Doch welche Erfahrungen machten die WISO-Testpersonen? Tessa (41) wagte sich an Metabolic Balance, eine Blutgruppendiät. Diese Diät soll den Stoffwechsel wieder in Schwung bringen und so zu dem gewünschten Körpergewicht führen. Die Wirkung dieser Diät sei nicht belegt und nichts anderes als eine Verkaufsgeschichte, kritisiert Ernährungswissenschaftler Uwe Knop. Im Zuge einer Diät-Beratung wird zuerst eine Blutprobe genommen und daraufhin eine Liste mit erlaubten Lebensmitteln erstellt. Genau festgelegt ist, wann und was gegessen wird. Tessa hat es nach 14 Tagen geschafft und die Nase voll von Schwarzbrot, Gurke, Kohlrabi & Co. Und das Ergebnis? Leichter geworden ist nur ihr Geldbeutel. 400 Euro hat sie gezahlt - und kein einziges Kilo verloren.

Diätshakes als Mahlzeiten

Bei einer Formula-Diät soll ein Getränk das Essen ersetzen. Kauffrau Silke testete ein solches Programm. Die 42-Jährige entschloss sich, zwei Mahlzeiten am Tag durch einen Diätshake zu ersetzen. Die Kosten beliefen sich auf 80 Euro für eine Monatsration. Das Ergebnis nach 14 Tagen: Die dreifache Mutter verlor zweieinhalb Kilo Körperwicht und zwei Zentimeter Taillenumfang verloren. Doch das zunächst positive Ergebnis fiel nach genaueren Messungen ernüchternd aus. Silke verlor während der Diät lediglich Wasser (fast vier Liter) und Muskelmasse. Der Körperfettanteil stieg sogar um 2,9 Kilogramm. Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl rät Übergewichtigen von einer Formula-Diät ab, wenn sie nicht in eine komplette Ernährungsumstellung eingebettet ist. Mit dieser Methode lernten Abnehmwillige nicht den richtigen Umgang mit Lebensmitteln und hätten die verlorenen Pfunde schnell wieder auf den Hüften.

Schnelle Erfolge mit Monodiäten

Diättester Michael wollte schnelle Erfolge sehen und setzte deshalb auf die Kohlsuppendiät. Auf seinem Speiseplan stand zwei Wochen lang ausschließlich Kohlsuppe. Auch bei Michael fiel das Abnehmergebnis zunächst positiv aus: Vier Kilo verlor er in nur sieben Tagen. Auf den zweiten Blick setzten sich die vier Kilo aber hauptsächlich aus Wasser und fettfreier Körpermasse zusammen. Fettmasse legte er drei Kilogramm zu. Der Grund dafür sei die absolute Eiweißarmut, die dazu führt, dass der Mensch Muskelmasse verliert, erklärt Riedl gegenüber WISO.

Kalorienzählen mit Weight Watchers

Auch Weight Watchers wurde getestet - mit Erfolg. Schiffsführer Christian nahm in zwei Wochen 1,4 Kilo ab, ohne dabei hungern zu müssen. Der Einstieg in das Diätprogramm fiel im leicht leicht. Bei Weight Watchers handelt es sich um eine Gruppenangebot. "Menschen sind soziale Tiere und sind in Gruppen erfolgreicher", erklärt Ernährungsmediziner Matthias Riedl den Erfolg der beliebten Abnehmmethode. Einziges Manko seien die Kosten, die jede Gruppensitzung mit sich bringt.

Schlank im Schlaf ist "Humbug"

Das Prinzip "Schlank im Schlaf" verspricht zunächst eine einfache Methode zur Gewichtsreduktion. Tatsächlich ist das Programm komplizierter, als der Titel verspricht, denn es handelt sich um eine Art Trennkost: Morgens ist Eiweiß verboten, mittags darf man normal essen und abends keine Kohlenhydrate zu sich nehmen. Eine Pause von fünf Stunden zwischen den Mahlzeiten ist Gesetz, denn das Ziel ist ein niedriger Insulinspiegel. "Wir brauchen einmal zwischendrin ein Absinken des Insulinspiegels. Aber Schlank im Schlaf propagiert bestimmte Aufnahmemengen und Verbote von Eiweiß zu bestimmten Tageszeiten, und das ist natürlich Humbug", sagt Ernährungsexperte Riedl. Bereits im Titel der Diät stecke eine ganz große Lüge, führt er weiter aus. Ein weiteres Problem: Sobald man die Diät beendet, kommen die verlorenen Kilos wieder zurück.

FDH ist die beliebteste Diät

Die beliebteste Abnehmmethode der Deutschen ist die FDH-Diät, was so viel heißt wie "Friss die Hälfte". Das Prinzip dahinter ist einfach: Man darf genauso essen wie immer, nur eben die Hälfte der Menge. Doch Ernährungswissenschaftlerin Prof. Christine Brombach warnt vor dieser Methode: "Es sollten keinerlei Diäten durchgeführt werden, die unter 1.200 Kilokalorien pro Tag liegen. Alles andere gehöre in die Hände von Fachpersonen." Auch für die WISO-Diättesterin erwies sich die Diät als Flop. Obwohl sie mehr als zwei Wochen hungerte, verlor sie gerade mal ein Kilo.

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