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Insekten: Gesunder Schmaus oder Ekelmenü?

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Insektenküche  

Wie gesund sind Insekten?

16.01.2012, 14:03 Uhr | ag, t-online.de

Insekten: Gesunder Schmaus oder Ekelmenü?. Geröstete Grillen - für die einen ein Genuss, für andere einfach nur ekelig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Geröstete Grillen - für die einen ein Genuss, für andere einfach nur ekelig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mehlwürmer, Kakerlaken, Spinnen oder Grillen – im Dschungelcamp stehen Insekten häufig auf dem Speiseplan. In Europa dagegen gelten die Krabbler eher als unerwünschte Beilage im Salat und lösen Ekel aus. Dabei gelten Insekten in vielen Teilen der Welt als ganz normale Lebensmittel und werden als Delikatessen angeboten. Einige Restaurants hierzulande folgen dem Trend und bieten exotische Insektengerichte an. Doch wie gesund sind die kleinen Krabbler tatsächlich, wie schmecken sie und was muss man beim Verzehr beachten?

Fliegenkuchen und gegrillte Taranteln

Für die meisten Westeuropäer kostet es einige Überwindung, Insekten zu verzehren. Dabei werden weltweit über 1.400 Insektenarten von Menschen gegessen. Auf fast jedem Markt in Thailand kann man frittierte Heuschrecken oder Kakerlaken probieren. In Taiwan dagegen sind gebratene Grillen beliebt. Die Afrikaner schlemmen Kungu-Kuchen, der aus zerdrückten Mücken und Fliegen zubereitet wird und verzehren Ameisen, Käferlarven, Raupen und Grashüpfer. Einige Insekten wie Termiten werden gleich nach dem Fang roh gegessen. In Kambodscha haben die jungen Männer eine Schwäche für gegrillte Taranteln. Sie sollen die Potenz stärken. Die geröstete Riesenwasserwanze wird in Asien vorzugsweise am Stück verzehrt. Und In Japan werden Zaza-mushi - eine Art Blutegel - als teure Delikatesse in der Konserve angeboten.

Insekten sind gesunde Nährstoffbomben

Wer glaubt, dass der Insektenschmaus ungesund sei, irrt sich gewaltig. Die kleinen Krabbler enthalten nämlich viel mehr Eiweiß als Fleisch, sind reich an Mineralstoffen, Vitaminen und sind vor allem cholesterin- sowie kalorienarm. Das Chitin des Insektenpanzers enthält außerdem viele Ballaststoffe. Bis zu zehn Prozent des Proteinbedarfs decken die Bewohner in manchen Regionen der Welt ausschließlich aus Insektennahrung. Grillen bestehen beispielsweise zu 12,9 Prozent aus Eiweiß, zu 8,6 Prozent aus Fett und zu 5,1 Prozent aus Kohlenhydraten. Im Vergleich dazu hat Hackfleisch 22,5 Gramm Eiweiß und 14 Gramm Fett. Der Calcium- und Eisenanteil dagegen ist niedriger als bei den Fühlertieren.

Heuschrecken schmecken süß, Wachsmotten speckig

Insektenliebhaber schwärmen von dem charakteristischen und vorzüglichen Geschmack der Insekten. Frittierte Heuschrecken sollen außen knusprig, innen zart und cremig sein und einem angenehm süßen Geschmack haben. Gebratene Grillen haben einen knusprigen, scharfen Geschmack. Rohe Taranteln erinnern an Mandeln. Grillen sollen ein nussiges Aroma haben, ebenso wie die rohen Larven der Wespe. Die größeren Wachsmotten-Larven dagegen schmecken gut durchgebraten angeblich wie Speck und schmelzen im Mund.

Tipps für Verzehr und Zubereitung

Experimentierfreudige Hobbyköche, die gern selbst Erfahrungen mit der Insektenküche machen wollten, sollten beachten: Nicht alle Exemplare sind genießbar. Es empfiehlt sich daher, auf professionelle Lieferanten und gut sortierte Zoohandlungen zurückzugreifen. Bei der Zubereitung ist zu beachten, dass Beine, Flügel, Kopf sowie Panzer in jedem Fall vor dem Kochen entfernt werden. Bei Kakerlaken wird die äußere Wachsschicht vor dem Kochen mit Zitronensaft aufgelöst. Vor dem Gift der Insekten braucht man sich nicht zu fürchten, da es beim Erhitzen unschädlich gemacht wird. Es wirkt in der Regel nur bei Stichen und nicht bei der Aufnahme über den Verdauungstrakt.

Insekten als Lösung für die Welternährung

Das Ernährungsproblem der ständig wachsenden Weltbevölkerung könnte durch stärkeren Verzehr von Insekten möglicherweise gelöst werden. Vor allem ihr hoher Eiweißgehalt macht sie zu dem idealen Ersatz für Fleisch, das weltweit immer knapper wird. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO wirbt daher für den verstärkten Genuss der Krabbeltiere.

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